Das Komplott der Antimarktwirtschaftler

Von | 13. Juli 2020

(JOSEF STARGL)  Ludwig Erhard (1897-1977), „Denker und Politiker der Marktwirtschaft“, war davon überzeugt, „dass durch Freiheit und (Leistungs-)Wettbewerb ein Wohlstand für alle“ bewirkt werden kann.
Er förderte eine Stärkung der Freiheit, der Selbstbestimmung, der Eigenverantwortung und der Eigenleistungen. Den Wettbewerb bezeichnete er als „wohltätiges Prinzip“. Er sagte: „Der Wettbewerb ist sozial.“

Die Bürger sollten „sich des Wertes und der Würde der Freiheit bewusst werden“, das „Risiko selbst tragen“, „Initiativen ergreifen“, „sich selbst fordern“ und sich im Wettbewerb „messen und bewähren“ (lernen).

Schon Erhard kritisierte die (Zwangs-)Umverteilung, die stets „Sonderinteressen dient“ und zur „Erstarrung“ führt. Mehr Staat sei mit mehr Macht der Apparate und der Sonderinteressengruppen verbunden.

Der Wettbewerb war für Erhard ein „Entmachtungsinstrument“. Die Sozialisten und Korporatisten in allen Parteien fürchten den Wettbewerb. Machtorientierte Politiker sind marktwirtschaftliche Analphabeten mit wenig Interesse an einer Wettbewerbsordnung. Sie wissen aber, was eine „Günstlingswirtschaft“ ist.

„Herz-Jesu-Sozialisten“ kooperieren mit gesinnungstüchtigen Tugendwächtern eines „alternativen Sozialismus“, die eine Überwindung der „Reste des bürgerlichen marktwirtschaftlichen Systems“ ersehnen.

Die Feinde einer offenen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung sind davon überzeugt, dass sie als Moralisierer weder irren noch Fehler machen können und, dass die Bürger weder freiheits- noch verantwortungsfähig sind. Dementsprechend treten sie als „Hohepriester der verordneten Innovation“ auf.

Sie inszenieren „ihre (globale) Zukunft“, rufen zur „Denunziation der Irrenden“ auf und sind begeistert, wenn den Bürgern die Scheinwelt des „alternativen Sozialismus“ mehr als die Wirklichkeit und die Lüge mehr als die Wahrhaftigkeit gefällt.

Die neojakobinischen Tugendwächter ersehnen „neue Menschen“ für eine „neue Gesellschaft ohne Scheitern“. Alle sollen (global) für alle(s) verantwortlich sein. Diese „organisierte Verantwortungslosigkeit“ ist mit dem Imperativ „Lerne, auf Kosten anderer zu leben!“ verbunden.

Ungleichheit und Unterschiede sollen „ergebnisgerecht“ durch mehr Zwangsumverteilung ausgeglichen werden. Moralisieren soll an die Stelle des Rechts treten. Eine „Politik der guten Absichten“ und der Machbarkeitsglaube verbreiten sich vor allem als Folgen von Umerziehung und zunehmender paternalistischer Bevormundung.

Die Umverteilung von Verantwortung führt zur Verantwortungsentsorgung.

Die „Sozialisten in allen Parteien“ ignorieren, dass die menschliche Vernunft fehlbar ist und, dass es keine Garantien gegen totalitäre Versuchungen gibt.
Als Emotionalisierungsexperten, die nichts mehr fürchten als die „Macht der Wahrhaftigkeit“, fördern sie mit ihrer „moralischen Planwirtschaft“ die Entindividualisierung, die Selbstgleichschaltung und die Uniformierung.
Die „zivilisations- und kulturrevolutionären Neojakobiner“ freuen sich, wenn es immer mehr „bewusstseinsgebildete Kollektivisten mit krummem Rücken und mit geschlossenen Lippen“ gibt.

Die „überzeugten Antikapitalisten“ bezeichnen die Marktwirtschaft als „System der Ausbeutung“. Sie versuchen, den Staat(enverbund) zu instrumentalisieren, um die Bürger durch noch mehr Zwangsumverteilung „auszubeuten“.

Der Weg der Antimarktwirtschaftler bewirkt eine Kapitalaufzehrung, eine Fehlleitung und eine Verschwendung von Ressourcen. Die Feinde einer „offenen Wirtschaftsordnung“ verringern unseren Wohlstand.

3 Gedanken zu „Das Komplott der Antimarktwirtschaftler

  1. Susi

    Sie treffen die “Nägel” genau auf die “Köpfe”. Danke !

  2. Eugen Richter

    Genau meine Rede seit 20 Jahren, als ich begann die LE-Stiftung bescheiden zu unterstützen und die Überzeugungen von LE in meinem Umkreis stets weiter zu verbreiten. Hat es geholfen? Ich bin an manchen Tagen sehr frustriert. Ändert aber nicht meine Überzeugung.

  3. Gerhi09

    Es wird kommen, wie es kommen muss: am Ende der sozialistischen Gesellschaft stehen immer Denunziantentum, Not, Verelendung der Massen, Gewalt, Diktatur und Zusammenbruch der von ihnen regierten Volkswirtschaften. Und die Erkenntnis, dass es wieder einmal nicht der richtige Sozialismus gewesen ist. Traurig, aber leider wieder einmal nicht mehr zu verhindern.

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