Das Wasser und die Abzocker

In England und Wales, wo die Wasserversorgung (teilweise) privatisiert ist, werden die Wasserpreise 2013 um rund 3,5% steigen, berichtet die Regulierungsbehörde “Ofwat”. Da zocken offenbar böse neoliberale Profithaie die Bevölkerung ab. In Österreich, so berichtete der “Standard” jüngst, stiegen die kommunalen Wasserpreise 2012 bloß um 8,5%, in Wien gar nur um 33%. Ein weiterer schlagender Beweis dafür, dass die Wasserversorgung um jeden Preis vor der Gier der Märkte beschützt werden muss.

74 comments

  1. Wettbewerber

    @Behaimb
    Ich kann Ihnen nicht abschlagen, dass Sie eine gute Sicht über den menschlichen Charakter haben. Kontrollbedürfnis ist in der Tat ein häufiger Begleiter und Antreiber menschlichen Handelns.

    Bitte beddenken Sie aber: Der Private kann einen anderen Privaten niemals “zwingen”, seine Produkte zu kaufen. Er muss ihn überzeugen, dass der Kauf MEHR Vorteile als Nachteile bringt, manchmal sogar beträchtlich mehr Vorteile, oder das Geschäft kommt einfach nicht zustande.

    Anders der Gewaltmonopolist namens Staat: Friß oder stirb. Aber vorher nehmen wir Dich noch ordentlich aus. Ellabätsch!

  2. Lodur

    @Wettbewerber
    „Alle Produktion ist Aneignung der Natur von Seiten des Individuums innerhalb und vermittelst einer bestimmten Gesell-schaftsform. In diesem Sinn ist es eine Binsenweisheit zu sagen, dass Eigentum (Aneignen) eine Bedingung der Produktion sei. Lächerlich aber ist es, hiervon einen Sprung auf eine bestimmte Form des Eigentums, z. B. das Privateigentum zu machen. …

    Dass … von keiner Produktion, also auch von keiner Gesellschaft die Rede sein kann, wo keine Form des Eigentums existiert, ist eine Binsenweisheit. Eine Aneignung, die sich nichts zu eigen macht, ist ein Widerspruch in sich.“ (Karl Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, S. 9.)

    „Welches immer die gesellschaftlichen Formen der Produktion, Arbeiter und Produk-tionsmittel bleiben stets ihre Faktoren. Aber die einen und die anderen sind dies nur der Möglichkeit nach im Zustand der Trennung voneinander. Damit überhaupt produziert werde, müssen sie sich verbinden. Die besondere Art und Weise, worin diese Verbindung bewerkstelligt wird, unterscheidet die verschiedenen ökonomischen Epochen der Gesellschafts-struktur.“ (Karl Marx, Kapital II, MEW 24, S. 42.)

    „Braucht der arbeitende Produzent alle seine Zeit, um die zur Erhaltung seiner selbst und sei­ner Rasse nötigen Lebensmittel zu produzieren, so bleibt ihm keine Zeit, um un­entgeltlich für dritte Personen zu arbeiten. Ohne einen gewissen Produktivitäts­grad der Arbeit existiert keine solche frei verfügbare Zeit für den Arbeiter, ohne solche über­schüssige Zeit keine Mehrarbeit und daher keine Kapitalisten, aber auch keine Sklavenhalter, keine Feudalbarone, in einem Wort keine Großbesit­zerklasse.“ K. Marx, Kapital I, MEW 23, S. 534.)

    „Die Geschichte zeigt … das Gemeineigentum (z. B. bei den Indern, Slawen, alten Kelten etc.) als die ursprünglichere Form, eine Form, die unter der Gestalt des Gemeindeeigentums noch lange eine bedeutende Rolle spielt.“ (K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, S. 9.)

    „Da wir annehmen können, dass das Hirtenwesen, überhaupt Wanderung die erste Form der Existenzweise ist, nicht dass der Stamm sich niederlässt auf einem bestimmten Sitz, sondern dass er abweidet, was er vorfindet …, so erscheint die Stamm-gemeinschaft, das natürliche Gemeinwesen nicht als Resultat, sondern als Voraussetzung der gemeinschaftlichen Aneig-nung (temporären) und Benutzung des Bodens. …

    Die naturwüchsige Stammgemeinschaft, … ist die erste Voraussetzung – die Gemeinschaftlichkeit in Blut, Sprache, Sitten etc. – der Aneignung der objektiven Bedingungen ihres Lebens, und der sich reproduzierenden und vergegenständ-lichenden Tätigkeit desselben (Tätigkeit als Hirten, Jäger, Acker-bauer etc.).

