Das Märchen von der Unmöglichkeit, Grenzen zu schützen

Deutschlands Grenzen seien eher leicht zu schützen, argumentiert der Ökonom Hans-Werner Sinn in der “WirtschaftsWoche“, weil “Deutschland in Relation zu seiner Größe und Bevölkerung extrem kurze Grenzen hat. So entfallen auf einen Bundesbürger gerade einmal 7,4 cm an Grenzlinie. Demgegenüber entfallen auf einen Bürger in Dänemark 130 cm, in Schweden 56 cm, in Slowenien 67 cm und in Ungarn 22 cm. Wenn diese Länder ihre Grenzen schützen können, kann es Deutschland allemal.“ Macht Sinn!

27 comments

  1. Lisa

    Was soll da eine Berechnung der Grenzline per Einwohner?! Das kann doch nicht ernst gemei – nt seinoder steht da das Bild dahinter, dass jeder Deutsche seine 7 cm selbst verteidigen soll? Es kommt doch auf die geografischen Verhältnisse an: Liechtenstein zwischen Rhein und Bergen lässt sich besser schützen als etwa Wälder sich überwachen lassen.

  2. Herbert Manninger

    Ich kann nicht! Die Standardausrede der Unwilligen und Unfähigen.
    Auf unsere Flaschen, für die es nicht einmal Pfand gäbe, trifft beides zu.

  3. cmh

    @Lisa

    Nehmen Sie es als Retourkutsche für das Argument, dass die Invasoren (junge Männer) eh nur 2% (oder so) der autochthonen Bevölkerung (Säuglinge bis Greise) ausmachen.

    Oder sind Sie auch der Ansicht, dass zuviele Flüchtlinge kommen?

  4. Christian Weiss

    Hans-Werner Sinn unterschätzt eben die Umstellungsprobleme. Im östlichen Teil Deutschlands hat man 40 Jahre lang geschaut, dass keine Einheimischen rausgehen. Das ist offenbar nicht das selbe, wie darauf zu schauen, dass keine Zuwanderer reinkommen.

  5. Fragolin

    Die Argumentation ist zweifelhaft, aber auch ohne dem steht fest: Natürlich würde sich die Grenze Deutschlands, ebenso wie jene Österreichs, effektiv schützen lassen. Hat früher gefunzt und würde dieses auch heute tun. Aber, wo kein Wille ist, da ist kein Weg. “Wir können nicht” als Ausrede für “Wir wollen nicht” hat sich weit ausgebreitet und wird vom Wahlvieh widerspruchslos geschluckt.
    Eine Regierung, die erklärt, die Grenze ihres Staates nicht einmal gegen eine unbewaffnete, nur mit der Kraft der Masse agierende Invasionsarmee schützen zu können, gehört sofort des Amtes enthoben. Was machen die denn, wenn morgen der Russe mit Panzern vor der Tür steht? Oder soll er lieber zu Fuß und unbewaffnet kommen? Russen geht es wirtschaftlich in vielen Gebieten nicht besser als Irakern oder Afghanen. Also lasse mer se neikumma?
    Warum über die Bankrotterklärung einer Regierung überhaupt noch diskutiert und diese nicht laternisiert wird, ist ein Wunder der Zivilisation. Allerdings eines, das diese in den Untergang führt.

  6. Marianne

    Die Frage ist nicht ob die Grenzen zu schützen sind. Die Frage ist zu welchen Kosten. Keine Grenzkontrollen sind eine feine Sache. Der Bürger ist froh ohne lästige Staus und Wartezeiten nach zB München oder Venedig fahren zu können. Der Staat ist froh, das Geld für anderes als Grenzschutz ausgeben zu müssen. Die Idee von Schengen war ursprünglich, daß die EU Außengrenzen geschützt werden. Selbst wenn das effektiv erfolgen würde, wäre das vermutlich wesentlich billiger als wenn jedes Land wieder Grenzkontrollen einführt. Man kann wahrscheinlich davon ausgehen, daß dzt. gar nicht die finanziellen Mittel für wirksame nationale Grenzkontrollen vorhanden sind. Das was da diskutiert wird ist nicht mehr als eine Placebo-Beruhigungspille für die zunehmend beunruhigte Bevölkerung.

