Das griechische Ende einer europäischen Hoffnung

Von | 20. Juni 2013

(A. UNTERBERGER) So schnell können sich Hoffnungen zerschlagen: Der griechische Staatssender darf wieder senden. Das haben Höchstrichter und die linken Koalitionspartner der ausnahmsweise einmal mutig gewesenen Konservativen durchgesetzt. Logisch. Sie alle müssen ja den Spaß nicht zahlen. Den zahlen die anderen Europäer, auch die Wähler der EU-Sozialisten Schulz und Swoboda, die so lautstark für den griechischen Staatssender agitiert haben. Und so ist ein Hoffnungsfunke, dass in diesem Europa vielleicht doch einmal irgendwer mit Sparsamkeit Ernst macht, rasch wieder zerstoben. Niemand glaubt mehr an den offiziellen Kompromiss, dass irgendwann in Griechenland doch noch eine neue, sparsamere Anstalt gegründet wird. Haben doch die Gewerkschaftsjournalisten solche Versuche auch schon in den letzten Jahren torpedieren können. Bei Linkspolitikern hat man zwar eh nie was anderes angenommen, als dass sie Steuergeld beim Fenster hinauswerfen. Aber dass nun auch die Höchstgerichte eine immer unheilvollere Rolle durch die Sabotage von Sanierungsversuchen spielen, erschüttert nun doch ziemlich.

Ein Gedanke zu „Das griechische Ende einer europäischen Hoffnung

  1. Klaus Kastner

    Über das Urteil des griechischen OG gab es viele Mißverständnisse.SYRIZA jubelte zunächst, weil es so aussah, als hätte der OG die Schließung von ERT rückgängig gemacht. Am Ende gab es keinen Jubel mehr für SYRIZA.

    ES WURDE NICHTS RÜCKGÄNGIG GEMACHT!

    Der OG urteilte, dass die Schließung von ERT rechtens war und dass damit alle Dienstverhältnisse und sonstige Verträge null und nichtig sind.

    Gleichzeitig urteilte der OG, dass bis zur Eröffnung des neuen Senders gewährleistet sein muss, dass gewisse Sendungen ausgestrahlt werden. Dies soll mit einer Rumpfmannschaft geschehen.

    ERT-neu wird vollkomment neu besetzt. Optimisten meinen, das ERT-neu ein Paradebeispiel eines guten Staatssenders sein wird. Pessimisten sagen, dass sich in Griechenland nie etwas ändern wird.

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