Das Gutmenschen-Ego-Booster-Spiel und die reale Welt

Von | 21. September 2016

(WERNER REICHEL) Bereicherung oder Niedergang: Wie man die rasante Transformation der europäischen Gesellschaften wahrnimmt, hängt neben der jeweiligen Weltanschauung vor allem vom sozialen Status und dem Umfeld des Betreffenden ab. Wer in einer noblen Wohngegend lebt, eine gehobene berufliche Position innehat, seine Kinder – so ferne er welche hat – auf eine Privatschule schickt, einen eigenen Pool hat, seine Freizeit vornehmlich in gehobener Gastronomie, 5-Sterne Hotels, Theater oder Museen verbringt, der macht völlig andere Alltagserfahrungen, als die Supermarktkassiererin im versifften Brennpunktviertel. Er kennt die „Segnungen“ der Multikulturalisierung nur aus zweiter und dritter Hand.

Für diese Gruppe bedeutet Multikulti vor allem teures Essen beim Nobel-Libanesen, nette und hochqualifizierten Arbeitskollegen aus aller Welt, lateinamerikanische Literatur, traditionelle chinesische Medizin, Jazzkonzerte und Gespräche mit Gleichgesinnten über den rassistischen autochthonen Pöbel. Kurz, die sogenannten Schutzsuchenden aus Nordafrika oder Afghanistan kennt man nur aus Funk und Fernsehen. Und dort sind sie fast immer nett, treuherzig, bedürftig, dankbar und freundlich. So macht Multikulti Spaß.

Die Multikulturalisierung ist für diese Menschen ein Prozess, den man nur aus sicherer Entfernung gefiltert und gut aufbereitet wahrnimmt. Die Erzähler und Vermittler sind Journalisten, Politiker, Künstler, Experten, Comedians, Wissenschaftler, Schauspieler und andere honorige Mitglieder unserer politisch-korrekten Gesellschaft. Also Menschen, die ebenfalls selten bis nie mit den negativen Folgen der ungesteuerten Massenzuwanderung aus dem islamischen Raum direkt konfrontiert sind.

Die Angehörigen dieser poltisch-korrekten Oberschicht versichern sich gegenseitig und ihren Untertanen in monotoner Dauerschleife, wie wichtig, bereichernd, notwendig, freud- und sinnvoll diese Völkerwanderung für „uns“ und „unsere“ Zukunft sei. Gleichzeitig versucht man die zunehmend unschönen Entwicklungen zu verdrängen, sich anzupassen, sprich zu unterwerfen, um diese politisch-korrekten Narrative nicht zu konterkarieren. Plötzlich finden Feministinnen Burkas befreiend, Burkinis sind gut gegen Hautkrebs und Schweinefleisch ohnehin ungesund. Man ist flexibel.

Die fröhlich-bunte Multikultiwelt ist für deren Priester ebenso wie für die Gläubigen ein von der Realität gut abgeschottetes Paralleluniversum. In dieser virtuellen Welt sind sie wie in einem Teenie-Computerspiel die strahlenden Helden, ihre Feinde, denen sie stets mutig entgegentreten, die degenerierten Ork-ähnlichen AfD/FPÖ-Wähler und anderes rechtes Gesocks, die schutzsuchenden Orientalen, jene Statisten, die man für diesen virtuellen Gut-gegen-Böse-Kampf braucht. Wie wenig dieses Gutmenschen-Ego-Booster-Spiel mit der realen Welt zu tun hat, wurde bereits zu Beginn der Völkerwanderung deutlich, als in den Medien fast ausschließlich weinende Kinder und zerlumpte Frauen zu sehen waren, tatsächlich aber fast ausschließlich gut genährte, unduldsame Männer im wehrfähigen Alter nach Europa strömten. Egal. Die engagierten Gamer, die Welcome-Refugee-Enthusiasten, haben zu dieser Zeit viele Moralpunkte für das nächste Level in dieser Scheinwelt gesammelt.

