Das Grundprinzip der Wiener SPÖ

(ANDREAS UNTERBERGER)  „Ich kann ja net nur Verträge unterschreiben, die man versteht.“ So sprach Michael Häupl im O-Ton im ORF-Radio. Danke, jetzt ist’s uns klar. Das erklärt alles, wie da im Wiener Rathaus seit vielen Jahren ständig gearbeitet wird. Das erklärt:

  • Warum die Stadt Wien die Bank Austria zuerst ins wirtschaftliche Wanken gebracht und dann verkauft hat (wobei sie lauthals garantiert hat, dass der mittelosteuropäische Standort Wien erhalten bliebe);
  • Warum die Stadt Wien das Gasnetz und die Straßenbahnen rechtlich nach Amerika verkauft und zurückgeleast hat (obwohl sie zugleich öffentlich wild gegen solche Sale-Lease-back-Verträge gewettert hat),
  • Warum die Wien-Energie quasi pleite ist (weil sie falsch investiert und ständig parteipolitisch gewünschte Dinge gesponsert hat),
  • Warum Gemeindebedienstete Privilegien haben, von denen sämtliche anderen Beamten nur träumen können („Es geht niemanden etwas an, was wir mit unserem Geld tun“ – obwohl es nicht das Geld der SPÖ, sondern aller Steuerzahler ist),
  • Warum Stadtvertreter behaupten können, dass Schweizer Franken-Verluste keine seien, weil sie ja nicht realisiert sind (was ungefähr von einem Finanzverständnis zeugt, demzufolge auch die Kärntner Hypo nicht pleite ist).

Wenn sich ein Angeklagter in einem Untreue- oder anderem Wirtschaftsprozess so rechtfertigen würde wie Michael Häupl, steht der Richter umgehend auf und verurteilt ihn.

Aber bei uns im Rathaus – ich meine in Bagdad…

PS: Dass aus diesem Häupl-Interview in der Folge in diversen Nachrichten immer wieder zitiert worden ist, dieser eine blamable Satz im ORFaber nie mehr vorgekommen ist (zumindest soweit ich den Staatssender verfolgt habe), beweist auch wieder einmal das journalistische Verständnis des ORF.

PPS: Das grantig-aggressive Herumgerede Häupls in diesem Interview zum Aufstand seiner Linksradikal-Feministinnen im Rathaus (gegen den Anlauf der Regierung, die Migration einzubremsen) widerlegt übrigens auch die Hofberichterstatter mancher Printmedien, die darin eine geniale Strategie erkennen wollten (TB)

 

12 comments

  1. Thomas Holzer

    Das ist das Grundprinzip des Handelns aller! Parteien in diesem Lande, nicht nur der SPÖ

  2. Fragolin

    Früher galt: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
    Heute gilt Dummheit als Generalablass. Zumindest in der Politik. Womit Politiker generell strafunfähig sind…

  3. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Wurde sogar dem ehemaligen LH Dörfler bescheinigt; warum er, in logischer Konsequenz, nicht besachwaltert wird, stattdessen im Bundesrat sitzt, bleibt uns Untertanen unerklärlich

  4. Reini

    … “Man möge mir den Spritzwein bringen”,…
    … Mit Brot und Spiele wird das Volk ruhig gehalten,…
    solange das System so funktioniert schneidet jeder Beamte in Wien gerne mit,…
    Freundschaft Genossen,… wir gehen gemeinsam unter!!
    … das dumme Volk will belogen werden, … den die Wahrheit will keiner hören!!!

  5. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Genau den hatte ich auch im Hinterkopf, aber inzwischen häufen sich ja auch diese “Einzelfälle” der behördlich nachgewiesenen Dolmhaftigkeit sogenannter Entscheidungsträger.

  6. Falke

    @Thomas Holzer
    Genauso muss man sich fragen, warum Hundstorfer Sozialminister und jetzt auch noch Präsidentschaftskandidat wurde, nachdem er ebenfalls nicht wusste, was er so als Aufsichtsrat der BAWAG unterschrieben hat. Man könnte also erwarten dass er – falls er Gott behüte Bundespräsident wird – auch nicht weiß oder versteht, welche Gesetze er unterschreibt.

  7. Geheimrat

    Für intelligente Menschen ist es kein Problem sich zu verstellen. Umgekehrt ist das schon wesentlich schwieriger….

  8. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ Geheimrat :
    Originalzitat von Kurt Tucholsky:
    “Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
    Das Gegenteil ist schwieriger”.
    🙂

  9. Hanna

    Das ist ja alles ganz lustig, liebe Mit-PosterInnen, aber – wir sind solchen Leuten wirklich ausgeliefert. Das darf so nicht weitergehen. Ich gebe mein Leben nicht für ein paar größenwahnsinnige Dummköpfe einfach auf. Und da meiner Freundin (60+) und mir (50+) heute von zwei eindeutig “Schutzsuchenden” nachgespuckt wurde, ist für mich Schluss mit lustig. Was das bedeutet, werden Sie fragen. Es bedeutet, dass egal, was in Ö jetzt Pro-“Flüchtlinge” beschlossen wird, nicht in meinem Namen beschlossen wird, und ich verweigere die Anerkennung dessen. Was mir das bringt? Das Gefühl, wenigstens in meiner kleinen Welt noch “auf den Tisch hauen” zu dürfen. A propos – wenn noch einmal einer in meine Richtung spuckt und mich dabei aggressiv anglotzt, schlage ich zu.

  10. Mourawetz

    das ist aber nicht Ihr Ernst. ein paar Linksradikal-Feministinnen bestimmen was im Rothaus vorgeht?

    Was ist mit Demokratie?
    Wer hat die gewählt?

  11. astuga

    @Mourawetz
    Pointiert gesagt: die Pensionisten, viele Migranten und alle Profiteure innerhalb des Systems (solange es noch läuft).

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