Das Paradoxon der Völkerwanderung

Von | 5. Oktober 2017

“Das scheinbare Paradoxon: Jeder Wirtschaftsaufschwung in den ärmsten Ländern löst zuerst einmal Migrationsbewegungen in die reichen aus, weil bei steigendem Wohlstand mehr Menschen die ökonomischen Kosten der Migration aufbringen können. Denn es sind nie die Ärmsten, die migrieren, sondern die relativ Wohlhabenderen der ärmsten Länder. Bei gleichbleibender Kluft ist die Größe der Diasporagemeinde im Aufnahmeland der bestimmende Faktor, da die sozialen und wirtschaftlichen Kosten der Migration mit der Größe der Auslandsgemeinde sinken….” (weiter hier)

33 Gedanken zu „Das Paradoxon der Völkerwanderung

  1. raindancer

    also nein, das kann man nicht bestätigen ..es sind keine Goldstückchen und auch keine reichen Goldstückchen gekommen…eher Analphabeten, Drogendealer, fanatische Fundies und halbstarke Glücksritter (vorwiegend männlich)

  2. Reini

    “Teil 2 beschreibt, warum die Flüchtlingsströme seit 2015 voraussichtlich nur erste Vorboten einer kommenden Völkerwanderung waren.” …

  3. astuga

    An sich ist die Darstellung nicht falsch, aber Collier reduziert seine Ausführung bewusst auf Szenarien und Aspekte die ihm wichtig scheinen.
    Und zwangsläufig sind dann auch manche Schlussfolgerungen Unsinn (legaler Status für Illegale), oder hätten vielleicht vor 20 Jahren noch halbwegs Sinn gemacht.

    Korea und Japan etwa leben und wirtschaften auch ohne jegliche Migration erfolgreich.
    Auch Öst., Schweden, Schweiz oder Dt. sind nicht erst durch Migration wirtschaftlich erfolgreich geworden, die Zuwanderung war Folge, aber nicht Ursache des Wohlstandes.
    Insofern ist bereits das Diktum, es bräuchte zumindest eine qualitative Zuwanderung falsch.
    Es wird wohl auch nicht schaden, aber ob man sie tatsächlich zwingend benötigt?

    Wir sollten uns als Grundlage jeder Migrationspolitik in erster Linie um die Abwanderung heimischer qualifizierter Personen Sorgen machen.
    Denn kann man das verhindern, wird man, wie durch magische Hand, auch automatisch für qualifizierte Ausländer attraktiv.
    Im Moment brauchen wir ohnehin gar keine Zuwanderung, denn Länder wie Deutschland oder Österreich sind eigentlich überbevölkert.
    In relativen Zahlen sogar mehr als manche Herkunftsländer der Migranten.
    https://www.laenderdaten.info/bevoelkerungsdichte.php

    Und im übrigen hat Migration auch auf die Herkunftsländer keineswegs die erhofften Wirkungen.
    youtube . com/watch?v=LPjzfGChGlE

  4. Der Realist

    Ist ja nur logisch, betragen die “Reisekosten”, gemessen an den Durchschnittslöhnen in diesen Ländern, ein Vielfaches eines Jahreseinkommens.

  5. Christian Peter

    Das ist nicht paradox, sondern völlig logisch. Worauf Paul Collier vor allem hinweist : Illegale Einwanderer müssen abgewiesen werden, nur durch legale und gesteuerte Einwanderung können sowohl die Aufnahmeländer als auch die Herkunftsländer von Migration profitieren.

  6. Reini

    Afrika,… die unendliche Aufzuchtstation für Europa, dies ist das Grundübel, jetzt und in der Zukunft.
    Es ist und wird Unmenschlich dieses “unlösbare Problem” zu beheben, … und es wird sich auf natürliche Weise lösen, dies ist grausame Weg!
    Wenn ein Raucher Lungenkrebs hat wird ihm die Medizin nichts helfen wenn er weiterraucht!

  7. raindancer

    oh oh das böse wort rauchen
    ich schaff es nicht aufzuhören…seufz

  8. Falke

    Collier zählt hier nur logische Tatsachen auf, ja sogar echte Gemeinplätze; allerdings übersteigen auch diese offenbar den geistigen Horizont unserer Regierungen und stehen der links-grünen Scheuklappen-Ideologie sowieso entgegen.