Die freche Multikulti-Propaganda, denen die Bürger praktisch immer und überall ausgesetzt sind, wird über Zeitungen, Rundfunk, Filme, Kleinkunstbühnen, Literatur, Theater, Schulen, Kindergärten, Unis, Kirchen und Politik verbreitet. Prominente aus all diesen Bereichen, von Campino bis Angela Merkel, von Claus Kleber bis Kardinal Woelki verkünden unverdrossen und zunehmend hysterischer die multikulturelle Frohbotschaft und hetzen gegen alle Abweichler, denen das Fegefeuer schon im neosozialistischen Diesseits droht. Sie helfen den Untertanen beim Denken, geben ihnen Orientierung. Allerdings fühlt sich nur noch in dieser hochmoralischen Scheinwelt gut aufgehoben, wer sich den Luxus leisten kann, gebührenden Abstand zur Multikulti-Realität halten zu können. Jene Menschen, die das nicht können, weil sie in öffentlichen Spitälern arbeiten, in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, in einem Brennpunktviertel wohnen oder eine Brennpunktschule besuchen, auf der sozialen Leiter unten stehen, sind gegen diese Propaganda weitgehend immunisiert. Wer sich angesichts seiner unschönen Alltagserfahrungen nicht mehr in diese Scheinwelt flüchten kann oder will, wird von deren stetig schrumpfenden Bewohnerschaft zutiefst verachtet, um sich eine unangenehme inhaltliche Auseinandersetzung zu ersparen. Wer aus dem vorgegeben Meinungsgkorridor ausbricht, wird sofort zum Geisteskranken (Phobiker, Paranoiker), Kriminellen (Hetze), Nazi, und Idioten. Auch das ist ein Grund, warum viele die politisch-korrekte Blase nicht verlassen. Wer will schon zu den politisch Aussätzigen gehören, vor allem, wenn er einen gutbezahlten Job, einen Freundeskreis, also ein angenehmes Leben zu verlieren hat.

Deshalb vertraut der gemeine Gutmensch, oft wider besseren Wissens, den Leitmedien und ihren Meinungsführern. Weil man sich seiner Sache aber nicht so wirklich sicher ist, versichern sich die Bewohner des helldeutschen(österreichischen) Biotops mehrmals pro Tag gegenseitig, dass die bunte Utopie trotz klitzekleiner Rückschläge bald Realität sein wird, man zu den Guten und Anständigen gehört.

Man klopft sich unaufhörlich auf die Schulter, erteilt sich wechselseitig die Absolution und reagiert immer gereizter auf lästige Störenfriede. Trotz intensiver Bemühungen lässt sich die Realität aber nicht vollständig fernhalten, ein gar nicht mehr so fernes Donnergrollen ist auch in den Bobo-Vierteln, den Universitäten, im subventionierten Kulturbetrieb und in den Redaktionen und TV-Studios zu hören. Die politisch-korrekte Schafherde rückt deshalb noch enger zusammen und folgt noch unbeirrter ihren Leithammeln.

Wenn man solche geistigen Herdentiere in Diskussionen mit ganz konkreten Vorfällen aus der doch nicht so schönen Multikultiwelt konfrontiert, bekommt man in der Regel zu hören, dass solche Vorfälle von „den“ Medien nur aufgebauscht würden bzw. die Neubürger von der bösen autochthonen Gesellschaft mit ihrer unterentwickelten Willkommenskultur zu solchen Taten getrieben, ja geradezu gezwungen werden.

Wer darüber berichtet, tue das, um zu Hetzen, um seine Auflage zu steigern, um die Gesellschaft zu spalten etc. Man kennt diese immer gleichen Phrasen. Das ist zwar völlig abstrus, weil alle relevanten Medien ohnehin mit allen Mitteln versuchen, das Bild von einer lieblichen Multikultiwelt aufrecht zu erhalten. Nur, was sich nicht mehr unter den Teppich kehren lässt, wie zum Beispiel die Silvesternacht von Köln, taucht auch in den Medien auf. Aber selbst dieser weichgespülte, uminterpretierte, kärgliche Realitätsrest gilt vielen noch als völlig übertrieben, überzeichnet und verzerrt. Für die Bewohner dieser kuscheligen Medienwelt gilt nur als real, was in den Medien vorkommt. Solange die eigenen Erfahrungen dieser Traumwelt nicht allzu sehr entgegenstehen, funktioniert das auch ganz gut.

