Das nächste Dirty Campaigning der SPÖ

(GEORG VETTER)  Eben hat sich Bundeskanzler Christian Kern für die Affäre Silberstein entschuldigt, da startet die SPÖ schon das nächste Dirty Campaigning. Im Schutze der parlamentarischen Immunität prangerte der sozialdemokratische Abgeordnete Jan Krainer letzten Mittwoch unüberprüfbare Einzelheiten aus dem Steuerakt von Stefan Pierer (KTM) öffentlich an. Vermutlich wollen die gewieften Strategen in der Löwelstraße mit dem neuen Campaigning vom alten Campaigning ablenken.

Stefan Pierer ist bekanntlich ein erfolgreicher österreichischer Unternehmer, der die Liste Kurz mit einer Spende von EUR 436.563 unterstützt. Das ist für manchen Klassenkämpfer zu viel und pulverisiert jeden Respekt vor Privatsphäre und Amtsgeheimnis.

Jemand wie Jan Krainer wird niemals so viele Arbeitsplätze schaffen wie Stefan Pierer. Er wird auch niemals so viel Steuern zahlen wie Stefan Pierer. Geschweige denn, dass er Unternehmergeist aufbringt oder zur Wertschöpfung in unserem Land etwas Bedeutendes beiträgt.

Für Leute wie Krainer brauchen Unternehmen keine Gewinne. Geld gehört in die Hände von Politikern, die am besten wissen, wie man Gutes tut. Beispielsweise in seine Hände. Unternehmen sollen erst recht keine Wahlkämpfe mitfinanzieren. Auch dafür soll möglichst nur der Staat zuständig sein.

Wenn Unternehmer mit tendenziösen Berichten aus ihrem Steuerleben für den Fall rechnen müssen, dass sie nicht im Sinn der SPÖ handeln, wird dies keine positiven Effekte auf die Wirtschaft in Österreich haben können. Da kann sich die Regierung noch so sehr bemühen. Bei einem solchen Dämionisierungsklima werden Unternehmer einen großen Bogen um Österreich machen.

Wenn es Christian Kern mit der Entschuldigung um die Affäre Silberstein ernst gemeint hat, sollte er sich augenblicklich vom Dirty Campaigning des Jan Krainer distanzieren. Es wäre wegen der Glaubwürdigkeit.

43 comments

  1. Kluftinger

    Dass der Herr Jan Krainer nicht auf den geistigen Kronleuchter der SPÖ sitzt, ist allgemein bekannt. Aber zum “anpatzen” reicht es allemal. Es ist halt so, dass die österreichischen Spätmarxisten immer noch zur Blockadeelite für das Unternehmertun gehören. ( Was gut für die Wirtschaft ist, sagen AK und ÖGB, da braucht man selbst nicht denken?).

  2. KTMTreiber

    Wenn es nach Menschen wie Krainer ginge, dann hätte ich meine KTM gestern nicht über mehrere Alpenpässe “geknüppelt”, sondern wäre vermutlich mit einem Hand- oder Esel-Karren um’s Haus gezogen …
    Pierer ist ein spitzen Manager und hat das Unternehmen KTM nicht nur saniert und Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch demselben, einen Stellenwert in der Branche eingeräumt,das dieses wahrlich verdient.

  3. Thomas Holzer

    Hoffentlich verlegt der Herr Pierer seinen Firmen nach Liechtenstein, inkl. der Arbeitsplätze!
    Der Fürst wird es ihm danken, und recht hätte der Fürst.

    Über österr. Parlamentarier breitet man besser den Mantel des Schweigens; dümmer geht es leider immer

  4. KTMTreiber

    @sokrates9:
    Bitte sprechen Sie nicht den Namen des großen Genossen H. aus. Dieser Lichtbringer, Guru, Messias, mit höchst gefestigten moralischen Werten. Der redlichste aller Redlichen, untadeligste aller Untadeligsten, größte aller Großen und fantastischste aller Fantastischen !

  5. Rado

    Der Haselsteiner, ja klar! Weil der so ein toller Typ ist, hat Silberstein unlängst für die Wiener NEOS sogar gratis gearbeitet. 🙂

  6. Thomas Holzer

    @Rado
    Daß der Herr Silberstein gratis arbeite, halte ich für mehr als nur ein Gerücht 😉

  7. Selbstdenker

    Der moralische Kompass der SPÖ:
    Eine offizielle Spende eines Unternehmers in der Höhe von EUR 436.563,- ist für die SPÖ ein “Skandal”.

