“Das Ganze endet mit einem großen Knall….”

“……Wenn die Zinsen weiterhin künstlich niedrig gehalten werden, verlieren sie ihre Lenkungsfunktion – insbesondere in den Krisenstaaten. Deren Schulden werden weiter wachsen. Und am Ende gibt es nur zwei Wege: Das Ganze endet mit einem großen Knall und dem Auseinanderbrechen der Eurozone, weil die Schulden nicht mehr beherrschbar sind. Oder Länder wie Deutschland stimmen einer Transferunion zu, bei der sie dauerhaft Teile ihrer Einkommen und Vermögen auf andere Länder übertragen….” (Hans-Werner Sinn, hier)

5 comments

  1. Reinhard

    Eigentlich gibt es nur einen Weg, weil der genannte zweite Weg automatisch wieder zum ersten führt – nur etwas verzögert.

  2. oeconomicus

    Herr Sinn spricht euphemistisch von einer Transferunion. Auch er wagt nicht, die Dinge klar beim Namen zu nennen: “Wir werden den Süden mit unseren Steuer-geldern durchfüttern müssen, und zwar für immer!” Sobald das klar gesagt ist, wird der Euro auseinanderbrechen. Wir werden nicht bei unseren Kindern und Alten sparen, um die Faulpelze im Club Med zu alimentieren.

  3. Heinrich Elsigan

    Der Norden hat im €-Rausch ohne seriöse Bonitätsprüfung leichtfertig Kredite an den Süden vergeben.
    Wenn ich das Wort “durchfüttern” schon höre, wird mir schlecht.

    ich bin zwar selbst nur mehr polemisch inzwischen, aber in Europa fehlt es an Verstand, klarem analytischen Denken und hier und in Deutschland am Mut zwischen eigenen Fehlern und Fehlern der anderen abstrahieren zu können.

    Die europäischen Staaten sind fast alle unliberal und überbürokratisiert und den Völkern fehlt es an klarem analytischen Verstand, Lösungskompetenz und Schaffenskraft. Die Staaten haben zwar sehr große Struktur- und Schuldenprobleme, aber trotzdem hat sich ihre Lage seit der Beginn der Krise leicht verbessert (außer Österreich und Frankreich, da 0 Reformen) und die Märkte sehen keine zu hohen Risiken in den Staaten. Der ganze europäische Bankensektor ist im Moment ein größeres Problem und wahrscheinlich sogar mehr bad assets als die Staaten Schulden zusammen haben.

  4. Thomas Holzer

    Völker haben keinen Verstand!
    Es gibt keine “Schwarmintelligenz” für Völker, Demokratien, Nationen, Märkte et al.
    Nur weil etwas im Tierreich funktioniert, gilt dies noch lange nicht für die Menschheit.
    Aber interessanter Weise trauen die selbsternannten Demokratieverfechter diesem System “Schwarmintelligenz” zu, den Märkten aber nicht……………
    Alleine dadurch zeigt sich, daß dieser Ansatz grundfalsch ist!

    Und die Lage hat sich überhaupt nicht verbessert!

  5. Sybille Stoa

    der starke €uro macht dem Süden mit den Schuldenbergwn zu schaffen.
    1. Die Deutschen möchten nicht für den Süden zahlen.
    2. Die Deutschen möchten nicht, dass Drahi druckt.
    3. Die Deutschen möchten nicht den €uro nach aussen abwerten.
    4. Die Deutschen Banken möchten nicht die nicht mehr bedienbaren Kredite an den Süden abschreiben.
    5. Die Deutschen möchten auch keine höheren Löhne.

    So, 1+2+3+4+5 funktioniert aber gleichzeitig in der Konstellation der Eurozone leider nicht, das sind wirtschaftliche Tatsachen.
    Ich schlage vor, die Deutschen überlegen sich mal, was sie unter den gegeben Umständen und nicht in Euro-Disney-Fantasie-Beste-Welt wollen, OK?

    Und viele ärgert die Lügerei am meisten!

    Sinn: der Süden druckte so viel
    Wahrheit: jeder der Zentralbankbilanzen sinnerfassend lesen kann, weiß daa Sinn übertreibt.

    Griechen, Italiener, Spanier: wir haben so harte austeritäre Sparmaßnahmen schon durchgeführt.
    Wahrheit: Ja hart für Teile der Bevölkerung, aber keine nachhaltigen, sondern nur zögerliche halbherzige und den Rest über Steuererhöhungen. Durch die höheren Steuern wirkt die mit Anstrengungen gewonnene Wettbewerbsfähigkeit gleich nur halb so gut.

    Unionso: Wir brauchen kein russisches Gas.
    Ach nein? Die Energiekosten sind jetzt schon für die Industrie zu hoch, dass sie in die USA teilweise abwandert und der Verlust an Wettbewerbsfähigkeit lag hier vor allem an hohen Energieverkosten, zig Zusatzabgaben und zu hohen Steuern, mehr als an zu hohen Löhnen.

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