Man klammert sich an geschönte Kriminalstatistiken, konstruiert aus Notwehrfällen rechte Gewalt, glaubt an inszenierte Bilder, verniedlicht den Islam, spricht gerne und oft von brennenden Asylheimen und unterschlägt dabei, dass die Brandstifter fast immer Bewohner ebendieser sind und macht Kritiker mundtot. Den nächsten logischen Schritt der totalen Realitätsverweigerung setzt nun die ARD. Das Publikumsservice ARD-aktuell schreibt an einen seiner Kunden: „Die zurückliegenden Wochen mit zahlreichen Schreckensnachrichten haben in unserer Redaktion einen Diskussionsprozess in Gang gesetzt, in dessen Verlauf wir uns einmal mehr intensiv mit unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft auseinandergesetzt haben. Wir sind dabei zu dem Schluss gekommen, uns eine gewisse freiwillige Zurückhaltung aufzuerlegen, was die Berichterstattung über Bluttaten angeht. (…) entsteht bei der Bevölkerung durch die Berichterstattung über Bluttaten ein überproportionales Gefühl der Unsicherheit und Angst. (…) Es sei Ihnen jedoch versichert, dass wir dies (…) ausschließlich aus medienethischen Gründen und aus einem Verantwortungsgefühl der Gesellschaft gegenüber tun.“ Wie gut, dass wir in einer Medienwelt leben, die von den journalistischen Gatekeepern relativ einfach gesteuert werden kann.

In dieser künstlichen Ersatzwelt finden Terror und Verbrechen nur dann statt, wenn darüber berichtet wird. Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt. So einfach ist das. Noch. Sowohl die Schattenspieler aus Politik und Medien, als auch deren Publikum sitzen in der Höhle Platons und starren gebannt auf die an die Wand projizierten Lichtspiele. Sie denken gar nicht daran, die warme Höhle zu verlassen, weil man trotz des ständigen Selbstbetruges genau weiß, was einem draußen erwartet. Man hofft inständig, dass Angela Merkel, Herbert Grönemeyer, Heribert Prantl, Anne Will und all die anderen gut bezahlten Multikulti-Scharlatane recht behalten werden. Bitte, lass es „uns“ schaffen.

Es ist wie im Kult-Film Matrix, wo sich ein abtrünniger Rebell ganz bewusst für die Traumwelt und gegen die brutale Realität entscheidet und dafür ohne Skrupel seine Kameraden verrät. Man flüchtet aus Bequemlichkeit, Angst und Opportunismus in eine infantile Traumwelt, aus der man auf den Pöbel herabsieht und sich jedes Mal freut, wenn ein „böser Rechter“ von der politisch-korrekten Meute zur Stecke gebracht und öffentlichkeitswirksam an den Medienpranger gestellt wird. Da johlen die Bewohner der Blasenwelt selbstzufrieden und vor Schadenfreude, weil man sich in seiner Haltung bestätigt fühlen darf.

Doch die Kulissen dieser potemkinschen Medienwelt wackeln angesichts der heftiger werdenden Realitätsstürme bedenklich. Dieser virtuelle Raum wird nicht mehr lang als geistiger Rückzugsort taugen. Wenn die Realität über deren Verweigerer hereinbricht, werden sie erkennen müssen, dass die Versprechungen, Apelle und Parolen ihrer Führer und Vorbilder nichts wert sind, gar nichts. Dann ist niemand mehr da, um sie in ihrer Haltung zu bestätigen oder sie vor dem Chaos zu retten, keine Angela Merkel, kein Sigmar Gabriel, kein Oliver Welke, kein Konstantin Wecker und all die anderen moralischen Instanzen und Prediger. Sie erklären bestenfalls lapidar: Ach, könnte ich doch die Zeit zurückdrehen. Geht aber leider nicht. Pech gehabt.

24 Gedanken zu „Das Gutmenschen-Ego-Booster-Spiel und die reale Welt

  1. Bolognese

    Hervorragend geschrieben und gleichzeitig deprimierend zu lesen. Um einen ehemaligen Kanzler zu zitieren: Gott schütze Österreich !

