Das schmutzige Geheimnis der Energiewende

“……Die Förderung von Photovoltaik in Deutschland sei so sinnvoll wie der Anbau von Ananas in Alaska, sagt Siemens-Chef Kaeser….” (FAZ)

11 comments

  1. Thomas Holzer

    Jede staatliche Förderung sollte abgeschafft werden, nicht nur die der Photovoltaik

  2. Stefan Schranz

    … ob die Förderung von PT sinnvoll ist, sei dahingestellt. Innovationen, die das eigene Geschäftsmodell stören könnten herunterzuargumementieren, könnte jedoch dazu führen, dass Siemens vielleicht auch mal ein bisschen Nokia, Kodak oder Chrysler wird.
    Einige CEOs von DE beteuern ja auch (immer noch), dass Elektroautos nicht funktionieren. Ein Tipp für deren Dienstwägen: die getönten Scheiben im Fond aufhellen, damit man sieht, wer die fetten Benzinschleudern überholt. Man muss sie sehen, hören kann man sie ja nicht. Wacht auf, DE darf nicht in der Verliebtheit alter Technologien versumpfen. Schönes WE wünsch ich aus Tirol.

  3. Thomas Holzer

    Tesla würde auch anders dastehen, würde es nicht von der US-Regierung gesponsert, also gefördert werden.

  4. Christian Weiss

    Die Förderung und die Einspeisevergütung für Photovoltaik- und Windstrom hapert an einem ziemlich fetten ökonomischen Problem, darum ist sie völliger Quatsch: Nach dem deutschen EEG werden diese beiden Stromproduktionsformen bevorzugt ins Netz eingespeist und kriegen überdies einen garantierten Preis. Das ist gerade darum ein ziemlicher Irrwitz, weil beide Produktionsmethoden zufällig und nicht regelbar produzieren. Man kann das etwa damit vergleichen, dass ausgerechnet jenes Logistikunternehmen die besten Preise bezahlt kriegte, das die Ware nie zur richtigen Zeit in der richtigen Menge an den richtigen Ort liefert.

    Im Stromversorgungssystem führt das zu grotesken Verzerrungen: Wind- und Solarstrom funktioniert faktisch nur im Zusammenspiel mit einem Speicher- und Regelsystem. Heute beim aktuellen Technologiestand einzige sinnvolle Methode: Pumpspeicherwasserkraftwerk. Ohne dieses geht es gar nicht.
    Nur: Durch die Einspeisevergütung und die garantierte Abnahme sind die Wind- und Solarstromproduzenten von der Verantwortung für die Netzstabilität faktisch entbunden. Ihr Strom geht an eine Strombörse. Wird er dort gebraucht, gibt es ein paar Cent pro kWh. Braucht es ihn dort nicht, wird er auch schon mal verschenkt oder sogar der Abnehmer für die Abnahme bezahlt. Den Produzenten interessiert es nicht, da er über das Erneuerbare Energien Gesetz die Differenz zwischen Marktpreis und Garantiepreis beim Staat abholen kann. Für den private Endkunden führt das dazu, dass er trotz insgesamt fallender Marktpreise höhere Endpreise bezahlen muss, weil die EEG-Abgabe immer mehr ansteigt. Für jene Produzenten, welche über Band- und Regelstrom die Netzstabilität sicherstellen, entstehen auch Kostenprobleme. Die durch hochsubventionierten Strom verursachten niedrigeren Marktpreise lassen die Gewinne auf Bandstrom wie ihn z.B. die Kernenergie liefert wegbrechen. Trotz geringer Gestehungskosten können auf diese Weise Kernkraftwerke unrentabel werden. Doch auch im Bereich der letztlich systemrelevantesten “Stromart”, der Regelenergie, sind die Preise durch den zeitweiligen Überschuss durch Zufallsenergie gefallen, weshalb auch Pumpspeicherkraftwerke mit Rentabilitätsproblemen kämpfen. In der Schweiz hat das beispielsweise dazu geführt, dass gewisse Projekte aufgegeben wurden, und dass obwohl diese Pumpspeicherkraftwerke für das Funktionieren eines Systems mit Solar- und Windkraftanlagen unentbehrlich wären.
    Der Subventions- und Planwirtschaftswahnsinn führt also dazu, dass ein Teil des Systems, der eigentlich für das Funktionieren einer sicheren Stromversorgung relevantere Teil, gar nicht in ausreichender Kapazität realisiert wird.
    Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und mit Blick auf die Netzstabilität dürfte es für Solar- und Windstrom keine Einspeisevergütung geben, sondern im Gegenteil eine Belastung, weil diese Zufallsproduzenten zu Bedarf an Ausgleichskapazität führen.