    Die Erde ist das große Laboratorium, das Arsenal, das sowohl das Arbeitsmittel, wie das Arbeitsmaterial liefert, wie den Sitz, die Basis des Gemeinwesens. Sie verhalten sich naiv zu derselben als dem Eigentum des Gemeinwesens und des in der … Arbeit sich produzierenden und reproduzierenden Gemeinwesens. Jeder Einzelne verhält sich nur als Glied, als Mitglied dieses Ge-meinwesens als Eigentümer oder Besitzer.“ (K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, S. 375f.)

    „Privateigentum … besteht nur da, wo die Arbeitsmittel und die äußeren Bedingungen der Arbeit (z. B. Boden) Privatleuten gehören.“ (K. Marx, Kapital I, MEW 23, 789.)

    „Je weniger faktisch das Eigentum des Einzelnen nur verwertet (d. h. vermehrt) werden kann durch gemeinsame Arbeit – also z. B. wie die Wasserleitungen im Orient –, je mehr der rein naturwüchsige Charakter des Stammes durch historische Bewegung, Wanderung, gebrochen; je mehr ferner der Stamm sich entfernt von seinem ursprünglichen Sitz und fremden Boden okkupiert, also in wesentlich neue Arbeitsbedingungen tritt und die Energie des Einzelnen mehr entwickelt ist …, umso mehr sind die Bedingungen gegeben, dass der Einzelne Privateigentümer von Grund und Boden – einer besonderen Parzelle – wird, deren besondere Bearbeitung ihm und seiner Familie anheimfällt.“ (K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, 378.)

    „Abgesehen von allen von außen kommenden schädlichen Einflüssen trägt die Gemeinde in ihrem eigenen Innern die sie zerstörenden Elemente.

    Das Privateigentum an Grund und Boden hat sich bereits dorthin eingeschlichen in Gestalt eines Hauses mit seinem Hof, es kann sich zu einem starken Bollwerk verwandeln, von wo aus der Angriff gegen das gemeinschaftliche Land vorbereitet wird. …

    Aber das Wesentliche ist die parzellierte Arbeit als Quelle der privaten Aneignung. Sie lässt der Akkumulation beweglicher Güter Raum, z. B. von Vieh, Geld, bisweilen sogar von Sklaven oder Leibeigenen. Dieses bewegliche, von der Gemeinde unkontrollierbare Eigentum – Gegenstand individuellen Tausches, wobei List und Zufall leichtes Spiel haben, – wird auf die ganze ländliche Ökonomie einen immer größeren Druck ausüben. Das ist das zersetzende Element der ursprünglichen ökonomischen und sozialen Gleichheit. Es führt heterogene Elemente ein, die im Schoße der Gemeinde Interessenkonflikte und Leidenschaften schüren, die geeignet sind, zunächst das Gemeineigentum an Ackerland, dann das an Wäldern, Weiden, Brachland etc. anzugreifen, die einmal in Gemeindeanhängsel des Privat-eigentums umgewandelt, ihm schließlich zufallen werden.“ (K. Marx, Brief an Sassulitsch, Entwurf (1881), MEW 19, 404.)

    „Privateigentum, als Gegensatz zum gesellschaftlichen, kollektiven Eigentum, besteht nur da, wo die Arbeitsmittel und die äußeren Bedingungen der Arbeit Privatleuten gehören. Je nachdem aber diese Privatleute die Arbeiter oder die Nichtarbeiter sind, hat auch das Privateigentum einen anderen Charakter.

    Die unendlichen Schattierungen, die es auf den ersten Blick darbietet, spiegeln nur die zwischen diesen beiden Extremen liegenden Zwischenzustände wider.“ K. Marx, Kapital I, MEW 23, 789.

    „Das Recht des Privateigentums ist das ‚jus utendi et abutendi‘, das Recht der Willkür über die Sache. … Der eigentliche Grund des Privateigentums, der Besitz, ist ein Faktum, … kein Recht.“ (K. Marx, Kritik des Hegelschen Staatsrechts, MEW 1, 315.)

    „… Das Privateigentum (ist) eine für gewisse Entwicklungsstufen der Produktivkräfte notwendige Verkehrsform (…), eine Verkehrsform, die nicht eher abgeschüttelt, nicht eher zur Produktion des unmittelbaren materiellen Lebens entbehrt werden kann, bis Produktivkräfte geschaffen sind, für die das Privat-eigentum eine hemmende Fessel wird.“ (K. Marx, Deutsche Ideologie, MEW 3, 338.)