  2. Herbert Manninger

    Herr Reichel ist ein messerscharfet Analyst, jeder Satz ein Treffer.
    Dem ist dann auch nichts mehr hinzuzufügen.

  3. Herbert Manninger

    Na ja, vielleicht doch: Leider glauben noch zu viele Nicht-Angehörige der von Reichel analysierten ,,Elite”, sie würden durch ihr Wahlverhalten diesem erlauchten Kreis angehören. Nur so erklären sich für mich die Wahlergebnisse.

  4. Thomas Holzer

    Es gibt sie also auch unter den autochthonen Österreichern, die Parallelgesellschaften 😉

  5. Herr Superg'scheit

    Stimmt natürlich alles.
    Aber ich fürchte der von den Gutmenschen verachtete, jedoch im Alltag betroffene “Pöbel”, ist deshalb auch wirklicher “Pöbel” weil er sich viel zu wenig für politische Entwicklungen interessiert. Paradebeispiel war doch die Wahlwiederholung im 2. Bezirk: 27% Wahlbeteiligung, Grüne auf Platz 1. Mit anderern Worten: Der “Pöbel” überlässt freiwillig oder Mangels gedanklicher Wendigkeit den in der Minderheit befindlichen Gutmenschen die Macht.

  6. stiller Mitleser

    Das stimmt natürlich alles, leider.
    Ich werde mir noch heute einen Hijab aus Baumwolljersey kaufen.
    So einen: http://zahraa.at/epages/ncs248397248.sf/de_AT/?ViewAction=View&ObjectID=206146&PageSize=60&Page=2
    Und das kommt so:
    mein sehr betagter Hund mußte mit zunehmendem Alter auch nachts raus, manchmal mehrmals. Vorm Haus gabs bis zum Frühsommer einen lebhaften Drogenmarkt, der mir aber weniger Sorgen bereitete. Die afrikanischen Verkäufer, die so etwa alle 18 Monate ausgewechselt wurden, da sah man dann neue Gesichter, haben zwar anfangs auch mir Drogen anzubieten versucht, aber da sie mich immer wieder mit dem Hund gesehen haben, konnten sie mich dann richtig einordenen und ließen mich in Ruhe. Unangenehm waren nur die Kunden, meist schon sehr nervös und dringend auf der Suche nach einer frischen Dosis. Da besteht die Gefahr zum Opfer von Beschaffungskriminalität zu werden. Plötzlich dann verzogen sich die Verkäufer und die Kunden. Jahrelang waren sie nicht wegzubringen gewesen und plötzlich hatten sie einen neuen Standort gewählt! Wie schön, trotzdem gewöhnte ich den Hund langsam an andre Fütterungszeiten (wogegen er anfänglich heftig protestierte, denn Hunde sind ebenso wie wir Menschen Gewohnheitstiere) um nachts nicht mehr mit ihm raus zu müssen.
    Gestern abend nun, vor 21.00, ich wollte grade das volle Sackerl in den Mistkübel an der Bushaltestelle entsorgen, spürte ich jemanden ganz knapp hinter mir. Ich machte intuitiv einen Schritt seitwärts und lehnte mich mit dem Rücken ans Wartehäuschen der Bushaltestelle um den Rücken geschützt zu haben und mich besser verteidigen zu können, der (alte, blinde) Hund stellte sich vor mich und der Typ überlegte kurz und ging dann weiter, auf leisen Sohlen. Schreien hätte mir in dieser Gegend nichts genutzt, weil mir niemand geholfen hätte, auf Selbstverteidigung verlasse ich mich nicht, weil ich auch noch meinen Hund schützen muß. Nach einer Serie von Cortisoninfusionen sind meine Knochen nicht mehr so stabil, Sturz und Bruch sollte ich nicht riskieren. Da hilft also nur Verkleidung. Nie wieder in Jeans und Pulli abends Gassi, sondern ein oversized Übergangsmantel und im Winter dann ein großer, langer Parka. Dazu Kopftuch, das muß aber den Haaransatz verdecken und das geht am schnellsten mit so einem Jersey-Hijab, den frau einfach über den Kopf zieht.

