“Das Geld kommt beim Bürger nicht mehr an”

Von | 23. November 2015

“……Wir haben eine institutionelle Krise. Den Institutionen ist jede Innovationskraft abhandengekommen. Da wird nur noch verzweifelt versucht, den Status quo für eine immer kleiner werdende Kerngruppe zu bewahren. Wir finanzieren uns heute einen Komfort, den wir uns nicht mehr leisten können, auf Kosten der Zukunft….” (hier)

7 Gedanken zu „“Das Geld kommt beim Bürger nicht mehr an”

  1. Fragolin

    Das Verschieben der Probleme auf die Zukunft hat einen großen Haken: Irgendwann wird aus jeder Zukunft einmal Gegenwart, und das rächt sich dann.

  2. Leitwolf

    “Der Staat saugt immer mehr von der Bruttowertschöpfung ab. Das Geld kommt beim Bürger nicht mehr an. Es wird vorher vom Staat abgezweigt und leider nicht wachstumsfördernd verbraucht”

    Das ist eine wohlfeile Erklärung, die nur jeder Logik widerspricht. Ich verstehe natürlich, dass man sich Dinge die man nicht versteht irgendwie zu erklären versucht. So sind schließlich die großen Weltreligionen, und auch der Sozialismus entstanden.
    Verständnisfödernder ist dagegen der Grundsatz, dass Ausgaben auf der anderen Seite immer auch Einnahmen sind. Und gerade in der staatlichen Umverteilung Kosten zugleich Einkommen darstellen.

    Es ist verführerisch zu glauben, dass die Steuergelder einfach verschwinden würden, nachdem sie durch den Staat eingehoben wurden, als wäre der Staat ein schwarzes Loch. Ineffezient, ungerecht, ja oft auch korrupt ist das System schon, aber dennoch bleibt das Geld im Spiel. Die über 5 Mrd. Euro an Subventionen für die ÖBB mögen absurd wirken, damit werden aber immer noch über 45.000 Mitarbeiter besoldet und über 70.000 ÖBB Pensionisten ausgehalten. Auch dieses umverteilte Geld kommt also sehr wohl bei den Bürgern an.

    Wenn man erklären will, wieso sich vom Kuchen immer weniger Stücke ausgehen, dann wird etwas radikaler und logischer nachdenken müssen. Und die Antwort wird niemanden gefallen…

  3. Reini

    Das Volk lebt im Reichtum “von der Hand in den Mund”, es denkt nicht an die Zukunft, wir nehmen jetzt was wir kriegen können, die Banken und Politiker Lebens vor – und die Flüchtlinge haben auch den Braten gerochen. Das es seit der letzten Wirtschaftskrise alles nur mit Schulden hochgehalten wird ist ja ersichtlich. 2012 wurde für 2015 der Wirtschaftsaufschwung prognostiziert, und von 2015 auf 2018 verlegt!!! und von 2018 auf 20..?

  4. gms

    Leitw*lf,

    “Es ist verführerisch zu glauben, dass die Steuergelder einfach verschwinden würden, nachdem sie durch den Staat eingehoben wurden, als wäre der Staat ein schwarzes Loch.”

    Niemand von Verstand behaupted ein Verschwinden des Geldes.

    “Ineffezient, ungerecht, ja oft auch korrupt ist das System schon, aber dennoch bleibt das Geld im Spiel.”

    Es bleibt auch im Spiel, wenn es im Sesselkreis reihum weitergereicht wird. Das Entscheidende dabei ist der Umstand, wonach die Spieler währenddessen von Nicht-Spielern mit Leistungen versorgt werden.
    Die Darstellung, hierbei würde Geld verbrannt, ist in der Tat fehlleitend. Allenfalls führt die Idiotie einer versuchten Wirtschaftssteigerung über forcierten Konsum zum Abfluß von Geld in Regionen, aus denen Konsumgüter mehrheitlich kommen, und die liegen nun mal nicht in Zentraleuropa. Aber selbst wenn das nicht der Fall wäre, könnte man sich dennoch nicht “reichfressen”.

    “Wenn man erklären will, wieso sich vom Kuchen immer weniger Stücke ausgehen, dann wird etwas radikaler und logischer nachdenken müssen.”

    So Sie vertiefende Einblicke oder Erkenntnisse haben, so lassen Sie uns daran teilhaben.

    p.s. Ich mutmaße, daß Ihre Kommentare aufgrund Ihres Pseudonyms hier verspätet freigeschaltet werden.

  5. Leitwolf

    Jaja .. mein Pseudonym 😉 Das hab ich schon seit vielen vielen Jahren, und inspiriert wurde es durch Tommy Lee Jones in “Auf der Flucht”. Kam aber schon vor, dass mich rechts-sozialistische Individuuen eben deshalb als Gesinnungsgenosse vermuteten. Oder aber links-sozialistische als vermeintliches Feindbild. Ich hab mit beiden wenig Freude.
    Das verzögerte Freischalten hat aber glaube ich irgendwann begonnen, als C.O. einen meiner Kommentare wohl nicht gemocht bzw. halt nicht verstanden hat. Meine Gedankengänge sind oft etwas komplizierter und wenig seterotyp. Sowas schürt misstrauen, gerade beim weit verbreiteten Lagerdenken.

    Und was die Erkenntnisteilhabe angeht: ich fürchte die Zeit ist noch nicht reif dafür. Auch geht das ein wenig sehr weit über die üblichen “Meinungspostings” hinaus, und mit Enthüllungen muss man zuweilen etwas vorsichtig sein, zumal Österreichs Ortners halt keine Greenwalds sind.

  6. gms

    Leitw*lf,

    > Jaja .. mein Pseudonym

    Es ist weniger Ihr spezifisches Pseudonym, denn die darin enthaltene Zeichenfolge “w o l f”, auf welche die automatisierte Moderation triggert. Dasselbe Problem hatte und hat jener mir persönlich bekannte Poster, der mit seinem Klarnamen identen Restriktionen unterliegt. Gleiches gilt für Repliken mit der inkriminierten Buchstabenfolge.

    > Und was die Erkenntnisteilhabe angeht: ich fürchte die Zeit ist noch nicht reif dafür.

    Diese Antwort ist hochgradig unbefriedigend und zugleich einem Irrtum geschuldet.

  7. Leitwolf

    @gms Denkst du denn, dass deine PaFS etwas Konstruktives dazu beitragen könnte?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.