Das wahre Problem des Landes

“Die Bevölkerung zählt 8,8 Millionen Einwohner. Erwerbstätig sind 4,2 Millionen. Leicht nachzurechnen ist also, dass ein Erwerbstätiger oder eine Erwerbstätige mehr als eine Person, die nicht erwerbstätig ist, erhalten muss. Kinder, Pensionisten, Hausmänner und Hausfrauen, Kranke. Das ergibt eine Überforderung der Arbeitnehmer wie der Selbstständigen….” (hier)

13 comments

  1. Der Realist

    Ich sage es immer wieder, es kann auf Dauer nicht gut gehen, dass immer weniger, für immer mehr zahlen. Das Problem ist auch auf EU-Ebene da, einige wirtschaftlich halbwegs gesunde Länder müssen Milliarden für finanziell schwache oder Pleitestaaten zahlen.

  2. CE___

    Netter Artikel.

    Nur bitte noch dazu auch erwähnen:

    Von den Euro 2000 netto (sind’s denn eigentlich dann schon netto?) zahlt man noch 10/20% Mehrwehrtsteuer, Mineralölsteuer, NOVA, Gebühren, Abgaben, Umlagen, Auflagen, und viele andere Extrawürsteln, auf alle weiteren Ausgaben für das Leben die mit den Euro 2000 schlussendlich bestritten werden müssen.

    In diesem Sinne:

    Ein jeder in Ö ein System-Volltrottel (und ich gleich als ersten damit gemeint) der noch um sechs in der Früh aufsteht und arbeiten geht und sich NICHT in die Reihen der anderen Hälfte Systemkonsumenten einreiht die um 8 schon im Stehcafe ihre Melange schlürfen bevor es ins Strandbad geht.

  3. sokrates9

    Fast jeder zusätzliche Neubürger oder Flüchtling reduziert das zur Verfügung stehende Kapital des Landes!
    Mich würde eine total cost Rechnung (inklusive Ausbildung, Gesundheitskosten, Kriminalität, Infrastruktur)interessieren, nach wie viel Jahren sich “einer der noch nicht so lange hier lebt” mitsamt seiner Familie hier amortisiert und mehr in den Topf einzahlt als herausgenommen wird!

  4. mariuslupus

    Der zeitliche Horizont der ein Politiker, höchstens, überblickt ist der Zeitraum bis zu den nächsten Wahlen. Was ihn noch interessiert ist, wie er erfolgreich intrigieren wird, um in seiner Partei nach oben kommt. Die verbleibende Zeit verbringt er damit als Märchenrzähler im ORF, mit Unterstützung der “Moderatoren”, aufzutreten.

  5. Thomas Holzer

    “Der Markt regelt überhaupt nichts. Wir sehen, bei Wohnungen handelt es sich um ein knappes Gut, und die Preise gehen daher durch die Decke. Daher brauchen wir einen österreichweiten Richtwert mit Zu- und Abschlägen”
    Der Herr Kern soeben in einer Pressekonferenz.

    Und die Mehrheit des Volkes scheint diesen offensichtlichen Schwachsinn auch noch zu glauben, leider 🙁

  6. Falke

    Barazon spricht die echten Probleme an, bietet aber keine echte Lösung. “Wirtschaftswachstum durch Nutzung der neuen Technologien” ist ja keine Aufgabe des Staates, das tun die privaten Firmen ohnehin. Was der (österreichische) Staat tun kann (und muss), ist die Schulden reduzieren, die Ausgaben durch Verwaltungs- und Gesundheitsreformen sowie Abbau von Subventionen reduzieren (da gibt nach Berechnungen von Fachleuten ein Potenzial von 12-14 Mrd. jährlich) und die Steuern für Unternehmer und Arbeitnehmer senken – das bringt Arbeitsplätze und mehr Konsum. Staatliche Interventionen in die Wirtschaft, wie Mindestlöhne oder Mietobergrenzen, sind absolut kontraproduktiv.

  7. Christian Peter

    Das gilt vor allem in einer Beamtenrepublik wie Österreich, wo sich ein guter Teil der Bevölkerung mit unglaublichen Privilegien und weit überdurchschnittlich hohen Pensionen in den Ruhestand verabschiedet.

  8. Lisa

    zit: “ein Erwerbstätiger oder eine Erwerbstätige(muss) mehr als eine Person, die nicht erwerbstätig ist, erhalten…”. Das ist indes eine Verbesserung im Vergleich zum ketzten Jahrhundert: vor der Einführung von Renten, bei einer restiktiven Handhabung der Armenfürsorge etc. musste ein einzelner Arbeitnehmer oder Kleinfirmenbesitzer nicht nur für seine Frau und eine meist zahlreiche Kinderschar aufkommen, sondern auch die alten Eltern unterstützen, die nicht immer genug “fürs Alter gespart” hatten. Also, ein wenig Dankbarkeit wäre ab und zu auch am Platz statt dauernd zu jammern.

  9. Johannes

    Ich hätte da eine Frage Herr Barazon: wir sind also 8,8 Millionen Menschen in Österreich davon 4,2 im Erwerb und 4,6 ohne Erwerb. Sind jetzt die täglichen Pendler aus Ungarn und der Slowakei bzw überhaupt aller EU Bürger oder sogar alle Menschen die nicht als Österreicher gerechnet werden bei den 4,2 Mill. inkludiert oder muß man sie dazu rechnen wenn man die gesamten Beschäftigten in Österreich eruieren will?

    Ich halte ihren Artikel für sehr wichtig und richtig es würde mich nur interessieren.

  10. fxs

    Wirklich?
    Ist es wirklich so, dass Hausmänner und Hausfrauen, oder auch Pensionisten keinerlei Leistungen erbringen die zum allgemeinen Wohlstand beitragen? Ist die industrielle Abwicklung wirklich die beste Form Kinder zu erziehen oder Alte zu betreuen. Wenn man nur die Kennziffer “Brutonationalprodukt” im Auge hat sicher, innerfamiliär erbrachte Leistungen sind unter diesem Gesichtspunkt ja schlicht “Pfusch”.
    Ist Kinderarbeit, da unmittelbar im Bruttonationalprodukt abgebildet der Ausbildung von Kindern vorzuziehen?

    1929 prophezeite Lord John Maynard Keynes, dass, wegen der zunehmenden Automatisierung,um das Jahr 2000 herum die wöchentliche Arbeitszeit etwa 15 Stunden betragen würde. Ist nicht eingetreten. 2013 untersuchte Prof. David Graeber in seiner Arbeit “On the Phenomenon of Bullshit Jobs”, warum Keynes hier irrte. Er stellt fest, dass um 2000 tatsächlich nur 29% der Berufstätigen Aufgaben erfüllten, die es 1929 schon gab. 71% der Berufstätigen arbeiteten in Beriechen die seit 1929 neu hinzukamen. Der Titel seiner Arbeit sagt, was er von diesen “Neuen Berufen” hält.
    Da auch in diesen Berufen Einkommen erwirtschaftet wird, tragen diese sicher positiv zum Bruttonationalprodukt bei. Ob dies auch für den “allgemeinen Wohlstand” gilt ist nach Lektüre der Arbeit fraglich.

  11. Christian Peter

    Ebenfalls erwähnenswert : Etwa 22,5 % der Erwerbstätigen sind Angestellte im öffentlichen Dienst und jede 4 Arbeitsstunde des Landes wird in der Verwaltung geleistet – ein einmaliger Wert in Europa.

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