Das Land, das Diesel – und Benzinautos verbietet

Von | 17. August 2016

“Norwegen will im Kampf gegen den Klimawandel drastische Maßnahmen ergreifen. Wenn es nach der Regierung geht, sollen ab 2025 keine neuen Benzin- und Dieselfahrzeuge mehr zugelassen werden. Damit soll der den Ausstoß von klimaschädlichen Abgasen verringert werden. Das ist ein wichtiger Punkt im Nationalen Transportplan, der derzeit im Land heftig diskutiert wird. Der Transportsektor ist für ein Drittel des C02-Ausstoßes in Norwegen verantwortlich.” (hier)

13 Gedanken zu „Das Land, das Diesel – und Benzinautos verbietet

  1. Nattl

    Ich liebe diese Zeitverzögerung hier… ein Blog wie eine Tageszeitungs-Morgenausgabe. Die sind doch gestern schon zurückgerudert.

    http://futurezone.at/digital-life/norwegen-will-doch-kein-verbot-von-benzin-und-dieselautos/215.950.356
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/norwegen-doch-kein-verbot-von-benzin-und-dieselautos-ab-2025/14021422.html

    Außerdem gabs die Schlagzeile mit 2025 keine Verbrennungsmotoren bereits im März (einfache Googlesuche… gestern hat es der Boullevard wieder aufgeschnappt was wiederum bei einigen zu Schnappatmung führte). https://www.google.at/search?q=norwegen+benzin+2025&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&ei=o–zV7zJFefR8gfjopmwAw#q=norwegen+benzin+2025&tbas=0

  2. Herbert Manninger

    Öl verkaufen, aber nicht selber verbrauchen.
    Auch Drogenbosse legen Wert darauf, dass ihre Kinder nicht das Zeug, mit dem sie reich werden, rauchen…..

  3. sokrates9

    Tesla hat bisher – mit großen Verlusten- ca 200.000 Autos produziert – eine Halbtagesproduktion der deutschen Automobilindustrie! Elektroauto ist nette Chimäre!

  4. Fragolin

    @sokrates9
    Minus der Handvoll inzwischen abgefackelten Kisten…
    Geht den Norwegern ihr Küstenöl aus?!

  5. astuga

    Und, wollen die Norweger dann auch die Erdölförderung beenden? 😉

  6. Reini

    … die Sorgen der Norweger,… ein Land ohne Schulden!

  7. Rado

    Elektroautos haben durchaus einen Sinn!
    Die Frage ist dann nur mehr, woher der Strom für deren Betrieb kommt. Jedenfalls nicht “aus der Steckdose”.

  8. Falke

    @Rado
    Der Strom kommt – vielleicht weniger in Norwegen, aber weltweit noch sehr häufig – aus Kraftwerken, die mit Erdöl, Kohle oder (huch!) mit Kernenergie betrieben werden. So schließt sich wieder der Kreis.

  9. elfenzauberin

    Der größte Nachteil der akkubetriebenen E-Autos ist weniger die geringe Reichweite, sondern der lange Aufenthalt auf der Tankstelle. Neben vielen anderen Nachteilen (geringe Energiedichte der Akkus, begrenzte Anzahl an Ladezyklen, Selbstentladung bei Nichtgebrauch usw) fällt das am meisten ins Gewicht.

    Man stelle sich vor, man ist auf dem Heimweg von einer Geschäftsreise und 100 km vor seinem Wohnort ist der Akku leer. Mit einem konventionellen KFZ tankt man einfach und fährt in 5 Minuten wieder weiter. Mit einem E-Auto legt man eine erzwungene Pause in einer Umgebung ein, die man sich nicht wahrscheinlich nicht einmal ausgesucht hat.

    Eine Zukunft sehe ich nur in der Brennstoffzelle.

  10. Rado

    @elfenzauberin
    Brennstoffzelle könnte die Zukunft sein, glaube ich auch. Elektroantrieb ist nur etwas für Hubstapler auf einem Firmengelände außer man richtet Stationen mit Wechselakkus ein, wie früher die Postkutschenstationen.
    Am allerwichtigsten wirds aber sein, endlich aufzuhören, die Irren aus dem Mittelalter im arabischen Raum wegen dem Erdöl mit Geld zu überschütten.

  11. Christian Weiss

    “Der Strom kommt – vielleicht weniger in Norwegen, aber weltweit noch sehr häufig – aus Kraftwerken, die mit Erdöl, Kohle oder (huch!) mit Kernenergie betrieben werden. So schließt sich wieder der Kreis.”

    Kernenergie ist auch die einzige Alternative zu den fossilen Rohstoffen. Was uns als “erneuerbare” Energien verkauft wird, wäre bei genauer Betrachtung ein ökologisches und ökonomisches Desaster biblischen Ausmasses.
    Auf http://www.windland.ch/wordpress/?p=5207 hat ein Autor dargelegt, was eine flächendeckende Elektromobilität für Deutschland bedeuten würde. Was in Norwegen noch knapp funktioniert, weil das Land bei fast der gleichen Fläche wie Deutschland nur einen 20tel der Einwohner hat, wird in Deutschland zum Ende aller noch verbliebenen Naturräume.
    Eine Umstellung auf Elektromobilität würde einen Strombedarf von rund 340 Terawattstunden jährlich verursachen. Wenn man den beispielsweise on shore mit Windkraft decken wollte, müsste man ganz Bayern mit Windrädern zustellen und fossile Ausgleichskraftwerke oder gewaltige Pumpspeicherseen könnte man nur vermeiden, wenn man die Batterien der Autos auch als Stromlieferanten nutzen könnte, wenn der Wind nicht bläst.

  12. astuga

    @Reini
    Ich kenne die Zahlen jetzt nicht, aber das Finanzpolster der Norweger soll schon deutlich an Umfang abgenommen haben.
    Weniger wegen der Norweger, sondern für gutmenschliche und migrationsbedingte Aufwändungen.

    Aber gut, ist ja deren Geld.
    Wir selbst verschulden uns bei bereits leeren Kassen aus ähnlichen Gründen gleich für kommende Generationen.

  13. Sven Lagler

    Habe vor 3 Jahren beim Rückflug aus China einen Autoentwickler kennengelernt, der wenige Wochen zuvor den BMW I8 in den USA getestet hatte.
    Er sagte mir, dass dieses Modell in Österreich und Deutschland nicht verkauft werden soll, da die Leistung bei Kälte extrem nachlässt. -20 Grad Celsius sind bei uns möglich und dann wird es mit einem Batterieantrieb kritisch. Selbst wenn die Kunden dies zuvor wüssten, wäre der Imageschaden bei Eintritt dieses Szenarios nicht mehr reparabel. Vielleicht hat BMW diese Überlegung zwischenzeitlich geändert, mittlerweile sind doch ein paar I8 unterwegs. Jedenfalls ist es in (Nord-) Norwegen sicher sehr kalt und Batterieautos werden an die physikalischen Grenzen stoßen.

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