  9. G.

    @astuga
    Japan beschäftigt seit Jahrzehnten Gastarbeiter aus Brasilien. In der Industrie sind ganze Abteilungen nur mit Brasilianern besetzt, die Arbeiten dort praktisch 2 Schichten in Folge, leben wie Sklaven in einer Arbeitersiedlung, werden mit Bussen hin und hergefahren, kaufen in abgeschirmten Geschäften ein und verlassen das Lager praktisch nie, außer zur Arbeit. Für brasilianische Verhältnisse haben sie nach den 3 Jahren des befristeten Arbeitsvertrages ein kleines Vermögen um sich zu Hause eine kleine Existenz aufzubauen. Dies habe ich persönlich bereits 1996 vor Ort erlebt.

  10. Christian Peter

    @astuga

    Sie sollten Bücher von Paul Collier lesen, bevor Sie Aussagen umdeuten oder missinterpretieren, und sich dann ein Urteil bilden, nichts von dem, was Sie sagen, trifft auf Aussagen von Collier zu. Er macht lediglich darauf aufmerksam, dass von Migration nur Aufnahmeländer profitieren, die – im Unterschied zu Ländern wie Österreich – eine gesteuerte Einwanderungspolitik auf legaler Basis verfolgen, wie z.B. Australien oder die USA.

  11. raindancer

    @astuga
    interessant…die schwindeln die Ausländer sozusagen einfach nach Europa ..grauenhaft
    wenns pro Nacht nur 10 sind ..sinds imJahr trotzdem über 3000

  12. astuga

    @G
    Wobei die meisten davon, wenn auch nicht alle, Brasilianer japanischer Abstammung sind.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Brazilians_in_Japan
    hurights.or . jp/archives/focus/section2/2009/12/life-as-dekkasseguis-the-brazilian-community-in-Japan . html

    Und natürlich bewegt sich das ganze in Japan in anderen Größenordnungen als die Migranten-Communities in westlichen Ländern.
    Man könnte ja auch die arab. Golfstaaten anführen, wo ohne Ausländer gar nichts laufen würde.
    Aber selbst dort geben die einheimischen Araber auch als Minderheit niemals die Kontrolle über ihre Gesellschaft auf, oder über die Bedingungen für (immer nur temporäre) Arbeitserlaubnis.

  13. G.

    @astuga
    Die Brasilianer von denen ich spreche sind in keiner Community erfasst und auch nicht japanischstämmig. Das sind Gastarbeiter ohne Rechte. Ist in Japan so üblich um Kosten zu senken und Schwankungen ausgleichen.

  14. astuga

    @Christian Peter
    Ich bewerte Colliers Aussagen nach dem verlinkten Artikel.
    Wenn ich von jedem über den irgendwo Texte und Kommentare publiziert werden auch noch alle Bücher lesen müsse, hätte ich viel zu tun.
    Und nochmal zusammengefasst, aus meiner Sicht ist alles was er sagt für den heutigen Status quo bereits irrelevant.
    Wir brauchen vor allem keine weitere Zuwanderung mehr, weder quantitativ noch qualitativ.
    Insofern ist sein Ansatz bereits falsch.
    Ebenso wie seine Forderung zwischen Asyl und Migration zu trennen Unfug ist, denn so vernünftig sich das anhört, es entspricht schon längst nicht mehr der Realität – und ich behaupte, das ist politisch auch so gewollt.

    Was jetzt ausschließlich notwendig wäre, ist einerseits die Abschiebung krimineller, radikaler und illegaler Personen.
    Und andererseits zu verhindern, dass weiterhin qualifizierte Einheimische das Land dauerhaft verlassen (ich halte auch wenig davon, andere EU-Länder zu schwächen indem dortige Leistungsträger oder die Jugend zu uns abwandert).
    In 10-20 Jahren kann man dann nochmals diskutieren, ob und welche Zuwanderung wir von außerhalb Europas wirklich benötigen.
    Im Zweifel ist mir dann ein schlecht ausgebildeter Moldawier aber auch noch lieber als ein schlecht ausgebildeter Nordafrikaner.

