Das steht im Abkommen zwischen USA und N-Korea

“Ein Foto des unterzeichneten Dokuments zeigt, worauf sich Kim Jong-un und Donald Trump geeinigt haben….” (hier)

5 comments

  1. Rupert Wenger

    Zur Frage nach der Bedeutung dieses Dokuments muss man auf die strategische Ebene gehen:
    Fakt ist, dass Nordkorea Atomwaffen und Trägermittel für den strategischen Einsatz entwickelt hat.
    Fakt ist, dass Die Führung Nordkoreas unter dem besonderen Schutz Chinas steht, womit unter der Voraussetzung der Stabilität des chinesischen politischen Systems und seiner Streitkräfte Nordkorea keine konventionellen Angriffe von außen zur Destabilisierung seiner Regierung zu fürchten braucht.
    Zur Erhaltung der Macht des Regimes eignen sich der Einsatz von A-Waffen kaum, wenn man sie im Falle eines Putsches gegen das eigene Volk einsetzt, hat man zwar Macht, aber kein Volk.
    Eine Erpressung durch A-Waffen von außen zur Durchsetzung des Regimewechsels kann ebenfalls durch China wirkungsvoll begegnet werden.
    Für eine defensive Zielsetzung wie zum Beispiel der der Abwehr einer atomaren Erpressung oder eines konventionellen Angriffs sind A-Waffen also nicht notwendig, solange der chinesische Schutzschirm hält.
    Bleibt also nur eine Offensive Strategie der eigenen Fähigkeit zur Erpressung anderer Staaten. Dazu musste Nordkorea in den Augen der Welt die Fähigkeit zum interkontinentalen Einsatz strategischer Massenvernichtungswaffen erreichen. Dieser Zustand ist noch nicht erreicht, weil die westliche Welt die Anerkennung einfach verweigert und Nordkorea bisher nicht in der Praxis nachweisen konnte, dass es vorhandene A-Waffen und vorhandene Trägermittel zusammenzuführen in der Lage ist. Ziel der USA ist es, Nordkorea nicht zur atomaren Bedrohung der mit den USA verbündeten Staaten werden zu lassen.
    Offensichtlich wirken die Sanktionen gegen Nordkorea doch so stark, dass ein einfaches Zuwarten bis die Welt den Besitz von A-Waffen und geeigneten Trägermitteln anerkennen muss, keine Option mehr ist, also war man in Nordkorea wohl gezwungen, eine politische Lösung anzustreben. Das Land legte seinerseits bereits vor Monaten einen Plan zur Denuklearisierung der Zone vor, der allerdings den Abzug amerikanischer A-Waffen von Ostasien bis weit hinein in den Pazifik hinein vorsah, was die USA angesichts ihrer Bündnisverpflichtungen in Ostasien ablehnen mussten. Im jetzigen Vertrag stehen also noch keine Details über die Art der Denuklearisierung, das Scheitern des Vertrags bleibt eine Möglichkeit.
    Fakt ist es aber, dass es bei den angehenden Verhandlungen nicht mehr um Anerkennung Nordkoreas als Atommacht, also die strategische Zielsetzung Kims geht, sondern im Gegenteil um die Denuklearisierung, die die USA anstreben. Nordkorea hat also nicht mehr die Chance, mit den Verhandlungen seine strategische Zielsetzung zu erreichen, die USA jedoch sehr wohl. Beobachten wir, wer am Schluss seine Ziele eher durchgesetzt hat. Dann und nur dann sollten wir über den Vertrag ein Urteil abgeben.

  2. Josi

    Der gute Kim Jong Un ist also “Chairman of the State Affairs Commission of the Democratic People’s Republic of Korea”. Vorsitzender also. Einer Kommission. Der Republik des Demokratischen Volkes von Korea. Seltsame Ausdrucksweise.

  3. Falke

    @Josi
    Erich Honecker war auch “Staatsratsvorsitzender” der DDR. Genauso wie Fidel Castro. Ebenso war etwa Brejnew Vorsitzender des obersten Sowjets (also auch des “Rates”). Ob “Rat” oder “Kommission” ist wohl egal. Eine in kommunistischen Staaten beliebte Umschreibung für den Diktator.

  4. sokrates9

    Auch wenn das von den europäischen Medien jetzt todgeschwiegen wird: Trump ha hier Eisbrecher gespielt und diplomatische Nonsenstabus beiseitegeschoben. Dass ein beidseitiges vernünftiges Friedensabkommen
    nicht mit einem Handschlag hergestellt werden kann, müsste selbst den dümmsten europäischen Journalisten klar sein. Schließlich ist ja auch Deutschland noch kein souveräner Staat!

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