  7. Dr.Fischer

    Vergessen Sie dabei nicht, daß unbegleitete Frau nachts nix verloren hat auf der Straße, und daß der liebe alte Hund “unrein” ist, und Frau niemals mit Hund unterwegs wäre.
    Also: hilft alles nichts, hat aber sowieso nix mit nix zu tun.
    Bin beim Lesen Ihres Berichtes sehr traurig geworden, kann Ihnen alles gut nachfühlen.
    Ich bin in der gleichen Situation, nur die Bedrohungsdichte ist hier noch geringer.

  8. Johannes

    Merkel hat etwas gesagt. Es war anders als sonst, leiser, weniger bestimmend, fast zerknirscht, sie sagte auch wenn sie könnte würde sie die Zeit zurückdrehen.

    Noch versucht sie sich ihr Waterloo nicht einzugestehen, noch möchte sie die Migration von 1,5 Millionen Menschen mit zum allermeisten islamischen Glauben als notwendige humane Leistung zu deklarieren, der Vorwurf den sie sich und plötzlich spricht sie wieder vom WIR also uns macht ist der, dass wir uns nicht gut genug vorbereitet hätten.

    Der Stern Redakteur in der Zib 2 sprach davon das Merkel mit Sicherheit in die Bundestagswahl 2017 als Spitzenkandidatin der CDU-CSU gehen wird, er begründete dies damit das es gar nicht gehen würde das aus dem wir schaffen das ein ihr schafft das schon werden würde.

    Wenn Merkel nicht abgehalten wird so wird der nächste deutsche Bundeskanzler auf keinen Fall von der CDU-CSU Fraktion kommen. SPD mit Linke wäre die wahrscheinlichste Konstellation und Deutschland käme vom Regen in die Traufe.

    Wenn Merkel klug ist macht sie Platz, es würde nicht nur den Deutschen helfen auch viele zukünftige Migranten würden die Situation wieder neu betrachten und abwarten und sich und ihre Kinder nicht auf die lebensgefährliche Reise zu Mutti Merkel schicken.

  9. Susi Einstsorglos

    @ Stiller Mitleser: Ich würde eher einen Tschador empfehlen, da können Sie drunter tragen was immer Sie wollen. Den Hund können Sie da auch gleich mit verstecken. Dann brauchen Sie aber auch noch eine männliche Puppe als Begleitung (wurde schon eingesetzt um Staus zu umgehen (http://derstandard.at/2613058/Puppen-als-Beifahrer-Trick-gegen-Stau-soll-bestraft-werden) ). Sar off!
    Gott sei Dank hatten Sie einen wenn auch alten und bilden Hund bei sich. Wer weiß was dem Typen sonst eingefallen wäre. Die Situation in Wien wird immer trauriger und im Grunde kann man und vor allem Frau nicht viel dagegen tun!

  10. Falke

    Werner Reichel wie gewohnt: inhaltlich top, sprachlich flop. Beispiele? “Wider bessereN WissenS”, “was eineM draußen erwartet”, “um zu Hetzen”. Ich wiederhole meine seinerzeitige Empfehlung: der Autor sollte seine Artikel vor der Veröffentlichung von einem (möglichst muttersprachlichen) Lektor durchlesen lassen.

  11. Paul H. Ertl

    Die Realität kann man ignorieren. Die Folgen dieses Ignorierens nicht. (Ayn Rand)

  12. Rennziege

    21. September 2016 – 09:54 — stiller Mitleser
    Danke für diesen launigen Aufsatz! Ich hoffe, Ihr treuer Vierbeiner erfreut sich noch eines langen Lebens. Zusätzlich zur Anschaffung eines Hijabs (die gelinkte Quelle verkauft diese Schnürfetzen zu Kampfpreisen) empfehle ich den etwas teureren Erwerb eines Beduinen-Burnus’ mit den zwei fingerdicken Rundkordeln, möglichst saudischer und somit wahhabitischer Provenienz.
    Wenn Sie additiv die Kosten für einen verfilzten, aber dennoch wallenden falschen Bart nicht scheuen — die werden natürlich mit bombenfestem Mastix-Kleber geliefert —, wird Sie kein Kulturbereicherer mehr molestieren. (Ein Freund in Toronto, wo es mittlerweile, Trudeau Jr.. sei Dank, etliche offensive Sharia-Landnahmen gibt, schwört auf dieses Rezept.)
    Ich geb’s ja zu: Ihr Hund passt leider nicht zu dieser orientalischen Maskerade. Aber wenn auch er einen Burnus und einen falschen Bart kriegt? Vielleicht geht er dann als Muslim durch. 🙂