  7. Fragolin

    @Marianne
    Grenzsschutz kostet ein Bruchteil dessen, was jetzt in die Unterbringung, Verpflegung, Rundum-Betreuung von illegal eingereisten Schein-Asylwerbern gebuttert wird, von den “Integrationskosten” und den dadurch notwendig gewordenen Sicherheitskosten (Aufrüstung der Polizei, staatlich bezahlte Security, Sonderkommissionen…) noch ganz zu schweigen. Wir haben jedes Jahr Milliarden für die Verringerung des durch ungeschützte Grenzen entstandenen Schadens aber kein Geld für die Grenzsicherung? Also bitte. Das ist, als ob ich sage, Brandmelder wären zu teuer, wenn mir alle Jahre die halbe Bude über dem Kopf abfackelt.

  8. Thomas Holzer

    2800 Polizisten für/gegen Demonstrationen gegen den WKR-Ball, inkl. Platzverbot; sicherlich auch einige Wasserwerfer in Reserve
    “Räumung” der “Pizzeria” in der Leopoldstadt, tausende Polizisten, Wasserwerfer, gepanzerte Mannschaftstransporter
    Stuttgart 21 Demonstrationen, in Kürze aufgelöst, mit entsprechenden Kollateralschäden……..
    um nur 3 Beispiele zu nennen……..
    Aber es ist unmöglich, Grenzen zu schützen.
    Noch dazu, wo “unsere” Politikerdarsteller fast tagtäglich behaupten, daß es sich um arme, traumatisierte, Schutz suchende, friedliche “Flüchtlinge” handelt.
    Ein Schelm, wer Böses denkt

  9. Alfred Reisenberger

    Dieser Vergleich des Herrn Sinn macht, obwohl ich ihn mag, wenig Sinn! Interessant wäre wieviel Militaer jedes Land hat um die Grenzen zu schützen. Tatsache bleibt aber, wenn wir unsere Grenzen schützen wollen, dann kommt keine Maus mehr durch!! Aber wir machen ja auf Willkommenskultur. Warum hat eigentlich niemand die Ukrainer willkommen geheißen? Die sind aus unserem Kulturkreis und das Ganze hat sich Luftlinie 500km von Wien abgespielt.

  10. Falke

    Deutschland (eigentlich nur Merkel) will ja seine Grenzen gar nicht schützen! Überdies müsste es ja nur die Südgrenze (zu Österreich) “schützen”, von woanders kommen ja keine Invasoren. Dafür sorgen schon die Polen und Tschechen – die können ihre Grenzen sehr wohl schützen.

  11. Christian Peter

    Selbstverständlich lassen sich Grenzen schützen. Wenn eine Regierung die Kontrolle über das Staatsterritorium verliert, muss diese sofort ihren Rücktritt erklären. In anderen Ländern übernimmt in derartigen Fällen in der Regel das Militär das Kommando.

  12. wbeier

    Christian Peter 11:45
    >In anderen Ländern übernimmt in derartigen Fällen in der Regel das Militär das Kommando<
    Das war aber jetzt aber der Schenkelklopfer des Tages — Der Generalstab auf den Bällen in den Seitenblicken, der Doskozil von seinem burgenländischen Feldherrenhügel (pardon Weinberg) aus, oder wer?

  13. MM

    @Alfred Reisenberger:
    “Warum hat eigentlich niemand die Ukrainer willkommen geheißen? Die sind aus unserem Kulturkreis und das Ganze hat sich Luftlinie 500km von Wien abgespielt.”

    Die sind aus unserem Kulturkreis und deshalb unerwuenscht. Eine Million Ukrainer in Deutschland, die womoeglich auch noch arbeiten wollen oder gar buerglich waehlen wie die Russen in Deutschland, waere ein betraechtlicher Rueckschlag auf dem Weg in das islamisch-sozialistische Paradies.