    Die ganze Subventionierung von Zufallsstrom ist ein planwirtschaftlicher Schildbürgerstreich wie er im Buche steht. Aber letztlich ist auch klar, warum die Subventionierung betrieben wird: Würde man die gesamten Systemkosten richtig berechnen – also berücksichtigen, dass jedes Wind- und Solarkraftwerk ein Ausgleichskraftwerk als Back-Up braucht – würde in ganz Europa kein einziges Wind- oder Solarkraftwerk stehen.

  5. MaKu

    UNFUG BLEIBT UNFUG !
    die ganze Ökostromgeschichte ist eine wirtschftliche Katastrophe – entsprungen den Hirnen der rotgrünen und verwirklicht von willfährigen ‘Bolitigern’ …..

  6. Rennziege

    24. April 2015 – 12:25 Christian Weiss
    Sehr geehrter Herr Weiss,
    ich habe Ähnliches bereits vor Jahren hier gepostet; es ist die traurige Wahrheit der sogenannten Energiewende. Leider haben wir nur “normale” und physikalisch unleugbare Argumente, die an Ideologen abprallen, die die beiden Hauptsätze der Thermodynamik nie gelernt oder bewusst vergessen haben. Was können wir erwarten von Liedermacher-Roadies (Claudia Roth), Steineschmeißern (Joschka Fischer), Taxlern (Werner Faymann), einer FDJ-geprägten Pseudo-Physikerin (Angela Merkel), mühsam auf Grün umgefärbten Altkommunisten (Jürgen Trittin, Winfried Kretschmann, Ba-Wü) und unzähligen anderen Halbgebildeten, die uns diese Abstrusität eingebrockt haben? Und die privat darin investiert haben, um Subventionen abzugreifen, die selbst beschlossen haben?
    Kommunistische Planwirtschaft, in der EU salonfähig geworden, dient seit jeher nur den Bonzen. Der Rest darf zahlen — oder zum Arbeitsamt gehen, weil diese menschenverachtende Politik seinen Job entweder in die Emigration gezwungen oder gleich ganz gekillt hat.
    Herzliche Grüße!

  7. FDominicus

    Subventionen töten, nicht schlagartig sondern wie ein schleichendes Gift. Erst merkt man es gar nicht, dann wird es immer schwieriger etwas zu machen, dann geht man langsam daran ein.

  8. sokrates

    Ein Musterbeispiel wie sehr Planwirtschaft ein System zerstört! Wo wird die Energiewende am intensivsten betrieben? Natürlich in der BRSD1 Klar Merkl hat auch Marxismus- Leninismus studiert!

  9. H.Trickler

    Wenn man für Energie aus Wind- und Photovoltaik eine kleine Anschubsubventioniertung geleistet hätte, wären vergleichbare Vorteile mit sehr viel geringeren Kosten möglich gewesen.

    Dass die sog. Energiewende dann aber vor lauter Angst, die AKW’s seien doch nicht so sicher, auf die schmutzigen fossilen Energieträger zurückgegriffen hat, lässt nur noch staunen.

    In der Schweiz, wo alles (manchmal zum Glück) viel länger braucht, kann man diese Dummheiten sozusagen in letzter Minute noch korrigieren. Die Grünen sind grün vor Ärger, dass die Volksmeinung nun doch zu Gunsten eines weiteren AKWs umzuschlagen scheint.

  10. Fragolin

    @H.Trickler
    Besonders putzig an der Wiederentdeckung der Kohlekraftwerke ist die gern verschwiegene Tatsache, dass ein Kohle-KW im Vollbetrieb oft mehr radioaktive Strahlung absondert als ein (naturgemäß bestens abgeschirmtes) AKW im Vollbetrieb (nachweislich auch Leukämie- und Kehlkopfkrebserkrankungen in KKW-Nähe häufiger auftreten als in AKW-Nähe) und der relativ hohe Urangehalt in Kohleasche z.B. dazu führt, dass in den USA solche Ascheberge inzwischen zur Urangewinnung wieder abgebaggert werden. Vom sonst bei jedem Lercherlschas ach so wichtigen CO2-Abdruck mal ganz zu schweigen…

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