    „Die neueren rechtsgeschichtlichen Forschungen haben … herausgestellt, dass sowohl in Rom wie bei den germanischen, keltischen und slawischen Völkern die Eigentumsentwicklung vom Gemeindeeigentum oder Stammeigentum ausging und das eigentliche Privateigentum überall durch Usurpation entstand …“ (K. Marx, Deutsche Ideologie, MEW 3, 348.)

    „Das Privateigentum des Arbeiters an seinen Produktionsmitteln ist die Grundlage des Kleinbetriebs, der Kleinbetrieb eine notwendige Bedingung für die Entwicklung der gesellschaftlichen Produktion und der freien Individualität des Arbeiters selbst. Allerdings existiert diese Produktionsweise auch innerhalb der Sklaverei, Leibeigenschaft und anderer Abhängigkeitsverhältnisse. Aber sie blüht nur, … wo der Arbeiter freier Privateigentümer seiner von ihm selbst gehandhab­ten Arbeitsbedingungen ist, der Bauer des Ackers, den er bestellt, der Handwer­ker des Instru-ments, worauf er als Virtuose spielt.

    Diese Produktionsweise unterstellt Zersplitterung des Bodens und der übrigen Produktionsmittel. Wie die Konzentration der letzteren, so schließt sie auch die Kooperation, Teilung der Arbeit innerhalb derselben Produktionsprozesse, gesellschaftliche Beherrschung und Regelung der Natur, freie Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte aus. … Auf einem gewissen Höhegrad bringt sie die materiellen Mittel ihrer eigenen Ver-nichtung zur Welt. Von diesem Augenblick regen sich Kräfte und Leidenschaften im Gesellschaftsschoß, welche sich von ihr gefesselt fühlen. Sie muss vernichtet werden und sie wird ver-nichtet.

    Ihre Vernichtung, die Verwandlung der individuellen und zersplitterten Produktionsmittel in gesellschaftlich konzentrierte …, daher die Enteignung der großen Volksmasse von Grund und Boden und Lebensmitteln und Arbeitsinstrumenten, diese furchtbare und schwierige Enteignung der Volksmasse bildet die Vorge­schichte des Kapitals.“ (K. Marx, Kapital I, MEW 23, 789f.)

    „Das Eigentum ist jedenfalls auch eine Art von Gewalt. Die Ökonomen nennen das Kapital z. B. ‚die Gewalt über fremde Arbeit‘.“ (K. Marx, Moralisierende Kritik, MEW 4, 337.)

    „Die Verwandlung des auf eigener Arbeit der Individuen beruhenden, zersplitterten Privateigentums in kapitalistisches ist natürlich ein Prozess, ungleich mehr langwierig, hart und schwierig als die Verwandlung des tatsächlich bereits auf gesellschaftlichen Produktionsbetrieb beruhenden kapitalistischen Eigentums in gesellschaftliches. Dort handelt es sich um die Enteignung der Volksmasse durch wenige Mächtige, hier handelt es sich um die Enteignung weniger Machthaber durch die Volksmasse.“ (K. Marx, Kapital I, MEW 23, 791.)

    Schon Karl Marx hat im 19. Jahrhundert erkannt, dass das Privateigentum nur eine zeitlich und/oder regional bedingte Sonderform der verschiedensten Eigentumsformen ist. Auch er musste sich schon damals gegen verbohrte Ideologen wie Sie durchsetzen, deren ahistorische Perspektive das Eigentum auf das Privateigentum beschränkte.

    Eigentum heißt nichts anderes, als die Verfügungs- und Herrschaftsgewalt über eine Sache zu haben. Diese können sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen innehaben. Und im Sozialismus sind das eben die Konsumenten und Produzenten. Also ganz konkret erfassbare Individuen.

    “Mit meinem Eigentum kann ich, im Rahmen der natürlichen Gesetzte (siehe liberale Grundrechte), tun und lassen, was ich will.”

    Es gibt keine “natürlichen Gesetze”. Gesetze sind immer von Menschen gemacht, um eine Ordnungstruktur zu schaffen und dann zu erhalten. Oder glauben Sie tatsächlich, dass Gesetze von der Natur (Tier- und Pflanzenwelt) gemacht werden?