    “Kein” Skandal ist für die SPÖ offenbar, wenn sie mit dem Geld der Steuerzahler (Parteienförderung!) alleine schon EUR 536.000,- an eine Dreckschleuder zur Vergiftung des politischen und gesellschaftlichen Klimas in Österreich überweist.

    Was die Dirty Campainging Affaire schonungslos offenlegt, ist die Notwendigkeit (eigentlich: die moralische Verpflichtung), dass die Parteienförderung radikal gekürzt wird.

  8. Selbstdenker

    Die SPÖ hat schon früher aggressives Dirty Campaigning gegen
    a) ihnen nicht genehme Personen,
    b) Berufsgruppen, die klassischerweise nicht die SPÖ-Wählen und
    d) andere Parteien
    betrieben.

    Zum Teil kann man von regelrechten Hass-Kampagnen sprechen mit denen die SPÖ und die von ihn beauftragten und von uns Steuerzahlern finanzierten Dreckschleudern das politische sowie gesellschaftliche Klima vergiften.

    Neu an diesem Skandal ist nicht die Vorgangsweise, sondern der Umstand, dass diese Vorgänge erstmals in dieser Klarheit an die Öffentlichkeit gelangen.

    Auch in Sachen Skandal-“Aufarbeitung” (“wir haben nichts getan”, “wir sind die Opfer”, etc.) hat sich am modus operandi der Sozis nicht geändert.

    Bereits vor der jüngsten Eskalation im SPÖ-Skandal lagen die Sozis hinter der FPÖ. Die SPÖ wurde in flagranti erwischt und es kursieren bereits Umfragen, in denen sie bei 19% steht.

    Wie reagiert die SPÖ?
    – Anschütten der anderen Parteien um von den eigenen Fehlern abzulenken
    – Aktivierung der internationalen Medien (“so denkt das Ausland über den Ösi-Skandal…”)
    – Aufbauen eines schwarz-blauen Popanz, obwohl SPÖ und FPÖ eine rot-blaue Koalition bevorzugen

    An den durch und durch destruktiven Reaktionen der SPÖ lässt sich ablesen wie tief die drinnen hängen.

    Sehr geehrter Herr Kern, treten Sie zum Wohle Österreichs zurück!

  9. Selbstdenker

    @Christian Peter:
    Worauf die Betonung auf “soll” liegt und das ganze auf einer Behauptung einer Person aufbaut, die nichts zu verlieren aber mittels wohlwollender Aussagen viel zu gewinnen hat.

    PS: SMS-Screenshots kann jeder 14-Jährige fälschen. Und wie man an der Schachtelkonstruktion der SPÖ-Wahlkampfkampagne erkennen kann, haben sich einige – wenn auch nicht alle – Gedanken darüber gemacht, wie man die Verantwortung abwälzen oder am besten ganz anonym bleiben kann, wenn die Sache auffliegt.

  10. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Aus der Nase ziehen wird sich PR – Berater Puller die Behauptungen wohl kaum. Dass es Treffen des Sprechers von Kurz mit PR – Berater Puller gab, ist unbestritten.

  11. Thomas F.

    Jan Krainer ist ein Vorzeigeroter. Er hat in seinen 49 Lebensjahren noch nie eine produktive Tätigkeit ausgeübt.
    Sein gesamtes Erwerbsleben zehrte er vom Steuergeld, das man anderen wegnimmt:
    Zivildienst Arbeiter Samariter Bund – Sozialistische Jugend – Bezirkssekretär der SPÖ – Bezirksrat – Abgeordneter zum Nationalrat
    Nach allem, was man von ihm weiß, hat er selbst nie eingezahlt in diesen Topf.

  12. Thomas Holzer

    @Thomas F.
    Doch, nach Überzeugung des Herrn Krainer hat er eingezahlt, mit seinem “Gehalt”; daß dieses natürlich durch den Steuerzahler beglichen wird, wird von ihm, seinesgleichen und seinen Wählern geflissentlich “übersehen” 🙁

  13. Selbstdenker

    @astuga:
    Die SPÖ hat sich seit damals nicht geändert, sondern ihre Aktivitäten besser verheimlicht.

