Das Problem der Liberalen

Von | 11. Juni 2015

Der Liberalismus […] wurzelt im geistigen Mutterboden des Rationalismus. Da der Liberale sich fortgesetzt im Bereich kühler Vernunft bewegt, so liegt für ihn die Gefahr nahe, auch bei seinen Gegnern Vernunftgründe als wesentliche Motive vorauszusetzen. Er ist daher geneigt, die Möglichkeit, politische Meinungsverschiedenheiten durch rationale Diskussion zu verringern, zu überschätzen, seinen Gegnern ausschliesslich oder überwiegend geistige Irrtümer zuzuschreiben und die Bedeutung von Beweggründen, die nicht streng rational sind, zu unterschätzen (Wilhelm Roepke)

5 Gedanken zu „Das Problem der Liberalen

  1. der Riese Ullala

    Dass der Liberalismus hierzulande keine Chance hat, dafür sorgt in erster Linie eine politisch korrekt weichgespülte linksorientierte Presselandschaft, die den Begriff “Liberalismus” bzw. “Neoliberalismus” von wenigen Ausnahmen abgesehen durchwegs abwertend verwendet. “Neoliberal” ist zum Kampfbegriff der Etatisten verkommen. Wer neoliberal ist, ist in deren Augen ein herzloser Raubtierkapitalist, der gefälligst noch mehr Steuern zahlen soll, damit noch mehr pumperlgsunde 50-jährige in Frühpension gehen dürfen, damit eine noch stärker aufgeblähte staatliche Verwaltung finanziert werden kann, damit noch mehr Fördergelder unter Günstlingen verteilt werden kann usw.

    Es gibt also handfeste Interessen dafür, den Neoliberalismus zu diskreditieren.

  2. cmh

    Man kann das auch anders formulieren:

    Um einer linxen Ideologie anzuhängen wie es die Kader der SPÖ tun, muss man schon sowas von mega bescheuert sein.

  3. Zaungast

    @cmh

    So bescheuert ist das nicht, wenn man davon profitiert.

  4. Herbert Manninger

    @cmh:
    Um einen Dieter Bohlen-Sager leicht abzuwandeln:
    ,,Mach einem Sozialisten klar, dass er bekloppt ist…..”

  5. Fragolin

    @cmh
    Nein, ich würde diesen Fehler niemals begehen, die Sozen für bescheuert zu halten. Einige ihrer ihnen freudig kläffend nachlaufenden Pudel schon, aber nicht die Marionettenspieler selbst. Die sind intelligent und wissen genau auf der Klaviatur des Neides, der Empörung und der Lüge ihre Rattenfängermelodie zu spielen.
    Nein, bescheuert ist es zu glauben, man selbst wäre klüger und die Vernunft würde siegen.
    Jeder Verkäufer weiß, dass er kein Produkt über die Qualität und den Kundennutzen verkaufen kann, aber über Sympathie und das richtige Ansprechen des Bauchgefühls kann er den Kunden jeden Dreck andrehen. Jeder Unternehmer begreift irgendwann, dass seine Kunden nicht sein Produkt, sondern das gute Gefühl, das es vermittelt, kaufen.
    Wie kann man mit diesem Wissen ernsthaft glauben, in der Politik, bei der Kundengewinnung “Wählerkauf”, plötzlich mit vernünftigen Argumenten besser zu punkten als mit Polemik und dem Ansprechen des Bauchgefühls?
    Die Masse der Kunden wird nie das gesündeste Essen kaufen sondern immer das, was ihnen am Besten schmeckt oder ihnen das Zugehörigkeitsgefühl zu einer “coolen” Gruppe vermittelt. Und deshalb wird die Masse der Wähler niemals einer Partei zuhören, die rational argumentiert, sondern nur denen, die Vorteile versprechen oder wo man seine Wut abarbeiten kann.
    Es gibt Wutbürger und Protestwähler. Von Vernunftwählern und Denkbürgern hab ich auf der politischen Kasperlbühne noch nie gehört.

    P.S.
    In diesem Zusammenhang übrigens putzig, wie das TS ökonomische Vernunft einfordert, wo Magna doch von der ökonomischen Unvernunft des Endkunden lebt. Würden die Leute das sparsamste und billigste Beförderungsmittel kaufen, das den reinen Zweck erfüllt, wäre diese Firma pleite.
    Unser ganzes System ist auf der Unvernunft der Konsumenten aufgebaut, auf Wohlfühlen und Luxus – wie kann man da glauben, Politik würde – oder besser, fordern, Politik müsse anders funktionieren?

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