    Sie klingen wie der Papst, ein Rabbi oder ein Imam, der von den “natürlichen Gesetzen” Gottes spricht. Oder wie ein Eso-Fuzzi, der von den Gesetzen des Universums daherfaselt.

    Ich danke trotzdem für Ihren Debattenbeitrag, da dieser zeigt wie sich schlussendlich der Liberalismus selbst legitimiert, bestenfalls durch metaphysische Spekulation auf eine “höhere” Instanz oder eine prima causa, schlechtestenfalls durch ein totalitäres und autoritäres “natürliches” Gesellschaftsverständnis. Beides ist, gelinde gesagt, Spinnerei. Marxismus hingegen ist handfeste Wirtschafts- und Sozialwissenschaft, die auf Basis der Dialektik und des Historischen Materialismus die Bedingungen für die Entstehung, Entwicklung, den Aufstieg und den Untergang für Gesellschafts-, Produktions- und Verteilungsformen aufzeigt.

  3. Frtz Wunderlich

    @Wettbewerber
    1914
    Bitte unterlassen Sie das, denn von Wirtschaftsgeschichte und Geschichte haben Sie ja noch weniger Ahnung.
    Und da hilft es auch nicht, noch schnell ein verunstaltetes Wittgenstein-Zitat aus dem frühreifen Werk als Schleier darüber zu werfen.
    Wer die Sprachmächtigkeit und Sprachkritik des späteren Wittgensteins gelesen und verstanden hat, wird auch die Komplexität der heutigen Wirtschaft begreifen können. Das ist nichts für schlichte Gemüter.

  4. S.M.

    Lodur glaubt tatsächlich, dass die Menschen in einem System, wo alle Entscheidungen von einer Minderheit ausgehen (und doch werter Lodur,das tun Sie, ich habe jetzt einige Zeilen schriftlicher Beweise, Stichwort Räte, nicht wahr?), freier ist, als die Marktwirtschaft.

    Einem Toren hilft man am besten, wenn man ihn sich allein überlässt. Alsdann Genosse, gehn’S mit Gott oder fahrn’S zur Hölle.

  5. Behaimb

    @Wettbewerber

    Das ist ja die Crux. Bei Wasser (und eingeschränkt auch bei Strom) kann es eben keinen echten markt geben, da Netzhoheit, egal ob privat oder öffentlich. Ich kann nicht sagen ich hätte gerne Hochschwab Quellwasser, wenn ich in Leibnitz oder Wolfsberg wohne.

  6. Lodur

    @S.M.
    “Lodur glaubt tatsächlich, dass die Menschen in einem System, wo alle Entscheidungen von einer Minderheit ausgehen (und doch werter Lodur,das tun Sie, ich habe jetzt einige Zeilen schriftlicher Beweise, Stichwort Räte, nicht wahr?), freier ist, als die Marktwirtschaft.”

    In einer Rätedemokratie sind Räte grundsätzlich ihren Wählern gegenüber rechenschaftspflichtig und nach dem Vorbild der Pariser Kommune von 1871 jederzeit abwählbar. Ein Eigentümer an Produktionsmitteln ist jedoch nicht kraft einer demokratischen Legitimation in dieser ökonomischen Machtposition, sondern durch reine Willkür (z. b. Erbschaft, Kauf etc.) bzw. kraft seiner finanziellen Potenz. Abwählbar und rechenschaftspflichtig ist er auch nicht. Die Volksvertreter der bürgerlichen Parteiendemokratie sind dank der Praxis des Klubzwangs und des Konzepts des Freien Mandats dies ebenfalls nicht. Abwählbar sind sie, jedoch nur bedingt.

  7. Lodur

    @S.M.
    “Sicher können Sie. Das Wasser wird abgefüllt und Ihnen zugesandt.”

    Und die Mehrkosten zahlt natürlich der Konsument, was wiederum beweist, dass in der kapitalistischen Marktwirtschaft die Befriedigung von Bedürfnissen von der Zahlungskraft abhängt, sie also eine Klassenherrschaft ist.

  8. Behaimb

    @S.M.
    Ja eh, die Tussis, die Volvic-Wasser aus den Zutzel-Fläschchen nuckeln, blechen eh satt dafür, bzw. deren Erziehungsberechtigte. Aber leider ist dieses System nicht für eine flächendeckende Versorgung der Grundbedürfnisse geeignet.

