Das Geldmonopol des Staates abschaffen?

“….Der Ökonom Christoph Braunschweig sieht das Monopol des Staates, Geld zu drucken, als die Haupt-Ursache der globalen Schuldenkrise. Was früher Könige und Fürsten waren sind heute die Bürokraten. Ein Geld-System würde besser ohne eine im Kern unkontrollierbare Politik funktionieren…” (DWN)

20 comments

  1. FDominicus

    Ein Geld-System wäre gut. Wir haben ja nur “gesetzliche Zahlungsmittel”. Geld aus dem Nichts, Ausschaltung des Geldmarktes und Monopole. Alles Dinge die jedes für schon ausreichen wirtschaftliche Schwierigkeiten zu verursachen…. Dazu wird Wohlstand mit der Höhe der Schulden gleichgesetzt….

    Insgesamt eine sehr fatale Mischung….

  2. Der Unternehmer

    Geld ist ein zivilisatorisches Produkt. Es ist entstanden aus menschlichem Handeln, ganz ohne jedes Zutun von Politik.

    Warum sollen wir dann ein staatliches Geldmonopol mit gelenkten, nicht marktgerechten Zinsen und ein Zahlkraftgesetz akzeptieren?

    Angeblich leben wir im Westen doch in der Marktwirtschaft / im Kapitalismus. Dort lernen wir, dass Monopole und Marktwirtschaft unvereinbar sind.

  3. Christian Peter

    Der Begriff “Geldmonopol” existiert nicht. Es existiert ein “Notenmonopol”,
    welches sich auch Banknoten bezieht und ein “Emissionsmonopol”, welches
    sich auf gesetzliche Zahlungsmittel bezieht. Da Geld jedoch mehr ist als
    Zentralbankgeld, ist der Begriff “Geldmonopol” unsinnig.

  4. Christian Peter

    Die Liberalisierung der Geldordnung, wettbewerbliche Geldordnung und
    Aufhebung des Notenmonopols des Staates sind keine schlechte Sache,
    der unsinnige Begriff “Geldmonopol” sollte aber vermieden werden.

  5. gms

    Christian Peter :
    der unsinnige Begriff “Geldmonopol” sollte aber vermieden werden.

    Der Begriff “Geldmonopol” ist absolut zutreffend. Einzig und allein Notenbanken dürfen Geld erschaffen und um dieses Geld Eigentum erwerben. Geschäftsbanken dürfen das nicht, da diese das von ihnen geschaffene Buchgeld früher oder später zwangsweise decken müssen.

    Was Sie als “Notenmonopol” bezeichnten, verschleiert den Umstand, daß Zentralbankgeld auch elektronisch existiert. Das Privileg, nach ein paar Mausklicks ganz legal einige Tonnen Gold zusätzlich im Lager zu haben, die ihnen ein Dritter für das neu geschaffene Geld verkaufte, hat nur der Monopolist. Er braucht dafür nichtmal Lappen bedrucken.

    Verzeihen Sie die Wiederholung: Notenbanken dürfen sagen: “Das ist ein Wert”. Geschäftsbanken dürfen sagen: “Das ist ein Schuldschein, für den ich irgendwann selbst geradestehen muß.” – Dieser Unterschied ist ebenso gravierend wie einleuchtend.

  6. Lodur

    So, als ob die sich im Privateigentum befindlichen Geschäftsbanken keine Geldschöpfung betreiben würden. Hat hier noch nie (außer Christian Peter) jemand etwas von Giralgeldschöpfung, Kreditvergaben oder Buchgeld gehört? Die “Wirtschaftskompetenz” der hier postenden Anarcholiberalen wie gms lässt gewaltig zu wünschen übrig.

  7. Christian Peter

    @gms

    Diese Diskussion brauchen wir nicht wiederholen. Ersetzen Sie den
    Begriff “Geldmonopol” einfach durch “Notenmonopol”, damit klar
    ist, wovon gesprochen wird.

