Das Merkwürdige an Schwedens Wahlgang

Von | 8. Oktober 2018

Durch das starke Abschneiden der Schwedendemokraten, einer Antieinwanderungspartei, bei den schwedischen Parlamentswahlen am 9. September sind den etablierten Parteien so viele Stimmen abhanden gekommen, dass die beiden Hauptblöcke im Parlament nun fast gleichauf liegen und beide jeweils weit von einer eigenen Regierungsmehrheit entfernt sind. weiter hier

7 Gedanken zu „Das Merkwürdige an Schwedens Wahlgang

  1. Franz Meier

    Das war zu erwarten. In Deutschland wird das in den kommenden Landtagswahlen genauso geschehen. Die Linken reden zwar von der schützenswerten Demokratie, von einer “Wertegemeinschaft”, vom Grundgesetz, von der Menschenwürde. Die Demokratie funktioniert aber nur nach ihrer Façon und nur wenn sie die Macht in den Händen halten. Die Linken haben das Monopol über die Deutungshoheit. Nur die Linken wissen was korrekt und gut ist für ihr Volk. Die Linken schrecken nicht vor Wahlbetrug zurück. Der Kollege Stalin soll gesagt haben: Nicht der Wähler entscheidet, sondern derjenige der die Stimmen auszählt. Die Existenzkrise der Demokratie bleibt bestehen und geht weiter. Die Spaltung unserer Gesellschaft ist eine Tatsache.

  2. Falke

    Dem Artikel entnehme ich, dass es in Schweden praktisch keine geheimen Wahlen gibt. Genau das hat eigentlich noch gefehlt, damit Schweden endgültig als “failed state” gelten kann. Und das ist wohl auch die Erklärung, warum die Schwedendemokraten (noch) nicht zur stärksten Partei geworden sind.

  3. Gerald Steinbach

    Warum kann bzw möchte man nicht, dass es bei Wählerstimmen zu keinen Diskussionen kommen kann, im Zeitalter der Digitalisierung müsste es leichtens sein, dies zu bewerkstelligen, besonders kleinere oder eher unerwünschte Parteien wie zB eine Afd könnten darunter leiden

  4. sokrates9

    Wann kommt eigentlich Schweden analog Ungarn und Polen vor eine EU _ Gericht?? das mit den Kollektivwahlen stört plötzlich nicht!

  5. Mourawetz

    Das ist aber jetzt nicht wahr. Da kann ja jeder sehen, wen man wählt! In Schweden, dem Vorbild der Sozis, gibt es keine geheimen Wahlen! Das ist dann aber keine Demokratie, so wie sie die EU als Wert sieht und wozu sich jedes Land, das in der EU ist, verpflichten muss. Warum gibt es dann nicht ein Artikel-7-Verfahren, wenn Grundwerte der EU dermaßen mit den Füßen getreten werden? Die Schweden haben die geheime Wahl aufgehoben und damit gegen die Grundprinzipien der EU verstoßen.

    Der massive Wahlbetrug, die Wählereinschüchterung und die sonstigen Unregelmäßigkeiten sind zwar auch nicht schön, aber die nicht geheime Wahl ist ein struktureller grober vorsätzlicher Fehler! Vorsätzlich, wenn man sich zuvor das Kärtchen der zu wählenden Partei aus einem Kasten holen muss, bevor man damit in der Wahlkabine verschwindet. Und dann noch die “Familienwahl”! Sowas gehört mit einem Artikel-7-Verfahren geahndet!

    Und gegen jene Länder, in denen es geheime Wahlen gibt, gegen Polen und Ungarn, gibt es das Artikel-7-Verfahren?

    Pfui EU, pfui!

    Und in Schweden sind schleunigst Neuwahlen anzusetzen!

  6. Johannes

    Das schwedische Wahlsystem ist interessant, unter diesem Gesichtspunkt ist das Abschneiden der Schwedendemokraten hoch einzuschätzen. Das sie nun das Zünglein an der Waage sind macht es noch einmal interessanter.
    Schweden scheint gerade zu erwachen, wenn die Schwedendemokraten es schaffen sich zu etablieren wird es bei den nächsten Wahlen schon leichter sein sie zu wählen, Dogmen und Stigmen die als Waffe gegen diese Partei verwendet wurden werden zerbröseln. Wenn man sieht das es auch nur Menschen mit einer durchaus logischen Meinung sind wird es nicht mehr so leicht sein für links-grün den Teufel an die Wand zu malen.
    Zumal die echten Probleme keine Wandmalereien sind sondern sehr reale, tagtäglich erlebbare Gewalttätigkeiten.

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