Das gefährliche Primat der Politik

Von | 30. Juli 2021

(ANDREAS UNTERBERGER) Immer wieder wurde davor gewarnt. Jetzt ist sie da, die Inflation. 5,4 Prozent in den USA, 2,8 Prozent in Österreich. Heftig werden in den Notenbanken Formulierungen gedrechselt, die signalisieren sollen, dass das eh alles geplant sei. In der Tat: Im Euroraum ist heimlich die Inflation zum erwünschten Ziel gemacht worden. Weil die Politik es so will. Und weil Politik und EZB glauben, sich bedenkenlos nicht nur über die EU-Verträge hinwegsetzen zu können, sondern auch über die Gesetze der wirtschaftlichen und finanziellen Kausalitäten. Sie begreifen nicht, dass Ersteres angesichts der Komplicenschaft des EU-Gerichtshofs leicht geht, Letzteres aber absolut immer fatal enden muss.

Lange haben Notenbanken nach den bitteren Erfahrungen des 20. Jahrhunderts auf Preis-Stabilität gesetzt. Dann haben sie gesagt, Inflationsraten bis maximal 2 Prozent zu tolerieren. Dann waren plötzlich die zwei Prozent das “Ziel”. Und jetzt sollen diese halt nur irgendwie im langjährigen Schnitt erreicht werden. Ohne dass dazugesagt wird, wie viele Jahre damit gemeint sind. mehr hier

Ein Gedanke zu „Das gefährliche Primat der Politik

  1. dna1

    Mit der Ernennung von Christine Lagarde zur EZB-Präsidentin war klar, dass nun alle Dämme gebrochen sind.

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