  14. MM

    Zu der Rechnung von Sinn: Da die Laenge der Grenze mit der Wurzel der Flaeche waechst, ist klar, dass ein viermal so grosses Land nur eine doppelt so lange Grenze schuetzen muss. Wenn man den (auch finanziellen) Aufwand durch die Einwohner teilt, wird es billiger – dazu muss nicht jeder seine 7cm Grenze selbst schuetzen. Da Deutschland letztendlich nur die Grenze zu Oesterreich schuetzen muesste, waere das deutlich billiger fuer den Durchschnittsdeutschen als der Grenzschutz fuer den Durchschnittsungarn kostet.

    Selbst wenn wir die ganze Grenze mit einem Zaun schuetzen, kostet das pro Einwohner vielleicht einen Fuenfziger. Mehr als 100cm/7cm*50Euro=ca. 700 Euro wird der Meter Zaun nicht kosten, selbst auf der Zugspitze nicht.

    Ich rechne das mal auf 20.000 Euro/Jahr Versorgungskosten pro zu Unrecht Eingereistem mal 10 Jahre Versorgung, sowie 80 Millionen Einwohner um: Damit lohnt sich der Zaun, wenn er 20.000 Nichtberechtigte von der Einreise abhaelt. Das ist ungefaehr nach 2-3 Wochen, je nach Anerkennungsquote. Entsprechend kuerzer, wenn nur die Grenze zu Oesterreich geschuetzt wird.

  15. Christian Peter

    Ist doch nur dummes Gerede. Wenn nur ein einziges Land auf der Route der Illegalen die Grenzen schließt, werden es alle anderen (notgedrungen) ebenfalls machen und der Flüchtlingsstrom findet sein rasches Ende.

  16. MM

    @Christian Peter: Im Prinzip ja, aber letztendlich reicht es, wenn ein Land “weiter unten” die Grenzen schliesst. Die noerdlicheren Laender muessen dann gar nicht mehr. Nur Mazedonien wurde letzten Sommer stark unter Druck gesetzt, als sie fuer ein paar Tagen die Grenzen geschlossen hielten.

  17. Christian Peter

    @MM

    das meinte ich. Alleine das Ankündigen von Grenzschließungen eines einzigen Landes auf der Route der Illegalen würde ausreichen, um eine Kettenreaktion von Grenzschließungen auszulösen und der Flüchtlingsstrom wäre unterbrochen.

  18. Christian Peter

    @MM

    die südlichen Länder haben längst angekündigt, ihre Grenzen für illegale Einwanderer nur so lange geöffnet zu lassen, als Deutschland dies tut.

  19. astuga

    Saudi Arabien – Deutschland
    Während Europa, und im besonderen Deutschland, einen massiven Zustrom muslimischer Illegaler erlebt, errichten europäische Unternehmen mit starker deutscher Beteiligung (Airbus-EADS) in Saudi Arabien einen Grenzschutz-Zaun.
    Er soll die Araber von anderen Arabern trennen, und reicht dann von Jordanien bis Kuwait.
    gulfnews.com/news/gulf/saudi-arabia/saudi-arabia-building-hi-tech-border-fence-1.1445112

    http://i59.tinypic.com/974di1.jpg

  20. gms

    Darüber, wie es die lösungsorientierten Türl-mit-Seitenteilen-Roten und der Staatsgrenze halten wollen, lassen sie den staunenden Untertanen einmal mehr nicht im Unklaren [1]: ‘Der neue Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) will angesichts der Flüchtlingskrise auch die Verlängerung des Grundwehrdienstes prüfen lassen [..] Es gehe darum, die Durchhaltefähigkeit des Bundesheeres zu garantieren, sagte Doskozil: “Wenn das sinnvoll ist, dann werden wir das umsetzen.” Die Verkürzung des Grundwehrdienstes von acht auf sechs Monate wurde 2005 beschlossen und 2006 wirksam. Generalstabschef Othmar Commenda hatte die Verlängerung im vorigen November als Möglichkeit für den “worst case” genannt, Doskozils Vorgänger als Verteidigungsminister, Gerald Klug, hielt sie aber nicht für nötig.’

