“Gemeinwohl”: Das falsche Spiel mit der Moral

Von | 20. Juni 2016

“…Nur wenige Begriffe dürften so schwierig zu definieren sein wie der des Gemeinwohls. Zeitgleich handelt es sich um einen sehr stark strapazierten Begriff. Gerade im Wortschatz von Regierenden und Politikern hat die Bezeichnung Gemeinwohl einen Stammplatz. Warum aber gerade in dieser Berufsgruppe? Kann es sein, dass es so etwas wie Gemeinwohl gar nicht gibt? Und wohin führt es, wenn man etwas anstrebt, was gar nicht existiert? … ” (Antworten hier)

9 Gedanken zu „“Gemeinwohl”: Das falsche Spiel mit der Moral

  1. Nattl

    Gemeinwohl ist wieder so ein Begriff, bei dem sich die Leute wohlfühlen können.

  2. Thomas Holzer

    “Es gibt Menschen, die aus ihrer persönlichen Handlung eine moralische Verpflichtung für andere ableiten.”

    Und das sind die Fundamentalisten, die es schon immer gegeben hat und -leider- immer geben wird, egal ob religiös oder ideologisch “motiviert”.
    Und die “ärgsten” Fundamentalisten sind jene, deren persönliche Handlungen wissentlich und willentlich der oktroyierten “moralischen” Verpflichtung anderen gegenüber diametral entgegengesetzt sind.

  3. Reini

    “Gemeinwohl” hört sich wie Dauerurlaub auf den Malediven an! … oder “Brot und Spiele” für alle, koste was es wolle! … erinnert mich wie die Selbstvernichtung Roms,…

  4. Bernhard Schindler

    Gemeinwohl ist ein super Begriff, um Gesetze durchzubringen, die den meisten Leuten persönlich aufstoßen. Immerhin geht es zwar gegen sie persönlich (Einschränkung von Bürgerrechten, weitere steuerliche Belastungen etc.)… aber es dient doch dem Gemeinwohl!
    Dass gemeinwohl eigentlich in ca. 100% der Fälle übersetzt Interesse von Politikern und Lobbyisten bedeutet, das interessiert dann schon keinen mehr.

  5. Rennziege

    Man teile dieses Lieblingswort der Aussackler, um seine wahre Bedeutung zu erfahren: eine Gemeinheit gegenüber jenen, die unter Zwang für das Wohl anderer arbeiten müssen.

  6. Fragolin

    Gemeinwohl schmeckt wie ein Salat aus “sozialer Gerechtigkeit” mit einem Schuss “Fairness” und etwas darübergestreuter “Verteilungsgerechtigkeit”. Wohlstand für Alle, mehr Netto für mich vom Brutto des Anderen, Prost!

  7. Fragolin

    Werter Hausherr, wie habe ich es denn geschafft, dass inzwischen scheinbar jeder meiner Beiträge zwingend überprüft werden muss?

  8. Falke

    Alle gegen die Interessen des Einzelnen eingeführten Gesetze und Aktionen der kommunistischen Staaten fielen unter den Begriff “Gemeinwohl”; auch die Bestrafung von Menschen, die sich für Meinungsfreiheit oder private Wirtschaft einsetzten, erfolgte mit der Begründung, derartige Aktionen liefen dem Gemeinwohl zuwider. Was Gemeinwohl war, bestimmte ausschließlich die jeweilige kommunistische Partei. Ähnliches erleben wir allerdings auch heute bei der SPÖ und bei den Grünen, die sich Besitz der absoluten Wahrheit wähnen und diese im Namen des Gemeinwohls durchsetzen wollen.

  9. Thomas Holzer

    @Falke
    Einmal hieß es, für die “Volksgemeinschaft” (das war bei den nationalen Sozialisten der Fall), dann wurde das Gemeinwohl gefordert, gefördert (das war und ist bei den internationalen Sozialisten der Fall)
    Die Geschichte wiederholt sich, aber leider weder als Tragödie noch als Farce, sondern als bittere, grausame Realität

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