Das unfassbare Arbeitsleid der EU-Beamten

Weil sie nun 40 Stunden in der Woche arbeiten und außerdem später in den Ruhestand gehen sollen, wollen die Beamten der Europäischen Union streiken, berichtet die FAZ.

3 comments

  1. Gerhard

    Ich bin nicht neidig, frage aber trotzdem (Fakten aus FORMAT # 18) – für alle jene, welche diesen Artikel nicht gelesen haben:
    1. Wozu braucht es 46.714 Beamte (plus zirka 8.000 Vertragsbedienstete) in der EU-Verwaltung?
    2. 1.332 davon verdienen mehr als unser Vizekanzler (angenommen, sie sind verheiratet und haben 2 Kinder).
    3. 16.806 davon verdienen mehr als unsere NR-Abgeordneten.
    4. Das Mittagessen im EU-eigenen Gourmetrestaurant kostet € 4,40 pro Person.
    5. Die Zulagen (alle steuerfrei!) können bis zu 23 % zum Grundgehalt ausmachen.
    6. Bei der EU sind nur 426 Österreicher, aber 887 Griechen beschäftigt.
    7. Zulagenliste pro Monat: Auslandszulage 16 % (steuerfrei!), mind. 505,39, Haushaltszulage 243,60, Kinderzulage pro Kind 372,60, Erziehungszul. pro Kind 252,80.
    Einmalige Zul.: Reisekosten (kilometerbezogen) max. 5.412,73, Einrichtungshilfe (auch Wiedereinr.) zwei Grundgehälter, mind. 5.308,34.
    8. Weitere Privilegien: eigene Hochzeit = 4 freie Tage. Büroschließtage (heuer insges. 7 – z.B. 2. Jänner) werden nicht als Urlaubstage gerechnet.
    9. Zusätzliche Urlaubstage (je nach Entfernung zum Heimatland auf Bahnbasis gerechnet, obwohl fast immer geflogen wird): z.B. nach Wien: vier Tage, über 2.000 km: 6 Tage für Hin- und Rückfahrt
    10. Mehrleistung über die 37,5 Stundenwoche: bis zu 12 zusätzliche Urlaubstage (durch interne Gleitzeitregelung werden aber meist 24 Zusatztage daraus).
    11. Dies ergibt einen Urlaubsanspruch von bis zu 67 Tagen, mit besonderen Sonder- und Erschwerniszulagen kommen sogar 17 Urlaubswochen bzw. 88 freie Tage zusammen.
    12. Heimreisekosten werden am Ende des Jahres pauschal und ohne Belegenachweis abgerechnet.
    11. Sondervereinbarungen: z.B. Housing allowance von 1.300 p. Monat ohne Nachweis eines Mietvertrages, unbegrenzte Kilometer und Sprit für Dienstauto, Diensthandy auch für Gespräche mit der Heimat
    12. Pensionsalter: 63 Jahre, Frühpension ab 55.
    Pensionsbeitrag: einheitlich 11,6 % auf das Grundgehalt.
    13. Einkommensteuer bei Alleinstehenden: max. 25 %
    14. Alle Einkommen aber nur 12 mal jährlich, beim Vergelich in Punkt 2 und 3 mit österr. Politikern schon bereits berücksichtigt.
    15. Üppige Pensionsregelung: bis zu 70 % des Letztgehaltes werden ausbezahlt – ohne Durchrechnung! Mit 55 kann jeder ohne Begründung in Pension gehen. Pro Jahr werden dann 3,5 % abgezogen. Dieser Abschlag kann aaber unter bestimmten Bedingungen auch entfallen!
    16. Bei Rationalisierungen wird der Abgebaute großzügig “verabschiedet”. Beispiel: ein 40 Jahre alter Übersetzer bekommt nach 15-Dienstjahren für 7 Jahre weiterhin 100 % seines Letzbezuges, dann 85, später 70 und zuletzt 60 %. Während der ersten 5 Pensionsjahre gibt es sogar die üblichen Gehaltssteigerungen.

    Derzeit gibt es Verhandlungen, um manche Privilegien geringfügig zu reduzieren. Manchen Ländern geht dies nicht weit genug, die Gewerkschaften kämpfen aber gegen jede Einbusse und drohen nun mit Streik.

  2. Arne

    Tja. Lasst sie streiken. Wird ja wohl niemandem wirklich auffallen. Vielleicht gibts dann mal ein, zwei Wochen keine sinnlosen Verordnungn.

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