    Anno dazumals trieben Obertanen ihre Völker in Kriege und erschossen Deserteure standrechtlich. Heute betteln sie regelrecht darum, diese Praktik mit anderen Vorzeichen am eigene Leib zu erleben.

    [1] diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4912759/Fluchtlinge_Doskozil-pruft-verlaengerten-Grundwehrdienst

  21. MM

    “Witzig” in dem Zusammenhang auch, dass immer behauptet wird, man koenne nicht abschieben, da die Herkunftslaender ihre Staatsbuerger nicht mehr aufnehmen. Das heisst doch, dass diese Herkunftslaender offenbar ihre Grenzen gegen die gleichen Leute sichern koennen.

  22. Lisa

    @MM: die uns kulturell und mentalitätsmässig näherstehenden Ukrainer sind natürlich, gerade deshalb, eine Bedrohung für die Einheimischen: sie werden zur beruflichen Konkurrenz, denn die Sprache lernen sie schnell, die Schrift dito. Schlecht ausgebildete und von der Hautfarbe her schnell zuzuordnende Einwanderer sind indes sofort erkenn- und eingrenzbar: die kann man beschimpfen (von Rechts) oder bemuttern (von Links) – das ganze verlogene und heimtückische Willkommensgetue wäre mit Ukrainern nicht so leicht zu medialisieren. Ich weiss nciht, ob sich die Willkommensfronten bewusst sind, wie zynisch letztlich das ganze Spiel ist: mit Arbeitsmöglichkeit und Geldversprechungen herlocken – und dann in Massenschlägen unterbringen und bei Nichtgebrauch wieder abschieben oder, wenn sie bleiben können, das Gleiche erfahren zu lassen,w as sie auch zuhause hatten: zwar Arbeit, aber wenig Geld, hohe Lebenskosten, niedere soziale Stellung. Zudem unterscheidet auch kaum jemand, nicht mal die Politiker, ob es sich um Flüchtlinge (refugees), Asylsuchende (kaum darunter) oder einfach die von Merkel und EU hergerufenen Einwanderer sind , die gefälligst durch Kinderaufzucht die Sozialwerke finanzieren sollen. Die Rechnung geht auf keiner Setie auf…

  23. Sepp Kneip

    Manchmal frage ich mich, ob wir hier in Deutschland noch richtig ticken. Natürlich hat Herr Sinn recht. Unsere Grenzen wären zu schützen. Wenn es keinen Schutz der EU-Außengrenzen gibt, sind wir sogar verpflichtet, unsere Grenzen zu kontrollieren. Kontrollieren heißt doch nicht dicht machen. Wenn ein Land nicht mehr Herr seiner Grenzen ist, zerbröselt es. Die Staatsgrenze gehört zum Staatsgebiet. Wenn er die nicht mehr schützt, geht der Staat verloren. Es sei denn, es gibt eine weiter gezogene Grenze wie die EU-Außengrenze, wenn diese wirksam geschützt ist. Ist sie aber nicht. Also müssen wir selber ran. Wenn Herr Gabriel hier die Kosten ins Spiel bringt, müsste das seinen Job kosten, weil er seine Bürger aus Kostengründen schutzlos macht.

  24. Lisa

    @SeppKneip: Was immer man für eine Grenze aufbauen will: sie wird immer Lücken haben: überklettern, Tunnels, Grenzer überwältigen/erschiessen – wer immer illegal igendwohin kommen will, findet Möglichkeiten. Der einizige Vorteil wäre allenfalls, dass es nciht so massenhafte Übertretungen gäbe – aber nicht mal da bin ich mir ganz sicher.

  25. Christian Peter

    @Lisa

    Schwachsinn. Die südlichen Ländern haben bereits angekündigt, ihre Grenzen nur solange geöffnet zu halten solange dies Deutschland tut. Schließt Deutschland seine Grenzen, machen es alle anderen Länder und das Problem mit illegaler Zuwanderung hat sich erledigt.

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