    In den Achzigerjahren war die Justiz noch ein bisschen unabhängiger und bis zur – von der SPÖ initiierten Waldheim-Affaire – mischte sich auch das Ausland nicht in österreichische Wahlkämpfe ein.

    @SPÖ:
    “Danke” nochmal, dass ihr jene Dreckschleuder nach Österreich geholt habt, die das politische und gesellschaftliche Klima in den USA völlig vergiftet haben.

  14. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Was unternimmt man nicht alles, um eine Wahl zu gewinnen 😉

  15. dna1

    Faktum ist:
    1. Die Konstruktion von Hrn. Pierer ist seit 2009 verboten, Vorstandstätigkeiten sind höchstpersönlich und eine Verrechnung über GmbH’s ist nicht mehr erlaubt. Punkt, auch wenn Hr. Hübner wider besseren Wissens, da bin ich 100% überzeugt, Gegenteiliges behautet und er schadet sich und seinem Image in der Community damit enorm, weil nun jedem klar ist, dass auch er nur ein billiger Laufbursche ist.
    2. Die Tatsache, dass ein Spender eine zuerst sehr wohl gesetzlich genehmigte, aber dann ungesetzliche Konstruktion zur Steuerminimierung nutzt, hat in einem Wahlkampf überhaupt nichts verloren. Es gibt ein Gesetz, es gibt Steuerbehörden, und in einem Rechtsstaat wie Österreich entscheiden dann die Gerichte, …… nicht nach Recht und Ordnung, sondern nach Freunderlwirtschaft. Womit sich auch die angeblich unabhängigen Richter nur selber Schaden zufügen, aber denen ist es ja auch egal, solange sie ihre Kohle bekommen und in der Leiter nach oben klettern können.

    Das ist Österreich, liebe Freunde.

  16. Der Realist

    mich interessiert das alles nicht mehr, ich warte jetzt nur auf die Gesichter und das Herumgestottere von Herrn Kern und Herrn Lunacek am Abend des 15. Okt.

  17. Rennziege

    6. Oktober 2017 – 17:56 — Der Realist
    6. Oktober 2017 – 18:21 — Leitwolf

    Gibt es einen Herrn Lunacek in der österreichischen Politik? Wär’ mir neu. Ist auch blunzn.
    Ansonsten bin ich ganz bei Ihnen. Selten hat sich eine Partei so sicher gefühlt, Wähler mit Gags aus der Jauchengrube an die Urnen locken zu können (nicht ganz ungewohnt in der geliebten Heimat). Früher gab es bessere Brunnenvergifter, sagt mein alter Herr. Christian Kern aber hat sich seine Wahlkampftruppe aus Amateuren, Idioten und Ganoven gebastelt.
    Vom Sehen kenn’ ich den Herrn Kern ja seit Jahren. Ich sehe ihn immer in seinem und unserem Lieblingsrestaurant am Millstätter See, wo wir uns alljährlich eine Woche oder zwei aufhalten. Ein paar Ka-Emm entfernt liegt sein Sommer-Chalet. Noch nie habe ich ein Wort mit ihm gewexxxelt, aber am Nachbartisch hört man ungewollt allerlei mit.
    So auch in diesem Jahr, Mitte August, als “der begnadete Dirty Campaigner” Silberstein soeben verhaftet worden war. Kern speiste springlebendig mit Freunden, Ehefrau und Sohn, als sein Smartphone klingelte, er den erforderlichen Wischer tat und ein wenig erbleichte. Dann saß er minutenlang schmähstad, sprach in die Runde: “Fragt’s mi net, was los is’. Wird hart. Aber des kemma immer no’ g’winnen”, und bestellte zwei weitere Flascherln Zweigelt.
    Aber die Fröhlichkeit seines Antlitzes und seines Tonfalls wollte nicht wiederkehren. Erst Tage später, als die Affäre weitergärte, wurde uns klar, warum. Jetzt erst recht. (Wir hoffen nur, dass unsere vor einer Woche abgesandten Wahlkarten nicht von roten Garden abgefangen oder vernichtet werden.)

