Das generische Femininum und die österreichische Schule

Von | 27. Februar 2021

Es überrascht, dass es der Referentenentwurf des deutschen Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz mit dem eher spröden Titel „Entwurf eines Gesetzes zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts (Sanierungsrechtsfortentwicklungsgesetz – SanInsFoG)“ in die Schlagzeilengeschafft hat.

Im Normalfall wäre das Thema nicht beachtet worden und würde allenfalls in Fachkreisen zu kontroversen Diskussionen führen. Dass es anders gekommen ist, liegt nicht am Inhalt des Referentenentwurfs, sondern an dessen Form. Der nachfolgende Textausschnitt zeigt welche Besonderheit vorliegt, und wie sich die außergewöhnliche Aufmerksamkeit begründet:

„Der Verzicht auf die Bestellung einer Insolvenzverwalterin ist gerechtfertigt, wenn und solange erwartet werden kann, dass die Schuldnerin bereit und in der Lage ist, ihre Geschäftsführung an den Interessen der Gläubigerinnen auszurichten“. mehr hier

Ein Gedanke zu „Das generische Femininum und die österreichische Schule

  1. Falke

    Ein weiterer Schritt in Richtung DDR 2.0. Man könnte allerdings auch an der Intelligenz und/oder dem Sprachgefühl derer, die diesen Text zusammengeschmiert bzw. derer, die den Auftrag dazu gegeben haben, zweifeln. Der ORF ist übrigens auch voll dabei: besonders Tarek Leitner “zeichnet sich damit aus”, dass er zwischen dem Wortstamm und der weiblichen Endung eine kleine Pause (Stotterer?) einschaltet.

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