  8. gms

    @Christian Peter

    Daß Sie es auch beim 100ersten Aufguß immer noch nicht kapieren, zeigt Ihr dummes Herumreiten auf “Notenmonol”. Zentralbanken brauchen keine “Noten”, um sich Eigentum anzueignen, weil M0 (=physisches und elektronisches Zentralbankgeld) qua Gesetz etwas Werthaltiges ist, alles andere Geld eben nicht.

  9. Wettbewerber

    @gms
    Immerhin hat er einen freien Geldmarkt und die Abschaffung der Zentralbank(privilegien) gutgeheissen. Ein Anfang, oder? Wenn einmal das (wirtschaftlich) stärkste Staatsmonopol in Frage gestellt wird, sogar von Christian Peter’s Schlag von Leuten, besteht (ein Fünkchen) Hoffnung. Vor dieser Einsicht auf breiter Basis kann uns auf lange Sicht (ca. 10-20 Jahre) ohenhin nur noch ein Konflikt biblischen Ausmaßes bewahren, oder wie sehen Sie das?

  10. Christian Peter

    @gms

    Törichtes Geschwätz, wie so oft von Ihnen. Lassen Sie es doch
    sein, wenn Sie von nichts eine Ahnung haben.

  11. gms

    Wettbewerber :
    .. oder wie sehen Sie das?

    Ehrlich gesagt muß ich hinsichtlich Einschätzungen passen, zumal mir die Staatsgläubigkeit der Massen, insbesondere im Geldwesen, nach wie vor Rätsel aufgibt.
    Demgemäß ist langfristig sogar zu befürchten, wonach ein weiter verbreitetes Verständnis der Zusammenhänge bloß zu einem noch stärkeren Monopol führt, dem dann ggfs. der Staatspräsident vorsteht, wurde der bisherige Mißbrauch doch von vorgeblich politisch unabhängigen Einrichtungen betrieben.

    Solange die Mehrheit per Gesetz Beliebiges tun und (er)lassen kann, kann eine dermaßen pervertierte Demokratie auch im Geldwesen Einzug halten, was den Pfad der Untugend ein gutes Stück verlängern würde. Die Folge wäre ein erbärmliches Siechtum, das aber Dank seiner Legitimation keine Aufstände bedingte.

  12. Wettbewerber

    @gms
    Ja, diese Alternative ist realistisch, vor allem in einer Steuer-Farm wie in Ö oder D, wo das Steuervieh (wozu wir alle gehören) derartig staatsgläubig und zur Untertänigkeit erzogen sind und werden.

    Andererseits hat man der Verlockung eines “Führers” schon einmal kollektiv nachgegeben und kollektiv bitter bezahlen müssen. Wenigstens da haben die Linken was Brauchbares vorzuweisen. Während der Glaube an staatliche Regelungen ungebrochen, z.T. sogar bei den Betroffenen noch intensiver wird, erleben (echter) Liberalismus und vor allem der freie Markt durchaus ebenso ungekannte Popularität. Übers Internet verbreiten sich diese Ideen zeimlich gut, schnell und bar jeder Staatskontrolle.

    Wie auch immer, die nächsten ein, zwei Jahrzehnte sehe ich ebenfalls eine hohe Chance für verstärktes Siechtum. Die Farmer werden nicht umhin kommen, ein paar ihresgleichen wieder zu Steuervieh zu degradieren (es wird wie immer die Kleinsten und Schwächsten aus ihren Reihen treffen). So lässt sich weiter etwas Zeit gewinnen, und der “finale Kollaps”, von dem hierboards kürzlich gesprochen wurde, wird wieder um ein paar Jahre nach hinten verschoben.

  13. gms

    Wettbewerber :
    Übers Internet verbreiten sich diese Ideen zeimlich gut, schnell und bar jeder Staatskontrolle.