  18. Leitwolf

    @Rennziege

    Erinnert mich an die Zeiten, als eine gewisse Frau Dohnal keine 5 Meter von mir entfernt wohnte. Ihre kleine Stadtwohnung hatte den Nachteil einer schlecht eingepassten Türe, die so ziemlich jedes Geräusch kaum gehindert nach außen ließ. Zwischen Lift und Wohnungstür erlangte man da oft Einsichten in die SPÖ um die nie gebeten hatte.. 😉

  19. Rennziege

    6. Oktober 2017 – 19:33 — Leitwolf
    @Rennziege

    Stimmt! Manchmal Oft sind unerbetene Einsichten erhellender als alles, was öffentlich ausposaunt wird. Und sie liegen näher, als wir denken. Man muss nur die Äugerln und Ohrwascheln offenhalten, Tag & Nacht. 🙂

  20. raindancer

    seltsam je mehr ich mir das alles durchles, desto mehr merk ich, dass mich parteien überhaupt nicht interessieren

  21. Gerald M.

    “Muslimische Familie fordert Abstand von Andersgläubigen” wünsch ich mir auch. Mohammedaner sollten sich dorthin zurückziehen wo sie hergekommen sind, solange sie es noch auf eigenen Beinen können. Oder es gibt “unschöne Bilder” in den Medien …. die mich persönlich nicht wirklich stören würden.

  22. Fragolin

    Was soll man da noch sagen?
    “Ihr schließt mit einem Menschen, von dem ihr nicht wisst, was er tut, einen Vertrag, den ihr nicht mehr finden könnt, über eine Leistung, die ihr nicht beauftragt habt, und zahlt ihm dafür eine halbe Million!”
    https://frafuno.blogspot.com/2017/10/time-to-say-goodbye.html

    @Christian Peter
    Ihre Abneigung gegen die ÖVP des Dampfplauderers Kurz trifft ja generell auf offene Ohren bei mir, aber wenn Sie so naiv sind, eine Aussage gegen die ÖVP zu glauben von einem Typen, der ausschließlich dafür bezahlt wurde, dass er Aussagen gegen die ÖVP generiert, dann ist Ihnen nicht mehr zu helfen. Die Roten versuchen mit allen Mitteln und hilflos um sich schlagend Nebelgranaten zu werfen um selbst jetzt noch ihre eigenen Schweienreien den Opfern ihrer Dreckskampagnen um den Hals zu hängen.
    Man lege Beweise vor, und mit Beweisen meine ich Beweise und keine bunten Bildchen. Aber da kommt von den Roten nichts, gar nichts, überhaupt nichts. Nur Behauptungen ihrer gekauften Kampagnenführer.

  23. Christian Peter

    @Fragolin

    Naiv ist die Annahme, dieser Berater würde sich die Behauptungen aus der Nase ziehen. Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile ein Ermittlungsverfahren gegen den Berater von S. Kurz eingeleitet, schließlich geht es um strafrechtlich relevante Vorwürfe.

  24. Selbstdenker

    Glauben Sie allen Ernstes, dass Kern über EUR 500.000,- für eine international bekannte Dreckschleuder ausgibt, ohne zu wissen wofür er bezahlt?

    Fall ja, ist er als Manager ungeeignet.

    Dann werden Sie sicher auch die G’Schichtln vom SPÖ-BAWAG Skandal glauben (“Beschluss als Anwesenheitsliste”, “Daten sind bei PC-Crash verloren gegangen”, etc.)

    Am 15.10. wird Kern und das was er nach Österreich gebracht hat, abewählt werden. Lassen Sie sich rechtzeitig Ihren Lohn auszahlen, Sie haben ja doch einige Zeit als Kampf-Jubler für Kern reingesteckt.

  25. Rennziege

    Fresh news! Ein gewisser Herr Fußi (mir kein Begriff, in der Ösi-Presseszene aber wohl schon), seines Zeichens Redenschreiber und Berater Christian Kerns, versucht zu retten, was nicht mehr zu retten ist:
    http://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/5298697/Nationalratswahl_Kanzlerberater-Fussi-bot-SilbersteinUebersetzerin
    … und das war ihm 30.000 Eulen wert.
    Ich schau’ mir ja die “Kleine” nur alle paar Wochen an, um zu erfahren, was in Oberkärnten so gemächlich wie üblich abläuft — diesmal aber staune ich.

  26. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Man verzeihe mir die rüde Wortwahl, aber der “Herr” Fußi ist genauso so eine Dirne wie die “Herren” Silberstein, Puller und allzu viele andere.

