Das gestörte Verhältnis der Intellektuellen zum Kapitalismus

Von | 26. April 2016

Die linksliberalen Intellektuellen sind eine bemerkenswerte Gruppe. In den letzten drei oder vier Jahrzehnten, einer nicht sehr langen Zeit der menschlichen Geschichte, haben sie wie wirbelnde Derwische eine Reihe von verärgerten Beschwerden gegen den Kapitalismus des freien Marktes vorgebracht. Seltsam daran ist, dass jede dieser Beschwerden einem oder mehreren ihrer Vorgänger widersprach. Aber widersprüchliche Beschwerden scheinen die [links-]liberalen Intellektuellen nicht zu stören und ihre Aufregung nicht zu verringern, auch wenn es oft genau dieselben Intellektuellen sind, die sich so schnell wenden. Offensichtlich schaden all diese Wendungen weder ihrer Selbstgerechtigkeit noch ihrem Selbstbewusstsein: … weiter hier.

5 Gedanken zu „Das gestörte Verhältnis der Intellektuellen zum Kapitalismus

  1. Heinrich Elsigan

    Ach poditionen zu ândern gilt heute als dynamische.Strategie.
    Putin macht das relativ haeufig, Merkel wird in der Fluechtlingskrise von allen vorgeworfen, dass sie zu wenig stark ihre Position aenderte.

    Das ist taktisches Stellungsspiel, aber zum Glueck ist das alles bald Vergangenheit.

  2. Heinrich Elsigan

    Schauen.Sie Herr Ortner,

    wenn ich in der Theorie marktliberal bin,
    dann denke ich in der Praxis trotzdem.drüber nach, ob.es sinnvoll ist
    a.).viele €-Staaten pleite gehen zu lassen und damit China, das bei weitem zu viele €-Staataanleihen haelt, in.die.Bredouille zu bringen.
    b.) wie sich.die Pleiten dann auf die Stabilitât und interne Sicherheit dieser.Staaten auswirken kann (lassen die dann noch mehr als frueher alle refugees durch, koennte sich der IS oder andere radikale Gruppen im Zuge dessen dort festsetzen, etc etc)

  3. Fragolin

    Nachdem ich einige “Intellektuelle” persönlich kennenlernen durfte, bin ich nur noch erstaunt, wieviel Dummheit man da begegnen kann. Viele dieser Menschen sind absolut unterbelichtet, können dies aber in schwungvolle Worte kleiden. Am Ende dreschen sie immer die gleichen Phrasen weil ihnen gar keine anderen einfallen.

  4. Thomas Holzer

    Ich würde das allgemeiner formulieren!
    Das gestörte Verhältnis der Linken oder sogenannten Intellektuellen zur Realität 🙂

    “Wahre” Intellektuelle haben nämlich kein Problem mit der Realität und dem Kapitalismus

  5. Christian Weiss

    Elfenbeintürmler mit begrenztem Wahrnehmungs- und Erfahrungshorizont werden leider zu häufig mit dem Prädikat “intellektuell” versehen. Dabei wissen diese Menschen bemerkenswert wenig, hatten in Chemie, Biologie und Physik einen Fensterplatz, leiden häufig an schwerer Diskalkulie und sind dafür überraschend häufig wundergläubig und glauben, sie könnten mit Homöopathie, “Bio” und ähnlichem Hokuspokus ihre Gesundheit steigern, müssten aber an Genen, Atomen und Strahlen sterben…

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