Das Versagen der deutschen Friedensbewegung: In Syrien gibt es doch keinen Krieg, oder?

Klickt man sich durch die Seiten führender Organisationen innerhalb der deutschen Friedensbewegung, muss man den Eindruck gewinnen, in Syrien gäbe es keinen Krieg mit Millionen von Flüchtlingen und hunderttausenden Toten, mit Hunger, Folter, systematischer sexualisierter Gewalt und dem Einsatz völkerrechtswidriger Waffen wie Giftgas, Fassbomben und Phosphor. Denn es herrscht dort ein eisiges, verbissenes Schweigen.(weiterlesen hier)

4 comments

  1. stiller Mitleser

    Die Friedensbewegung war doch immer stark KP-gestützt, in den 90ern kamen dann neue Allianzen, die Soros-finanzierten NGOs –
    man müßte sich auch die Schlaininger Publikationen ansehen.

  2. astuga

    Die deutsche Friedensbewegung agierte immer schon sehr selektiv.
    Und wie man seit langem weiß, war sie immer schon kommunistisch unterwandert.
    Wobei es fraglich ist, ob das bei den dortigen Akteuren überhaupt notwendig war.

  3. gms

    ‘Menschenverachtend’ ist ein sonderbares Wort. Wen sonst könnte man verachten, anstatt Menschen; etwa Ponys, Pokemons oder vielleicht Da Vincis Mona Lisa? Halteverbote lassen sich miß-achten, dasselbe gilt für Gebote, Verträge und Vorschriften, aber Ver-Achtung hat immer ein menschliches Ziel.

    Das perfekte Fadenkreuz hierfür zeichnen sich jene einseitig Parteiergreifenden auf den Leib, deren laute Botschaften keiner Unwissenheit entspringen können und deshalb waschechte Lügen sind, deren Verbreitung, zumeist mit hochgradig emotionaler Aufladung, Adressaten zu einer beabsichtigten Einstellung und daraus folgend zu einer bestimmten Handlung oder deren Duldung führen soll.

    Ansatzweise verachtet wurden vor Jahren bereits überambitionierte Herolde des arabischen Frühlings, damals noch geschützt vom Schild einer handelsüblichen Naivität, welche man ihnen im Zweifel zubilligte. Heute aber flehen einige regelrecht um Verachtung, werden diese doch immer noch nicht müde, das schändliche Treiben mit verlogenen Wortgirlanden rhetorisch weiterzutreiben, anstatt eingedenk der geschaffenen Tatsachen eisig, wenn schon nicht betroffen, zu schweigen.

    Noch hat die in Nordafrika und im nahen Osten verbissene Lügenpresse nicht versagt (danke an Thomas von der Osten-Sacken auf “Menawatch” für das Wort ‘verbissen’), nachwievor besteht eine winzige Hoffnung auf Regime-Change in Syrien und eine Filettierung des Staates in Einzelteile mit willfährigen Statthaltern. Solange diese Aussicht existiert, werden westliche Medienkonsumenten vorzugsweise mit Fässern, sexualisierter Gewalt, Phosphor und unvermeidbarem Giftgas zugebomt, bis sie entweder einer konzertierten Militärintervention zumindest nicht abgeneigt sind, oder aber den notorischen Narrativklempnern ein für allemal jene innere Einstellung gegenüber aufbringen, die deren Wirken bei Tageslicht betrachtet erzwingen muß.

    Irren ist menschlich, Propaganda nicht minder. Mag das eine Anlaß für achtsames Verständnis und daran anknüpfend einen aufklärerischen Dialog sein, läßt sich im Umgang mit Praktikanten des zweiten Feldes die gebotene Verachtung ebenso mit ‘sine studio et ira’ verbinden. Das ist dann kein Schweigen mehr, wie verbissen behauptet, aber dafür tatsächlich eiskalt.

  4. stiller Mitleser

    gms
    “Regime-Change in Syrien und eine Filettierung des Staates in Einzelteile mit willfährigen Statthaltern”

    nicht daß man (als dümmlicher Europäer, der sich für den arab. Frühling begeisterte und – in meinem Fall – sogar die muslim-brothers für weniger übel als Mubarak hielt) das wünscht, aber so wird’s ausgehen, die
    Sykes-Picot Grenzen werden neu und anders gezogen, für einen instabilen Frieden.

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