Das Märchen von der verarmten Mittelschicht

“Thomas Piketty veröffentlicht seinen „Bericht zur weltweiten Ungleichheit 2018“. Seine Forschung ist hochrelevant für die Politik. Die Daten für Deutschland offenbaren Ergebnisse, die selbst den Starökonomen überraschen dürften….” (hier)

7 comments

  1. Lisa

    Das ganze Steuersystem mit Spitzensteuersätzen, stufenweiser Progression etc etc wäre im Zeitalter von EDV eigentlich viel gerechter und effizienter, wenn jeder Euro zählen würde statt Limiten zu setzuen, die dann bewusst und mit Hinterziehungsabsicht (“Steueroptimierung”…) unterschritten werden. Der mittelalterliche Zehnt für die Organisation, die für Infrastruktur und Verteidigung verantwortlich ist (Landesherr, Grundbesitzer, Staat…) ist auch dem Ärmsten zumutbar und gibt ihm zudem etwas Würde zurück: auch ich habe mit drei Cents zur Autobahn oder zum Militär beigetragen. Die Progression würde Euro für Euro und nicht nach Steuerklassen stattfinden. Wenn aus praktischen Gründen auf die drei Cents verzichtet wird, kann einer sie ja noch immer freiwillig zahlen… Auch bei den Abzügen könnte manches weitsichtiger gehandhabt werden: Wer Lehrlinge ausbildet oder sonstwie sozial oder finanziell zur Gemeinschaft und zum Wohle des Landes etwas beiträgt, müsste viel mehr abziehen können (Militärdienst,Polizei, Pflege- und Erziehungsberufe etc); wer ein bis zwei Kinder hat, dito. damit würde auch verhindert, den Nachwuchs als Einkommensquelle anzusehen. Dass sich dann nur noch Begüterte viele Kinder leisten können, scheint zwar ungerecht, ist indes letztlich für die Gemeinschaft tragbarer und für die Kinder zukunftsversprechender als Nachwuchs aus völlig fremden Kulturen hereinzubitten, die dann über Generationen unterstützt werden müssen.

  2. Thomas Holzer

    Die “Forschung” dieses Mannes sollte überhaupt nicht relevant für die Politik sein!

  3. Falke

    @Christian Peter
    Ja, und? Solange diese Vermögen legal, also durch Fleiß, Innovation, Risiko usw. erworben wurden, ist alles o.k. Für durch Betrug, Diebstahl, Steuerhinterziehung usw. erworbene Vermögen ist die Justiz zuständig. Ich nehme an, dass die Staistiken sich auf erstere beziehen.

  4. Der Realist

    Das ist kein Märchen, sondern wie mein persönliches Beispiel zeigt Realität, ich habe meinen Forstbetrieb meinen Söhnen übergeben, besitze jetzt praktisch nichts mehr, nur eine gemütliche Almhütte gehört mir und das Wohnrecht steht mir zu, von meiner bescheidenen Pension kann ich gerade mal leben, ich bin meiner Ansicht nach verarmt.

  5. Rennziege

    15. DEZEMBER 2017 – 16:57 — Der Realist
    Zweifellos, denke ich, haben Ihre Söhne Ihnen neben dem Wohn- auch ein Jagdrecht zugesprochen, das Ihnen eine g’schmackige Ernährung gewährt, trotz bescheidener Pension.
    P.S.: Ich meine dies überhaupt nicht scherzhaft, sondern verstehe Ihre Situation. Wenn man sich dagegen die sturmfest betonierte Altersversorgung von Politikern, Funktionären aller Art, Beamten etc. anschaut, wird einem/einer schwindlig.

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