    Auch halte ich es für unsinnig, Länder wie Österreich mit Kanada oder Australien zu vergleichen.
    Wo im übrigen, trotz anderen Bedingungen, Muslime ebenfalls Probleme verursachen (Terroranschläge, Massengebete auf öffentlichen Straßen, Unterwanderung öffentlicher Schulen durch Radikale etc.).
    Collier führt eine Debatte vom Elfenbeinturm herunter, und das auch noch um Jahrzehnte zu spät.

  15. astuga

    @G
    Sie sprechen also von der Fraktion einer Teilmenge innerhalb einer größeren Menge von Migranten.
    Konkret den nichtasiatischen Brasilianern innerhalb aller Migranten in Japan.

    Ich zweifle ihre Aussagen nicht an.
    Ich sehe bloß nicht, in wie weit sie für die Diskussion relevant, oder für die durch Migration verursachten Probleme in Europa hilfreich sind.
    Japan macht es anders, und bisher scheinbar auch besser.

  16. raindancer

    jetzt mal ein lustiges Anekdötchen : ich hab vor ein paar Jahren neue Passbilder gemacht, das war noch vor der Migrationskrise.
    Es war Sommer. Am Bild sah man Spagetthiträger und den Hals.
    Der Angestellte meinte, das passt nicht, damit dürfen sie in die arabischen Staaten nicht einreisen.
    Ich meinte: das bleibt, in islamische Staaten reise ich sowieso nie ein 🙂

  17. raindancer

    Ergänzung: laut den neuen europäischen Statuten muss ein Passbild die Ohren frei haben.
    Das Bild wurde so beschnitten, dass ich plötzlich eine Kurzhaarfrisur hatte, damit man die Ohren sieht und den Hals sieht man sowieso nicht 🙂

  18. raindancer

    man hätte sich den zinober sparen können und genauso gut fotos von der letzten sylvesterparty nehmen oder ein bild von katherine hepburn, es darf sowieso alles über die grenze

  19. Johannes

    Alles was Collier aufzählt ist logisch und klar, so muß Politik orientiert sein und so müssen die Leitlinien festgelegt sein.
    Aber da gibt es einen Gegenpol und der ist mächtig und duldet keine solchen Überlegungen.
    Dieser Gegenpol sind die mächtigen NGO, sie sind nach meiner Meinung jene Gruppe von Menschen die als Minderheit die Mehrheit und die Politik vor sich hertreiben, sie sind meist international tätig und von einer solchen kompromisslosen Überzeugtheit das jedes Abweichen von ihren Vorgaben und Forderungen ein Regelwerk von verschiedensten Druckmitteln in Gang setzt dem zu widerstehen es fast unmöglich ist.
    Wenn man so wie ich diese Tätigkeiten sehr aufmerksam verfolgt kann man feststellen das bestimmte Länder von bestimmten NGO gar nicht bis sehr wenig angegriffen werden.
    Die reichen Ölstaaten beispielsweise bleiben von NGO Verfolgung auffallend verschont, könnte es mit Finanzierungsfragen zusammenhängen? Ich weiß es nicht es fällt halt auf.
    Die Offenlegung der Finanzierung von NGO auf den Cent genau ist ein Gebot der Stunde, nur dann kann der Vorwurf des Lobbyismus entkräftet werden.
    Nur aus Spendengeldern werden sie sich wohl nicht finanzieren können, also woher kommt das Geld?

  20. Christian Peter

    @astuga

    Kann es sein, dass unter ihrem Pseudonym verschiedene Personen schreiben ? Von Ihnen kommen neuerdings mitunter ziemlich wirre Beiträge, das ist man von Ihnen sonst nicht gewöhnt.

    Ich fürchte, Sie interpretieren in den Text nicht richtig. Es ist keine Rede von einer Forderung nach Migration, sondern bloß der Hinweis, dass Migration kontrolliert und auf legaler Basis erfolgen sollte, statt jedem illegal Eingereisten eine neue Heimat zu bieten, wie aktuell in Ländern wie Deutschland oder Österreich üblich.

  21. raindancer

    @Christian Peter
    die EU redet auch von kontrolliert und was kontrolliert bei denen heisst und was schutzbedürftig ..wissen wir ja
    Die EU will auch eine zentrale Asylbehörde, ein zentrales EU Arbeitsamt, Zentrale EU Pensionsversicherung (weil zukünftig wird man ja EU weit “pendeln”) usw
    Sie erkennen die Tendenz?
    Was Österreich da noch zu bestimmen hat …ich fürchte NULL. Vor allem das Wort Asylstop oder Obergrenze können wir uns sonstwohin schieben….