    In dieser Hinsicht ist das Internet Segen und Fluch zugleich, denn ebenso wie wir hier uns austauschen, tun dies Linke auf den entsprechenden Plätzen nicht minder. Beide Seiten finden für ihre jeweiligen Vorstellungen Zuspruch, mit der Folge einer zunehmenden Polarisierung aber auch Radikalisierung der Gesellschaft.

    Das kann beschleunigend wirken — dies aber nicht deshalb, weil die Vernünftigen rebellierten, sondern weil die im eigenen roten Saft verstärkt Geschmorten die Schraube noch schneller überdrehen.

  14. Mercutio

    @gms
    Die Linken wollen die Weltherrschaft an sich reißen, gut dass es da noch aufrechte Menschen wie Sie gibt. Ach sancta simplicitas mundi!

  15. Christian Peter

    Wer den Begriff “Geldmonopol” in einem Lexikon findet, soll sich zu
    Wort melden. Es wird niemandem gelingen, denn dieser Begriff ist
    eine willkürliche Schöpfung, welche tatsächlich nicht existiert.

  16. gms

    @Christian Peter

    Gentleman agree on facts. Nehmen Sie ein gelbes PostIt und schreiben “GELD” darauf, meinetwegen auch “Verdammt viel GELD!”
    Schlagen Sie dann Ihrem Nachbarn ein blaues Auge, aufdaß er Anspruch auf Schmerzensgeld hat.

    Zwar dürfen Sie Beliebiges als Geld bezeichnen, und obiges PostIt Ihrem Nachbarn ebenso zur Wiedergutmachung anpreisen, **wie das per Überweisung potentiell transferierte Giralgeld der Banken** — bloß anerkennt der Gesetzgeber Ihren Fetzen genauso wenig als gesetzliches Zahlungsmittel, wie Buchgeld am Konto. Für Sie als Ich-kritzle-mir-die-Welt-Pippi-Langstrumpf aber wird auch morgen noch 2×2 gleich 7 und das Gesetz für die Beurteilung der Sachverhalte irrelevant sein. Stimmt’s?

    Ihr Nachbar kann mit staatlicher Rückendeckung auf echtes Geld bestehen, und jede beliebige ihm überwiesene Summe zurückweisen, weil Buchgeld dieselbe schuldbefreiende Wirkung wie ein PostIt hat, wenn der Empfänger diese Wirkung nicht anerkennt.

    Nach Ansicht ignoranter Flachdenker widerspricht auch ja sogar das selbstbekritzelte Papier oder das Spielgeld beim Monopoly jedem Geldmonopol. Es wird eben aus einer Pippi auch dann kein Lexikon, wenn sie es vollständig gefressen hat.

  17. Lodur

    @gms
    Die von ihnen verachteten Notenbanken können so viele Banknoten/Münzen produzieren wie sie wollen. So lange die Geschäftsbanken diese nicht emittieren findet der Großteil der Geldschöpfung nicht statt. Abgesehen davon sind einige Notenbanken kein Staatseigentum, sondern im Teileigentum anderer Geschäftsbanken, z. B. die Fed oder die Schweizer Nationalbank.

  18. gms

    @Lodur

    Sie plappern trotz ausnahmsweiser Kreidefresserei verdammt viel Bullshit.

    Daß nämlich Zentralbanken nicht erst seit gestern auf dem Sekundärmarkt Anleihen und Fremdwährungen kaufen, sprich das Luftgeld ohne jeden Umweg über Geschäftsbanken in freie Wildbahn gelangt, hat Ihnen Ihr Vormund Herr Marx offenbar noch nicht verraten.

    Ob und inwieweit ergänzend die Eigentumsverhältnisse am Monpolisten von Bedeutung sein sollen, kann auch bloß ein linker verquaster Schaumschläger gegen jene thematisieren, denen dieses Monopolstellung ansich schon ein widerliches Unding ist.

  19. Christian Peter

    @gms

    Den Begriff “Geldmonopol” in einem Lexikon gefunden ? Wenn ja,
    bitte um Quellenangabe, wenn nein, bitte kein weiteres Gefasel.

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