Das Märchen von der wachsenden Ungleichheit

Von | 9. Juni 2016

“……Die zunehmende Ungleichheit avanciert zum Wahlkampfthema in Deutschland. Jetzt zeigen Ökonomen, dass die Einkommen gar nicht so ungerecht verteilt sind wie gedacht. Als Beweis präsentieren sie eine Zahl…..” (hier)

7 Gedanken zu „Das Märchen von der wachsenden Ungleichheit

  1. Falke

    Ich stoße mich immer wieder an dem Begriff “ungerechte Verteilung”. Geld, Reichtum, Einkommen usw. werden keineswegs von irgend einer höheren Macht verteilt, sondern jeder erhält das, was er sich durch seine Tätigkeit “verdient”. Wenn wir nun von Gaunern, Dieben, Steuerhinterziehern, Betrügern usw. absehen, bekommt jeder den Gegenwert seiner Arbeit. Wer fleißig, innovativ, risikofreudig usw. ist, verdient halt mehr als die anderen. Das ist keineswegs ungerecht. Der “Sozialstaat” sorgt dann ohnehin durch höhere (teils exzessive) Steuern dafür, dass “umverteilt” wird (was ich persönlich eigentlich als ungerecht empfinde; ich neide niemandem sein – legal erworbenes – Einkommen bzw. seinen Reichtum). Logischerweise bin ich auch gegen Erbschafts- und Vermögenssteuern. Ich wäre absolut für eine “flat tax”, also für einen linearen, einheitlichen Steuersatz auf alle Einkommen – mit einem gewissen Freibetrag zur Schonung niedriger Einkommen.

  2. Christian Weiss

    Wenn Ungleicheit entsteht, dann nur dank der Europäischen Zentralbank und ihrem Vodoo-Priester Mario Draghi. Die konventionellen Einlagen der Kleinsparer werden von Inflation und Nullzinsen weggefressen, während dank der Geldschwemme die Aktienkurse in neue Höhen steigen – bis dann auch diese Blase platzt und alles wieder zusammenfällt.

  3. Lisa

    DieSchweiz kennt zB keinen Mindestlohn – und wird daher dauernd kritisiert.Trotzdem sind die Lohnunterschiede nicht so ausgeprägt wei in Ländern, wo es einen Mindestlohn gibt: da fängt einer mit einem lächerlich kleinen Lohn (Ausbeutung! Ausbeutung!) irgendwo an, bewährt sich, wird von einer Konkurrenz-Firma abgeworben oder durch einen Mitarbeiter einer anderen Firma weiterempfohen – und schon wird er höher gehandelt. Kapitalismus? Warum nicht, wenn alle oder fast alle damit glücklich sind?

  4. Christian Weiss

    Gerade weil die Schweiz keine staatlich verordnete Mindestlöhne kennt, hat sie die höchsten tiefsten Löhne der Welt. Als Beispiel: Der Anfangslohn für eine Hilfskraft in der Gastronomie beträgt 17 Euro die Stunde und liegt damit doppelt so hoch wie der Mindestlohn in Deutschland (8.50 Euro), der in vielen Gastrobetrieben bezahlt wird. Ein gelernter Coiffeur (Friseur) hat Anspruch auf 18,70 Euro, während in Deutschland 8 Euro bezahlt wird.

  5. Christian Peter

    @Christian Weiss

    Sie sagen es. Dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird, ist unbestritten und alleine der Geldpolitik der EZB geschuldet. Jetzt beginnt die EZB auch noch, Unternehmen im großen Stil direkt zu finanzieren, das Risiko trägt der Steuerzahler. Aber auch die Politik ist völlig verwegen, der Mittelstand wird enteignet, Konzerne und Kapital genießen unglaubliche Privilegien.

  6. Reini

    Bei uns “verdient” man beim AMS nur um ein paar Euro weniger als wenn man einen 40h Job als Verkäuferin oder Frisörin macht! … in der Schweiz ist die Spanne viel Größer – das Arbeiten zahlt sich dort aus!!! … wir sind in der EU gefangen im System und sind noch viel zu Hoch mit den Löhnen – wir müssen uns an das Lohnniveau des EU-Durchschnittes anpassen,… aber die Bevölkerung sollte nicht jammern wenn am Monatsende nichts überbleibt,… hat sie (nicht alle) doch diese Regierung und die EU selbst gewählt!!!

  7. sokrates9

    Was macht eine Differenz von paar Euros im Stundenlohn, wenn Draghi derzeit den Mittelstand vernichtet und den Großteil unseres Wohlstandes in den Süden schaufelt? Nachdem auch außereuropäische Anleihen gekauft werden sollen, gilt selbst die EU als Endnutzniesser nicht mehr!

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