    Keine Moral, von Ehre und Anstand gar nicht gewagt, zu tippen, schlicht und einfach Nutten, welche jedem Eulo-Schein nachlaufen; die verkaufen sogar für ein paar Silberlinge ihre “geliebte” Mutter

  27. Leitwolf

    @Selbstdenker

    “Glauben Sie allen Ernstes, dass Kern über EUR 500.000,- für eine international bekannte Dreckschleuder ausgibt, ohne zu wissen wofür er bezahlt?”

    Es ist gar kein Geheimnis. Aus den von der SPÖ selbst veröffentlichten Papieren geht hervor, dass man mit Silberstein “opposition research” vereinbart hat.

    “establishment and management of opposition research teams”

    https://spoe.at/offenlegung

    Was damit genau gemeint ist offenbart Wikipedia mühelos.
    “The term is frequently used to refer not just to the collection of information but also how it is utilized, as a component of negative campaigning.”

    https://en.wikipedia.org/wiki/Opposition_research

  28. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    “Glaub mir, so ein Leben willst nicht führen. Oder glaubst du, die Partei lässt dich in Ruhe, wenn du sie versenkst? Die klagen dich in Grund und Boden und zerren dich durch die Arena.”

    Das hört sich für mich aber recht klar nach einer Nötigung an.

    Claus Pandi hat mit seinen Befund recht:

    “Kommentar von Claus Pandi: Geistiges Eigentum
    Am Freitag, dem 8. September 2017 um 19.00 Uhr, wenige Stunden vor Bekanntwerden der  von Kanzler-Berater Tal Silberstein initiierten Schmutzkübel-Affäre gegen ÖVP-Chef Sebastian Kurz, hatte sich der damals noch im Amt befindliche SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler zu Wort gemeldet. In Niedermühlbichlers schriftlicher Erklärung heißt es sinngemäß, der SPÖ sind interne Daten gestohlen worden. Wie wir heute wissen, handelt es sich bei diesen Daten im Wesentlichen um die Silberstein-Papiere.

    Gestohlen kann einem nur werden, was einem gehört. Und mit der damaligen SPÖ-Mitteilung war bereits geklärt, dass es sich bei den schmutzigen Pläne für diesen schmutzigen Wahlkampf  um das geistige Eigentum der Kanzler-Partei handelt. Jede weitere Debatte über deren Ursprung ist daher müßig.

    Wie sich jetzt nun herausstellt, hat ein weiterer Handlanger von Bundeskanzler Christian Kern die Person, die man des Datendiebstahls in der SPÖ verdächtigt, außerhalb der rechtlich möglichen Schritte unter Druck zu setzen versucht. Das sagt einiges über die dahinter stehende Geisteshaltung aus.

    Was sich hier seit Wochen im österreichischen politischen Betrieb auf beklemmende Weise offenbart, ist der Überlebenskampf eines morschen Systems. Wir erleben, wie ein Apparat sich verzweifelt gegen den selbst und im Alleingang verschuldeten Untergang wehrt. Und was wir sehen, ist nicht schön.”

  29. Rennziege

    7. Oktober 2017 – 17:27 — Thomas Holzer
    @Rennziege
    Mir lagen diese Invektive für Fußi et mult. al. ebenfalls auf der Zunge, hab’ mich aber nicht getraut. “Damen werden immer rarer unter den Frauen”, sagt mein alter Herr. “Und Damen hüten sich vor dem Wortschatz der Gosse, sei er auch noch so angebracht.”
    Wie nennen wir also diese zu hohen Tarifen, bei stümperhafter Gegenleistung, käuflichen Lustknaben und Bordsteinschwalben? Egal, die sind und bleiben verhurt und leben so prächtig davon wie Hetären im Altertum, allerdings ohne deren Kultur, Format und Bildung. — Die klassischen Hetären und Konkubinen hatten aber noch Kunden weit über dem Niveau heutigen unterbelichteten Freier. Letztere wollen eine schnelle Nummer unter der Tuchent, darauf hoffend, dass weder der dem Steuerzahler umgehängte Hurenlohn noch die politische Schweinerei ans Tageslicht dringt.

    Gottlob geht diese infame Rechnung nimmer auf, zumindest zur Zeit nicht.

