Das Kuba-Syndrom – Wohlstand lässt sich nicht herbeizaubern

“……Nach jahrelangem Festhalten am revolutionären Marxismus bewegt sich Kuba – aus Not und Pragmatismus – in Richtung eines eher traditionellen autoritären Staates. Aber selbst nach dem Tod von Raúl und Fidel Castro ist es eher unwahrscheinlich, dass sich der kubanische Staat plötzlich in ein relativ freies, marktwirtschaftliches politisches System wandelt. So wie es in China der Fall war, wird die kubanische Elite Wege finden, an ihren Positionen festzuhalten, die politische Kontrolle beizubehalten und dabei einen wesentlichen Teil des von den Arbeitern produzierten Wohlstands für sich in Anspruch zu nehmen. Kuba wird die wirtschaftliche Kontrolle wahrscheinlich lockern, weil man erkannt hat, dass „eher freie“ Volkswirtschaften produktiver als „weniger freie“ sind. Aber denken Sie nicht, dass Kuba in absehbarer Zeit zu einem Land des Unternehmertums wird.

Auch wenn sich die Wirtschaft ein klein wenig liberalisiert, wird Kuba dauerhaft ärmer als die meisten seiner Nachbarländer bleiben. Und selbst wenn sich Kuba in ein karibisches Singapur verwandelt – was extrem unwahrscheinlich ist – würde das Land noch über Jahrzehnte ärmer als viele der lateinamerikanischen Nachbarn bleiben.

Der Grund dafür ist, dass Menschen – trotz allem, was uns unsere Politiker erzählen – nicht allein durch simples Wollen des Staates wohlhabender gemacht werden können. Wäre es nämlich so, dass Wohlstand von einem Staat aus dem Nichts erzeugt werden könnte, dann hätten die Regimes in Kuba und Nordkorea, von denen keines irgendeine organisierte politische Opposition hatte, ja praktisch ungehinderte Macht zur grenzenlosen „Verbesserung“ der Wirtschaft… (hier)

One comment

  1. Herr Karl jun.

    Bitte lästert nicht über Kuba! Die Staatquote beträgt dort aktuell 65% – und liegt damit nur mehr 13% über der von Österreich. Während die tattrigen kubanischen Senioren-Revolutionäre eine weitergehende Privatisierung beschlossen haben (speziell bei Handwerkern und persönlichen Dienstleistern), wollen die kukidenten österreichischen Rentner-Sozialisten noch mehr Staat – wegen pöhsen Neoliberalismus und so….Es gibt gute Chancen, dass sich die Entwicklung beider Länder einmal irgendwo in der Mitte trifft….

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