Das schwere Erbe der Angela M.

Von | 28. September 2021

„…. Noch hoffen die Politiker, dass die guten Zeiten nach Corona zurückkehren, damit die Reformen angepackt werden können – oder um es Kanzlerin Merkel gleichzutun und in einer vordergründig guten Lage weitere Wohltaten zu verteilen. Letzteres ist wahrscheinlicher, wie der Wahlkampf gezeigt hat.

Realistisch ist die Rückkehr zu guten Zeiten nicht. Die Industrie sucht die Zukunft im Ausland. So sank der Anteil der Industrie an der hiesigen Wertschöpfung von 2016 von 23 auf 21,5 Prozent 2019. Angesichts der immer schlechteren Rahmenbedingungen – Bürokratie, Steuern, Energiekosten, Infrastruktur – keine Überraschung. Der demografische Wandel setzt in diesem Jahrzehnt mit voller Wucht ein und trifft uns doppelt: Weniger Erwerbstätige bedeuten weniger Wachstum und mehr Rentner bedeuten explodierende Kosten. Die Produktivitätszuwächse, die einzige Hoffnung trotz rückläufiger Erwerbsbevölkerung den Wohlstand zu erhalten, stagnieren. Die Klimapolitik, gerne als Basis für ein neues Wirtschaftswunder verkauft, dürfte in diesem Umfeld die Preise treiben und wichtige Investitionen erschweren oder verhindern. Je schneller die neue Regierung erkennt, dass die Zeiten der Verteilung von Wohlstand vorbei sind, desto besser für uns alle. Leider steht zu befürchten, dass es erst noch schlimmer wird. mehr hier

3 Gedanken zu „Das schwere Erbe der Angela M.

  1. Johannes

    Da Merkel in den letzten Jahren ihre große Aufgabe in der internationalen Politik sah, ist der Garten Deutschland von ihr vernachlässigt worden. Hier hat sie sich damit begnügt dem Mainstream jene Knochen hinzuwerfen die er verlangte.
    Da war kein echtes Engagement mehr zu erkennen, welche zeigen würden das die schwerwiegenden von ihr angekündigten Veränderungen ihre volle Kraft als Bundeskanzlerin erhalten würden. Sie hat aber auch niemanden an ihren Seiten geduldet der sich darum eigenständig hätte kümmern können.
    Alles war immer Chefsache.

    Der Ausspruch “ Wir schaffen das“ ist in Wirklichkeit das Eingeständnis von „wir haben uns da in etwas hineingeritten aber irgendwie werden wir schon wieder herauskommen.“

    Das „Irgendwie“ von dem keiner genau weiß was es bedeuten soll schwebt heute über des gesamte politische Deutschland.
    Merkel ist in tiefes Gelände gefahren, nun steckt der Karren bis zur Achse fest und die einen fordern ein weiter so während die anderen einen Spurwechsel fordern.
    Alle sitzen am Wagen wollen nicht absteigen und schinden die Pferde, sprich Wirtschaft, zu Tode.

    Wenn dann die Pferde ruiniert sind werden die Leute absteigen und mit Muskelkraft alle gemeinsam am Wagen zu ziehen versuchen.
    Das nennt sich dann Kommunismus.

  2. sokrates9

    Die Goldstücke ausgestatt mit großen Leistungswillen werden Deutschland sicher noch länger nach unten ziehen. Dazu die Weltrettung des Klimas was ja ein Nullsummenspiel ist und nichts kostet. Das was durch C02 Belastung teurer wird, geht nicht in das Budget sondern wird gleich dem Bürger wieder zurückbezahlt „Klimabonus“.
    Wie die Milliarden bezahlt werden die die Investitionsumstellung auf Windräder, Elektro, Infrastrutur kostet, da sehe ich nirgends Ansätze.Ist wahrscheinlich in der“ neuen Ökonomie“ kein Thema.Wasserstoff ist schließlich auch gratis da er aus überschüssigem Strom – wenn der Winfd kräftig bläst – gewonnen wird.

  3. Mourawetz

    Merkel hat nur das gemacht was der Mainstream von ihr verlangte, was Medien von ihr erwarteten. Trotzdem nennt sie niemand populistisch, das sind immer nur die anderen.

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