“Das Primat der Gesundheit ist falsch”

Von | 10. Januar 2021

“…Es ist ein Gebot der vorausschauenden Vernunft, dass wir trotz den Gefahren der Corona-Pandemie nicht länger die Gesundheit, sondern baldmöglichst wieder die Freiheit zur Priorität in der Politik machen. NZZ, hier

5 Gedanken zu „“Das Primat der Gesundheit ist falsch”

  1. Cora

    Ich habe mich auch gefragt, warum eigentlich Lockdowns, warum nicht gefährdete Personen gezielt schützen. Genau dieses Phänomen, das Generalisierende trifft man oft an, etwa bei der Mutter die beiden Kindern die Schuld am Streit gibt und bestraft. Oder das Kürzen aller Budgets ohne Ansicht des Sparpotentials. Das Gießkannenprinzip macht es einfacher, man bedarf keiner vorausgehenden Diagnose, keiner Schwachstellenanalyse und keinem gezielten Maßnahmenkatalog, um etwa Alten- und Pflegeheime gezielt zu schützen, was ja erst Ende des vergangen Jahres gemacht wurde. Auf eine Antwort aus dem Gesundheitsministerium, warum erst so spät erfolgt, warten wir noch immer. Stattdessen mussten alle in den Lockdown, alle Masken tragen, die ganze Gastronomie zusperren, auch die die sich akribisch an die Einschränkungen gehalten haben. Das ist nicht nur unfair, sondern auch teuer. Aber bequem.
    Das Gießkanneprinzip ist die Maßnahme des Schwachen, der zur Fehleranalyse, DIagnose und individueller Therapie unfähig ist.

  2. Kluftinger

    In der derzeitigen Diskussion um das Coronavirus ist ein Aspekt in den Hintergrund getreten: die Überlastung des Gesundheit- bzw. Spitalwesens. Derzeit gibt Greti und Pleti Stellungnahmen ab um das Coronavirus zu “besiegen”.
    Andere Todesursachen werden nicht mehr publik gemacht und die Welt kennt auch keine Grippekranken mehr?
    Die Zählweise der “Coronatoten” ist suspekt weil aufgrund fehlender klarer Kriterien nicht eindeutig zuzuordnen.
    ( die Unterscheidung “wegen” oder “mit” Coronainfektion wird weggewischt, weil störend in der Argumentation.)
    Wenn dann Statistiker die Politik bestimmen wird die Sache abenteuerlich (nichts gegen die Wissenschafter, aber sie sind nicht die Personen die politische Verantwortung tragen sollten).
    Das besorgniserregende Moment ist die beinahe kritiklose Hinnahme der Einschränkung von Freiheitsrechten.
    Die Bemerkung des Herrn Kurz, dass man da keine “juristischen Spitzfindigkeiten ” gebrauchen könne, grenzt an Arroganz der besonderen Art.
    Wenn einschränkende Maßnahmen notwendig sind sollten sie auch getroffen werden. Aber in Verantwortung einer umfassenden Situationsanalyse und unter Berücksichtigung von schwerwiegenden Nebenwirkungen!

  3. Johannes

    Neben den Todesfällen wird eine Folge einer überstandenen Lungenentzündung, ausgelöst durch Covid 19, zur Zeit noch nicht ausreichend beachtet. Die Langzeitbeeinträchtigungen durch einen chronischen Lungenschaden.
    Wahrscheinlich wird das der Grund sein warum ich mich impfen lassen werde.
    Habe zu viele Menschen jeden Alters gesehen welche Monate nach auskurierter Infektion keine Stiegen mehr steigen können.

  4. Falke

    Meiner Meinung nach ist heir die Frage falsch gestellt: Gesundheit sollte schon an vorderster Stelle stehen, allerdings eben die “Gesundheit” an sich, und nicht ausschließlich eine einzige Krankheit, unter Außerachtlassung aller anderen, zumindest genauso gefährlichen und häufigen Leiden (Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen usw.), so wie das seit fast einem Jahr von der Regierung gehandhabt wird. Ihr einziges Ziel ist die Senkung der Sterblichkeit an (und sogar mit) Corona, alle anderen Sterblichkeitsraten sind ihr offenbar egal, ebenso die durch die “Corona-Maßnahmen” zusätzlich erzeugten (meist psychischen) Krankheiten sowie die erhöhlten Sterblichkeisraten der erwähnten anderen Krankheiten wegen mangelnder Behandlungsmöglichkeiten.

  5. sokrates9

    Was mich wundert ist dass noch immer Dilettantismus in Reinkultur vorherrscht. Man versucht in keinster Weise einen “verträglichen” lockdown zu machen sondern sperrt hirnlos und radikal halt alles zu. Ein Statistiker mit Hausverstand würde mal die Todesfälle analysieren und clustern und daraus dann eine Strategie entwickeln. Über 40% der Toten kommen von Altersheimen, ein Großteil der Intensivbetten ist mit Migranten belegt, Durchschnittsalter 75-Mit welchen Maßnahmen kann man diese Cluster effizient schützen? Wo sind weitere große Potentiale? Dann Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen: Wie hoch ist Wahrscheinlichkeit sich im Möbelhandel,in der Modebranche, beim Hallentennis, in Blumenmärkten, Baumax, , beim Silvesterraketenschießen, beim Punschtrinken – mit und ohne Alkohol – zu infizieren? Wie hoch im Kino, Theater, Fußballveranstaltungen , Fitnesstudios usw .Auf diese Art wäre wahrscheinlich die Infektionsrate noch niedriger, doch die Wirtschaft, Kultur und die Kollateralschäden wären viel verträglicher. Für solche Vorgangsweise reicht anscheinend der Verstand unserer Politiker nicht.

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