    21. September 2016 – 12:41 — Falke
    You’re right, sir. Auch mich stimmt’s traurig, wie oft g’scheite Menschen schlampert schreiben. Vielleicht hilft dem Herrn Reichel die alte Eselsbrücke: “wider” so gebrauchen wie “gegen”, also mit dem Akkusativ. Dass manche Leut’ auch simple Verben und Adjektive groß schreiben, dürfte an der zutiefst misslungenen Rechtschreib-“Reform” liegen, die bekanntlich von der Volks- bis zur Hochschule regelrechte Blutspuren zieht.

  13. stiller Mitleser

    @ Dr.Fischer und Susi Einstsorglos

    Der Hijab besteht aus zwei Teilen, einem engen Käppchen und einer Art Schlauchkapuze, mit etwas Übung schnell aufzusetzen. Aber Sie haben natürlich Recht, der Hund paßt nicht dazu.
    Ich werde abends in Hinkunft vermeiden, daß die Körpersilhouette sichtbar ist und mich auf “Omi” stylen, vielleicht doch ein dunkles Kopftuch auf europäische Art tragen, mich möglichst unsichtbar machen.
    Es gab hier schon etliche ungute Situationen auf der Straße, denen ich – weil ich schon gelernt hab daß man hier aufpassen muß – aber immer noch ausweichen konnte, noch nie allerdings hat sich jemand so angeschlichen, das ist neu, man muß sich also auch immer wieder umsehen. Ihnen alles Gute!

  14. stiller Mitleser

    @ Rennziege
    Danke!
    ja, Scheich wär das allersicherste Kostüm!

  15. wbeier

    Der Text beschreibt treffend jene privilegierten Menschen in ihrer Blasenwelt, die sich aus der Distanz ihre selbstgefälligen Positionen schnitzen. Ist ja auch ein bissl ein Spiel und Statussymbol, wer denn nun noch trendiger, noch weltoffener und überhaupt der Beste unter den Guten ist – Troubles sind sowieso exclusiv an den Pöbel in seinen Quartieren und seiner Parallelwelt delegiert. Aber dieses mal ist es kein Spiel sondern irreversibler Ernst.
    Diese Umwälzungen haben eine Dimension vor der es schon bald keinen Rückzug, keine „gated Communities“ und keine Flucht in die schöne heile Welt mehr gibt. Mein Mitleid mit den dann Ernüchterten wird sich in Grenzen halten.

  16. Rennziege

    21. September 2016 – 14:56 — wbeier
    “Mein Mitleid mit den dann Ernüchterten wird sich in Grenzen halten.”
    Meines auch. Ich frag’ mcih oft: Die müssten doch, hätten sie die behaupteten Gehirnzellen zwischen den Ohren, um die Absurdität und Realitätsferne ihrer Gebetsmühlen wissen oder sie zumindest spüren?
    Aber nein, sie wollen das Elend, das sie anrichten, weder wissen noch spüren; ihre Phrasen breiten sich wie Mehltau über eine einst offene Gesellschaft:
    „Wenn in einem Staate kein Lärm von Konflikten vernehmbar ist, kann man sicher sein, daß es dort keine Freiheit gibt“. (Montesquieu)

  17. gms

    Johannes,

    “Merkel hat etwas gesagt. Es war anders als sonst, leiser, weniger bestimmend, fast zerknirscht, sie sagte auch wenn sie könnte würde sie die Zeit zurückdrehen.”

    In diesem Zusammenhang sprach die Raute einmal mehr und von Medien artig wiederholt einzig von den Vorgängen im September des Vorjahres, wo man auf eine ‘singuläre humanitäre Katastrophe’ organisatorisch falsch reagiert habe. In der Propaganda nennt man dies Fragmentierung und Reframing (=Neukontextualisierung).

