7 comments

  1. sokrates9

    Nachdem Staatssozialisten die Meinungsführerschaft in der EU haben ist dies ein logischer Schritt: Und um einen ausgeglichenen Haushalt hat sich ein echter Sozialist noch nie den Kopf zerbrochen!

  2. Selbstdenker

    Die Chinesen profitieren derzeit davon, dass sie praktisch auf sämtlichen Gebieten die Regeln der Reziprozität brechen (Beispiele: Marktzugang, Unternehmensbeteiligungen, Schutz vom geistigen Eigentum). Ich habe kein Problem damit, dass die EU Handelshemmnisse gegen China einführt, wenn diese dazu dienen Reziprozität herzustellen.

    Den Verkauf vom Industrieroboterhersteller KUKA an die Chinesen – ein meiner Meinung nach riesiger industriepolitischer Fehler – hätte man tatsächlich mit einem staatlichen Vorkaufsrecht unterbinden können. Solcherart erworbene Firmenbeteiligungen sollten aber schnellstmöglich und breit gestreut wieder veräußert werden. Und daran dürfte so ein Modell schliesslich scheitern.

    Das größte Problem sehe ich aber tatsächlich im wachsenden Einfluss von Frankreich innerhalb der EU. Dies deshalb, weil die “Grande Nation” wirtschaftspolitisch verlässlich stets das Falsche tut – Frankreich war z.B. eine treibende Kraft zur Aufnahme von China in die WTO, während die USA dagegen waren – und weil Frankreich die EU als eine Art Großfrankreich betrachtet, was sich insbesondere in den EU-Institutionen und deren politische Besetzung widerspiegelt.

    Ein No-Deal Brexit ist aber definitiv eine Stärkung jener europäischen Länder, die bislang durch die EU zum Teil sehr plump erpresst wurden. Und diejenigen, die ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ins Ausland verlagern können, haben nur circa eine Flugstunde entfernt künftig die besten Möglichkeiten sich frei von den luftabschnürenden Wirken inkompetenter EU-Bürokraten und Politiker zu entfalten.

  3. Falke

    Die Besetzung zweier entscheidender EU-Spitzenpositionen durch völlig unfähige, inkompetente und korrupte Personen, nämlich Ursula von der Leyen und Christine Lagarde (aber hauptsache “Frauen”), lässt das von Ortner vorgestellte Szenario durchaus realistisch erscheinen.

  4. Gerhi09

    Wer die Kommentare zum Artikel in der Wiener Zeitung liest muss glauben, dass es in Österreich nur mehr Kommunisten gibt. Fürchterlich, dieser volkswirtschaftliche Analphabetismus

  5. Johannes

    Es gibt ein Beispiel in dem beides zu einer Erfolgsgeschichte geführt hat: Die Gründung von Airbus.

    Freilich braucht es dazu Politiker die es heute nicht mehr gibt. Einer von damals war Franz Josef Strauß, er war einer der maßgebenden Politiker die Starthilfe gaben um dieses Projekt aus dem Nichts zu starten.

    Kein einziger der renommierten Flugzeughersteller Europas die sich in dieses Projekt eingebracht haben hätte dieses Projekt alleine gestemmt. Erst die Garantien aus der Politik haben es möglich gemacht und da war Franz Josef Strauß vorne mit dabei.

    Die große Kunst dabei ist es als Geburtshelfer zu agieren und dann die Finger davon zu lassen. Das können Politiker heute nicht mehr, auch Strauß hatte es sein Leben lang mit gehässigster Kritik zu, doch der Mann hatte eine Qualität im Nehmen die es nicht mehr gibt.

    Wahrscheinlich wäre er heute noch vor Orban, Trump und Johnson der meistgehasste Politiker, würde er noch leben und regieren.

    Zu glauben in China regiert der freie Markt ist wohl ein wenig naiv, es gibt große Benachteiligungen von ausländischen Firmen und vieles läuft auf ausspionieren, auskaufen und beherrschen hin, mit Mitteln die alles andere als fairer Wettbewerb sind.

    In China wird in vielen Bereichen gearbeitet wie es kein Liberaler, Arbeitern zumuten möchte, Arbeitsbedingungen, Löhne und Umweltstandards sind in großen Teilen katastrophal, mit solchen Methoden kann eine entwickelte Marktwirtschaft nicht konkurrieren, da sollte man niemals Äpfel mit Birnen verwechseln.

    Unsere scheinbare Kaufkraft werden wir noch teuer bezahlen, die Abwanderung von ganzen Industriezweigen führt zwar zu billigen Produkten gleichzeitig aber auch sehr oft zu Ausbeutung, zu Umweltzerstörung und zu langfristiger Verschiebung des Wohlstandes.

    Ich bin der Meinung, freier Markt mit unterschiedlichen Spielregeln ist nicht fair sondern eine Einbahnstrasse in die Unterbietung aller Standards.

  6. Selbstdenker

    @Johannes:
    Perfekt beschrieben.

    Ein paar Ergänzungen zu den letzten beiden Punkten:

    Das Unterbieten aller Standards ist nicht das primäre Ziel, sondern nur das Mittel. Das primäre Ziel der CCP ist die größtmögliche Konzentration an politischer, militärischer und wirtschaftlicher Macht.

    Einmal verlernte Fertigkeiten können in einen hochkompetitiven Umfeld mit rasanter technologischer Entwicklung nur mehr sehr schwer wiedererlernt werden. Wenn wir China weiter so gewähren lassen, diktiert sie uns in Sachen Produktion, wie uns die Saudis in Sachen Energie diktieren.

    Besonders ärgerlich ist, dass jene technologischen Innovationen, mit denen wir die Chinesen noch länger auf Distanz halten könnten, ihnen von den westlichen Konzernbossen gegen eine Hand voll leerer Versprechen verscherbelt werden.

    So wie es den Anschein hat, haben die Chinesen westliche Politiker und das Management großer börsennotierender Unternehmen in einer Form korrumpiert, wie dies früher die Sowjets mit den westlichen Intellektuellen gemacht haben.

    Sie gehen inzwischen sogar so weit, dass sie das chinesische Social Scoring System auf westliche Unternehmen ausdehnen, die (weiterhin) in China tätig sein wollen.

  7. Mourawetz

    Die Megalomanie Frankreichs keimt in den gräßlich-gigantischen Ameisenbauten auf, die z.B. die BUWOG am Stadtrand Wiens baut.

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