Das schmutzige Geheimnis um Afrikas Armut

Von | 5. März 2016

“….Während einige Wenige richtig reich geworden sind, muss die Mehrheit der Menschen in Afrika ständig gegen Chaos oder Korruption ankämpfen. In London erfreuen sich Luxusimmobilien unter reichen Afrikanern aus Nigeria, Ghana, Gabun, Kamerun, dem Senegal und der Demokratischen Republik Kongo in den Traditionsbezirken Westminster, Kensington und Chelsea besonders großer Beliebtheit. So wurde laut dem Immobilienmakler Engel & Völkers im Herbst 2014 eine Penthouse-Wohnung am Hyde Park für etwa 162 Millionen Euro an einen ungenannten Afrikaner vermittelt……” (weiter hier)

12 Gedanken zu „Das schmutzige Geheimnis um Afrikas Armut

  1. Rennziege

    5. März 2016 – 12:10 Fragolin
    Es ist ein Geheimnis, weil die Medien hierzulande beharrlich darüber schweigen; und weil die Verteiler der generösen Enwicklungshilfe sich nicht mehr mit selbstloser Mildtätigkeit schmücken könnten, wenn bekannt würde, dass zahllose Milliarden in den Taschen afrikanischer Bonzen versickern, denen ihre Bevölkerung am fetten Allerwertesten vorbeigeht.
    Deswegen ist ein erfahrener Afrika-Insider wie Volker Seitz wertvoll — obgleich die Hoffnung gering ist, dass Entwicklungshilfe-Ministerien und Parlamentarier der Spenderländer sein Fachwissen zur Kenntnis nehmen. Ganz zu schweigen von der EU-Nomenklatura, deren teurer Altruismus astreine Heuchelei ist.

  2. Fragolin

    @Rennziege
    Wohl wahr, aber ein Geheimnis wird versteckt, dieser Sumpf aber liegt offen. Die meisten interessiert er nur nicht. Wer noch immer an die Medien als verlässliche Informationsbringer glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.
    Aber es ist mit der Information wie mit allem anderen auch: die meisten glauben, der allmächtige Papa Staat und seine Hofberichterstatter werden schon weise und gut filtern.
    Schafe wollen in Ruhe grasen und nicht erschreckt werden.
    Und was unsere Politschranzen angeht, da ist tefloneske Beratungsresistenz an der Tagesordnung. Nur der Berater ist ein guter Berater, der das sagt, was ihro Majestäten zu hören wünschen.
    Nix neues seit Rasputin. 😉

  3. astuga

    Na gut.
    Auch die russischen Oligarchen, Ölscheichs und die chinesische Nomenklatura stopfen sich ihre Taschen voll.
    Dennoch kommt ein gewisser Teil auch der Bevölkerung zu Gute, und in der Regel fühlen sich diese Personen auch ihrer Heimat verbunden.
    Dieser Aspekt scheint in Afrika beinahe komplett zu fehlen.

  4. Fragolin

    @astuga
    Die Wahrnehmung des Einzelnen durch den Einzelnen, also das Verhältnis zum Mitmenschen, ist in verschiedenen Kulturen von einer solchen Unterschiedlichkeit, dass es (wie wir gerade erleben) bis zur totalen Inkompatibilität von Kulturen reichen kann. Wenn es dann noch um den Stellenwert von Frauen und/oder Kindern geht, sieht es noch ärger aus.
    Man versucht diese Fakten natürlich durch ohrenbetäubendes “Rassismus!”-Geplärre zu übertönen, aber es ist nun einmal wie es ist: man ändert das Wetter nicht durch Singen und Tanzen.

  5. Rennziege

    5. März 2016 – 14:21 astuga
    “Dieser Aspekt scheint in Afrika beinahe komplett zu fehlen.”
    Natürlich. Dort kann man ja immer noch die Schuld auf längst (seit mindestens 80 Jahren) gewichene Kolonialherren schieben, darin wider alle Vernunft unterstützt von Gutmenschen, Sozen und NGOs aller Herren Länder. Dabei haben die “pöhsen Fremdherrscher” allerdings einen schweren Fehler gemacht:
    “Sie sind leider zu früh gegangen.” (V.S. Naipaul, indisch-karibischer Linteraturpreisträger 2001)

  6. Rennziege

    Nachtrag: Literatur-Nobelpreisträger 2001.

  7. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Derlei Aussagen gibt es auch von “einfachen” Afrikanern; mir ist ein ähnlicher Ausspruch eines Bürgers des ehemaligen Deutsch-Ostafrika in Erinnerung

  8. astuga

    @Rennziege
    Ja, dieses Argument ist ja aus Bequemlichkeit naheliegend. 😉
    Man könnte es natürlich auch auf den gescheiterten Sozialismus schieben (von Eritrea über Somalia bis zu Simbabwe), würde aber auch zu kurz greifen.
    Weil man das genannte Phänomen oder Verhalten auch dort sieht, wo die Kolonialzeit nur wenige Jahre gedauert hat oder sich bloß auf wenige Orte beschränkt hat.

    Der eigentliche Grund liegt wohl in der Struktur der afrikanischen Gesellschaften die selbst heute noch oftmals von ethnischer Zugehörigkeit, Clanstrukturen und Großfamilien geprägt sind.
    Und vorwiegend dort findet dann Identitätsbildung statt und man fühlt sich solidarisch.

    Das ist übrigens einer der Vorteile der von Linken verdammten Nationalstaaten (nicht zu verwechseln mit Nationalismus, der sich ja auch bei linken Diktaturen findet).
    Erst hier wurde eine echte demokratische Gemeinschaft mit Anspruch auf Rechtssicherheit und Wohlstand für alle etabliert.

  9. Rennziege

    5. März 2016 – 17:21 astuga
    “Erst hier wurde eine echte demokratische Gemeinschaft mit Anspruch auf Rechtssicherheit und Wohlstand für alle etabliert.”
    Ist so, unbestreitbar. Aber dieses Etablissement (nicht derogativ gemeint) gerät vor unser aller Augen arg ins Wanken, nicht nur durch die Segnungen der EU, sondern auch durch die Altersdemenz der Nationalstaaten selbst; denn die haben sowohl ihre Wurzeln als auch ihre Geschichte vergessen.

  10. mariuslupus

    Der eigentliche Grund für die Verelendung der Massen in Afrika und den Reichtum der despotischen Eliten, ist die sogenannte Entwicklungshilfe. Die Tyrannen werden durch die Entwicklungshilfe alimentiert, gefüttert und mussten nie Verantwortung für ihre Missetaten übernehmen. Auf dieser Ebene besteht aber sehr wohl eine Gemeinsamkeit und Solidarität zwischen den sogenannten politischen Eliten in der EU und den Autokraten in Afrika. Beide Gruppen haben wesentliche Gemeinsamkeiten – kein Mitglied dieser Gruppen hat irgendwann, oder irgendwie, gearbeitet, keiner/keine übernimmt Verantwortung für das angerichtete Unheil und gemeinsam ist die Liebe zum gefüllten Futtertrog. Beiden Gruppen ist auch gemeinsam dass sie durch einen negativen Auswahlprozess an die Macht gekommen sind, an die sie sich klammern, nach dem Motto: Après nous le deluge.

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