    Das ist im Anlaßfall ebenso verlogen, wie die versuchte Legendenbildung eines Haubenkoches, er würde rückblickend bedauern, nach dem Erhitzen der Pfanne mit Öl drin und gewissenhaftem Anbraten von Zwiebel und Speck hernach beim Aufschlagen und Beigeben der Eier gekleckert zu haben. Gekocht wurde mit voller Absicht und rezeptkonform, alle Zutaten waren sorgsam zurechtgelegt, bloß das Wissen um die Unbekömmlichkeit der Speise mit oberfaulen Zutaten war vorhersagbar wie Durchfall nach einer Überdosis an Laxativa.

    Als im August erst rund 300.000 Schatzsucher in der der BRD waren, ventilierte der Innenminister für 2015 bereits 800.000 Neuankömmlinge auf Jahressicht und forderte ‘Solidarität’ von anderen EU-Staaten. Komisch, nicht wahr? Zu diesem Zeitpunkt waren die Schleusen noch nicht final geöffnet, und dennoch heucheln politmediale Volksverblöder das G’schichtl, man hätte sich bedauernswerter Weise beim Import einiger zehntausend Leute aus Ungarn überhoben.
    EU-seitig plant man seit Jahren dezitiert die Neuansiedelung von Flüchlingen, dreht Werbefilme auf Arabisch über das deutsche Asylsystem, man überschlägt sich hierzulande des Lobes über kommende Massen zweibeiniger Geschenke, zieht all das hierfür Nötige wie am Schnürchen durch und nimmt dann zwangsweise ein Jahr später Druck aus dem Kessel, indem man vorige Lügen mit neuen übertünchen möchte, zumal mitterdings schon den Naivsten der Braten stinkt.

    Überrascht und überfordert wurden allein die zuvor sorgsam willkommenskulturell weichgeklopften Bürger, niemals jedoch jene, die beruflich bedingt durch Ministerien, Beraterstäbe und Nachrichtendienste über die Zustände in der europäischen Küche und deren Nebenzimmern bestens Bescheid wußten, welche Lawine hier abgehen mußte.

  18. Wanderer

    Der Text ist großartig. Die Furcht vor dem Verlust des eigenen sozialen Status bei Widerstand gegen die Gutmenschenpolitik hält die Bequemen und Feigen bei der Stange. Denn auch die Bobos und Künstler, Medienleute und Wissenschaftler müssen die Alltagsproblemchen der islamischen Völkerwanderung mittlerweile erkannt haben. Die wahren Probleme werden auch sie treffen.

  19. mariuslupus

    Die Gutmenschen finden sich als Gutmenschen besonders gut, weil sie ihre Übernächsten lieben, und den Nächsten verachten. Wenn die Gutmenschen wirklich gut wären, würden sie auch ihre Nächsten lieben. Aber die Gutmenschen setzen sich dafür ein dass der alten Frau, die ihr ganzes Leben gearbeitet hat, ihr Einkommen, zu Gunsten der Zugewanderten, die nie gearbeitet haben und auch nie arbeiten werden, beschnitten wird.
    Stimmt nicht, werden die Gutmenschen behaupten und werden beim lügen nicht rot. Gutmenschen können nicht errötten, weil sie noch nie gerechnet haben.

  20. Antonia Feretti

    @Bolognese
    Besser: Gott schütze Europa
    Nach meiner Beobachtung gibt es die unbelehrbaren Realitätsverweigerer auch in weniger gut situierten Gruppen und gerade unter denen, die konkret in der Flüchtlingshilfe mitarbeiten. Man hilft, weil man das für sich selbst, für das eigene Überlegenheitsgefühl, manchmal auch für das Seelenheil, zu brauchen glaubt. Unangenehme Wahrheiten werden ignoriert, einfach ausgeblendet, kriminelle Übergriffe als Einzeltaten abgetan. Und überhaupt: “Was interssiert uns der Islam, ist eh jede Religion im Grunde gleich”. Und dann schlägt auch noch ein gewisser Franziskus in die gleiche, naive und zudem ungebildete Kerbe.
    Es ist wirklich eine üble Mischung aus Überheblichkeit, Anmaßung und Unwissenheit.

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