Das Märchen von den soliden Schulden

“… Die schwarze Null ist unter Dauerbeschuss, zumal jetzt auch die SPD höhere Staatsausgaben propagiert: Nach der Abschaffung der Zinsen sei sparsame Haushaltspolitik unsinnig. Eine gefährliche Voodoo-Ökonomie, der Deutschland nicht verfallen darf. mehr hier

4 comments

  1. Heinrich Elsigan

    Laut Statistik der Wirtschaftskammer Österreich sind die Staatsschulden von Deutschland die letzten Jahre extrem gesunken.
    Quelle:
    http://wko.at/statistik/eu/europa-verschuldung.pdf

    Trading-Economics bestätigt diese Daten:
    https://tradingeconomics.com/germany/government-debt-to-gdp

    Auch die EZB Daten bestätigen dieses Bild:
    https://sdw.ecb.europa.eu/reports.do?node=1000003885

    Details für Feinspitze gibt es hier:
    https://sdw.ecb.europa.eu/browse.do?node=bbn3885

    Alle unterschiedlichen Quellen bestätigen, dass Deutschland seine Staatsverschuldung in den letzten Jahren extrem reduzierte.
    Ob Deutschland Investitionsbedarf im Bildungs- oder Infrastrukturbereich hat, kann ich nicht beurteilen, ich habe dazu leider keine Quelle.

    Auf alle Fälle sitzt die Bundesbank immer noch auf einer beachtlichen Menge an (derzeit ungedeckten) Target Forderungen (Wer weiß schon was die Zukunft bringt)?
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/233130/umfrage/target2-salden-der-bundesbank/

  2. CE___

    Sehr guter Artikel.

    Was mich wirklich zwischenmenschlich bestürzt sind sehr viele Kommentare auf den Artikel.

    Sind die Leute wirklich solche gewissenlose vorsätzliche Ar…-Betrüger um Sätze wie “na’ die Kredite werden wir (als Nation) eh’ nie zurückzahlen müssen…” oder “wenn Schulden nichts kosten dann macht man sie einfach…” hinauszuhauen?

    Und sind die Leute wirklich solche Idioten um nicht zu gneißen dass sie selber doch selber auch Gläubiger des Staates sind, entweder über (oftmals schon Zwangs-) Zusatzpensionsvorsorgen, Pensionsansprüche, oder auch mit einer Lebensversicherung?

    Man könnt’ ja schon sagen diese Leute verdienen sich geradezu ihr kommendes Elend.

  3. sokrates9

    Das sozialistische Paradies wird bald Realität. Der Staat finanziert alles, warum soll man dann eigentlich noch arbeiten?

  4. Cora

    Die von Bernie Sanders und anderen Linken eifrig herbeigejubelte Modern Monetary Theory (MMT) passiert ja bereits. Die Theorie besagt, kurz gesagt, dass der Staat stets mehr ausgeben könne, als er einnehme – weil er das fehlende Geld einfach selbst drucken könne. Nichts Anderes passiert schon heute, nur auf Umwegen: Die Fed kauft nach einer kurzen Anstandsfrist die vom Staat ausgegeben Wertpapiere dem Primärkäufer ab, dem dazwischengeschalteten Strohmann, sonst wäre es ja Staatsfinanzierung, die verboten ist. Für alle Beteiligten ist das ein bombensicheres Geschäft mit einem zuverlässigen Gewinn, wer sollte sich dagegen wehren?

    Allerdings scheint das irgendwie nicht reibungslos zu funktionieren: am Repo-Markt, auf dem sich Banken refinanzieren, muss die Fed seit September 2019 immer wieder mit Notmaßnamen eingreifen, damit die Zinsen nicht explodieren und der Markt nicht austrocknet, sonst käme es dazu: keine Bank borgt der anderen mehr irgendwas, kommt einem das Szenario irgendwie bekannt vor?

    Wie lange die MMT noch “funktioniert”, weiß man nicht. Man sollte Bernie Sanders mit der Repo-Markt-Krise konfrontieren, wahrscheinlich kennt er den nicht einmal. Aber der Staat soll Geld drucken, na klar.

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