  22. raindancer

    also jetzt bin ich aber richtig böse ….
    in servus tv talk am hangar , laden die echt eine komplett linke Frau ein die behauptet die Sicherheit der Frauen sei volkommen ok
    ich zuck aus …
    die sollen wenigstens zwei Frauen einladen von beiden Lagern
    find ich echt voll daneben
    und muss das mit dem Satz von Antje Sievers abschliessen:

    Sexuelle Gewalt an Silvester habe es nie gegeben, sei irrelevant und marginal, das größte Problem sei sexuelle Gewalt in der indigenen Familie, hieß es da kaltschnäuzig. Es kann nun mal nicht sein, was nicht sein darf.
    Dafür geht man auch als Feministin über die Leiber geschändeter Frauen.

  23. raindancer

    na ich weiss nicht..talk im hangar läuft schief ….oder ich bin zu rechts 🙂
    Strache zb meint er wollte auch Flüchtlinge für gemeinnützige Arbeiten.
    Ich will zb keine Flüchtlinge für Pflege oder Krankenhäuser und auch nicht in Schulen.

  24. astuga

    @Christian Peter
    Lustig, den gleichen Eindruck habe ich mitunter bei ein, zwei anderen hier. 😉
    Aber lassen wir das…

    Der Punkt ist nämlich auch, Herr Collier und das was er von sich gibt ist völlig unbedeutend.
    Völlig egal, ob richtig oder falsch.
    Etwas zu sagen haben hingegen (leider) Leute wie:
    The EU should do its best to undermine the homogeneity of its member states, the UN’s special representative for migration has said…
    http://www.bbc.com/news/uk-politics-18519395

    Oder auch: EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos fordert aktuell ein Ende der Grenzkontrollen innerhalb des Schengenraumes.
    2015, während der sog. Flüchtlingskrise, forderte er die weitere Ansiedlung von mindestens 70 Millionen Migranten innerhalb von 20 Jahren in der EU.
    Die UNO wiederum forciert seit Jahren ihr Resettlement-Programm als Alternative und
    Ergänzung zum Asylrecht.
    Wie auch als Lösung des mutmaßlich bedrohlichen demographischen Wandels in Europa…
    uno-fluechtlingshilfe . de/fluechtlinge/zukunft/resettlement . html

    Gott, ich freue mich schon richtig darauf, wenn die – bereits existierende – Mittelmeer Union jetzt endlich so richtig mit Leben erfüllt wird.
    de.wikipedia . org/wiki/Union_f%C3%BCr_den_Mittelmeerraum

    Ok, ein bisschen Bevölkerungsaustausch muss als kleines Opfer von Europa gebracht werden.
    Aber die auf den Nationalstaat und ihre westliche Kultur begründeten Identitäten der Europäer stören ja ohnehin bloß beim großen Friedenswerk…

  25. raindancer

    @astuga
    von wiki
    Als politisches Ziel wurde in der Abschlusserklärung die Schaffung eines Nahen Ostens frei von Massenvernichtungswaffen formuliert. Die Mitgliedstaaten bekannten sich zur „Stärkung der Demokratie und des politischen Pluralismus“ und lehnten sowohl jede Form von Terrorismus als auch Versuche, eine Religion oder Kultur mit Terrorismus in Verbindung zu bringen, ab.[45

    HAHA

  26. raindancer

    der türke im talk in hangar ist auch suspekt ..redet dauernd von der PKK und dass die AKP eh kein Problem ist
    hier die PKK Frauen
    einer der besten Antworten auf die Frage eines Journalisten war :wo sie die Gefangenen des IS hintun….
    ein verständnisloser Blick, Kopfschütteln ..dann nur : keine Gefangenen 🙂
    http://www.taz.de/!5051389/

  27. raindancer

    also ich bin ich und nur ich, zwischendurch hab ich mir überlegt mich in orianafallaci umzutaufen aber raindancer ist auch nett

  28. raindancer

    so genug gefaselt für heute
    good night and good luck 🙂

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