  30. Gerald Steinbach

    Rennziege
    Der nächste Einzelfall in der SPÖ der eigenständig agiert hat, natürlich haben alle anderen in der SPÖ nichts gewusst und damit nichts damit zu tun
    Ab wie viel Einzelfälle(bäume) fängt eigentlich bei den roten der Wald an?
    Fußi hat sich auch ein zweites Standbein., neben seiner Beraterfunktion aufgebaut, als Kabarettist, passt eigentlich zu den ganzen desolaten politischen System inÖsterreich

  31. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Ihr geschätztes Wort in Gottes Ohr 😉
    Ich neige selten zu derlei brachialer Schreibweise, aber diesmal erschien sogar mir diese als notwendig,
    Und ich bin überzeugt, daß keine Partei ohne Schuld, ohne Fehlverhalten ist; diesmal trifft es halt die Sozialisten, der Rest wird folgen, keine Sorge.
    So man nicht persönlich haftet, ist das Böse leider nur allzu nahe

  32. Selbstdenker

    Die SPÖ und ihre “Berater” wurden nun mehrfach (!) auf frischer Tat ertappt.

    Kern hätte zu jeder Zeit die Möglichkeit gehabt, die Notbremse zu ziehen. Er entschied aber “haltet den Dieb!” zu schreien und das Tempo der Skandalspirale sogar noch zu erhören um die Untaten der eigenen Partei anderen umzuhängen.

    Dieses “Spiel” hat einen gravierenden Nachteil: man muss permanent den Einsatz verdoppeln, damit – sagen wir mal – der Narrativ nicht wie ein Kartenhaus in sich zusammenbricht.

    Dieser Tage kriegt man einen Eindruck davon, wie weit die SPÖ zu gehen bereit ist, um ihre Macht nicht zu verlieren.

    Eine Person, die sich auf das Verdoppelungssystem einlässt, würde ich nie an eine Machtposition ranlassen. Das endet nämlich immer in einem Riesenskandal.

  33. Rennziege

    7. Oktober 2017 – 18:18 — Thomas Holzer
    ebenso @Gerald Steinbach, @Selbstdenker
    Diese brachiale Schreibweise ist durchaus angebracht. Ich teile sie, bedaure nur, vorhin “Hurenlohn” anstatt “Schandlohn” geschrieben zu haben. Wogegen sogar mein alter Herr, stets auf Contenance pochend, nixxx einzwenden hätte.
    Dass derlei mafiöse, untergriffige Aktionen in Kakanien nix Neues sind, wissen wir alle. Aber in solchem Umfang, in solcher Unverschämtheit, mit solcher anschließender Chuzpe vorgetragen, die Täter als Opfer herbeilügend — das hatten wir meines Wissens noch nie. Einzig gut daran ist, dass dieses Bad in der Jauchengrube einen Gestank erzeugte, der sogar den ORF und die staatlich alimentierte Presse zum Naserümpfen bewegte.

  34. Johannes

    Die Ereignisse schlagen Purzelbaum Krainer war gestern Fussi ist heute und das Niveau sinkt und sinkt, nach meiner Meinung.
    Die SPÖ wird von Kabarettitsten zur Lachnummer gemacht, das alles ungewollt aber unfähig sich dagegen zu wehren.
    Die SPÖ wird gerade von möchtegern Adabeis zerrissen und ist unfähig die nötige Distanz zu Selbstdarstellern herzustellen.
    Ehrlich gesagt bei Aussprüchen wie little less conversation, little more action, bei Pizza Auslieferung und bei House of Cards Wahlvideo habe ich Zweifel bekommen ob der Betreiber dieser Marketingaktionen das Format hat das notwendig wäre. Es ist nur ein Gefühl aber ich kann keine politische Schwerkraft entdecken. Oft erinnere ich mich an den Ausspruch des Wiener Bürgermeister als er von einem wunderschönen Schmetterling sprach der aus den Tagungen des SPÖ Gremiums zur Nachfolger Bestimmung von Faymann schlüpfen wird.

  35. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Jedenfalls ist das Dirty Campaigning der SPÖ ein weit geringeres Übel als die Vorwürfe gegen die ÖVP, dabei geht es nämlich um strafrechtlich relevantes Verhalten, die Staatsanwaltschaft hat in dieser Angelegenheit mittlerweile ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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