  9. Mercutio

    @Lodur
    Was die selbsttitulierten liberalen Herrschaften hier immer übersehen (wollen): Auch in der Marktwirtschaft mit angeschlossenem Demokratie-Kasperltheater haben nur einige wenige das Sagen, nämlich jene, die das “Gold” haben. Und voilá, da haben Sie das ganze Geheimnis hinter dem “Liberalismus” a la Schellhorn, Forumshausherrn und Co. Aber das ist natürlich gerecht, denn nur wer nichts geleistet hat, hat auch kein Geld, net woahr?

  10. Behaimb

    @S.M.
    Ich weiß nicht, was Sie mit Wasser machen, aber ich brauche wie jeder andere Haushalt ein paar hundert (tausend?) Liter in der Woche: Duschen, Baden, Waschen, Geschirrspüler, Hauspflanzen, Garten, Autowaschen etc etc.
    Das sind mir Volvicfläschchen nicht nur zu teuer, sondern auch zu umständlich 🙂

  11. S.M.

    @Mercutio

    Menschen Ihres Schlags sind doch tatsächlich so arrogant und glauben, dass die Menschen, die in diesem Land Geld haben, dieses nicht mit harter Arbeit verdient haben. Ist, auch wenn Sie es glauben wollen, oder nicht, zumeist der Fall. Und in einer Marktwirtschaft bestimmen jene, die Geld haben nur über ihr Geld, über sonst nichts.

    @Behaimb

    Also wenn’s für’s Waschen und Duschen Hochschwab Quellwasser sein soll, dann muss es Ihnen das schon wert sein. Ansonsten wird Ihnen doch der lokale Wasseranbieter reichen, oder?

    Aber die zahlreichen Privatisierungsdiskussionen sind sowieso sinnlos. Kein Schwein in Österreich weiß, wieviel Geld z.b. die Wasserversorgung den Einzelnen wirklich kostet, da niemand weiß, wieviel Steuergeld hier fließt. Solange hier keine Kostenklarheit herrscht, kann man nie sagen, was teurer ist.

  12. Rennziege

    @Behaimb
    Einen waschechten proletarischen Edelkörper wie den Ihren sollte man nicht mit Billigwasser aus der Leitung oder von Volvic besudeln. Der wahrhaftige Arbeiter und Bauer wäscht sich mit edlerem H2O, Literpreis nur lumpige ~50 Eulen:

    http://www.always-inspiring-more.com/Luxuswasser.134.0.html?&L=1

    Nur so, verehrenswürdiger Behaimb, können Sie Ihre Klasse und Ihr Klassenbewusstsein glaubwürdig bewahren. Unser aller heiliger und (vermutlich deswegen auch als Mumie) unsterblicher Иосиф Виссарионович Джугашвили nahm ja gern auch Krimsekt-Schaumbäder. Warum sollten seine Erben sich ähnlichem Luxus verweigern, zumal die Revolution ja weltweit sieg- und segensreich war?

  13. Behaimb

    @Rennziege
    Ja sicher, wer am heiligen Nutzen der Privatisierung von lebensnotwendigen Grundgütern wie Wasser zweifelt, was Investoren selbstlos organisieren wollen, ist natürlich ein blutiger Kommunist und des Teufels. Eh alles klar, nur das wir die Diskussion schon öfter hatten.
    Aber es war ja witzig von Ihnen gemeint, also: Gehen Sie möglichst schnell in die Kirche Ihrer Wahl und schlürfen Sie vom Popen geheiligtes Segenswasser, nachdem Sie sich hier mit dem gemeinen Pöbel verunreinigt haben. Der Gott Ihrer Wahl wird Ihnen die Vergebung nicht verwehren, wenn Sie dazu noch ein paar Kerzerl für IHN, seine Mutter sowie deren Vogerl entflammen. Amen.

    @S.M.
    Aber eines kann man mit Gewissheit sagen, dass es in England nach der Pruavtiserung massiv teurer wurde, während die Qualität tendenziell eher abnahm.

  14. Lodur

    @Behaimb
    “Aber eines kann man mit Gewissheit sagen, dass es in England nach der Pruavtiserung massiv teurer wurde, während die Qualität tendenziell eher abnahm.”

    Eine ähnliche Entwicklung fand bzw. findet dort im Rahmen der Bahnprivatisierung statt, die auf Grund der katastrophalen Folgen dort schon wieder teilweise zurückgenommen wurde.

  15. Lodur

    @S.M.
    “Ist, auch wenn Sie es glauben wollen, oder nicht, zumeist der Fall. Und in einer Marktwirtschaft bestimmen jene, die Geld haben nur über ihr Geld, über sonst nichts.”

    Stimmt. Und wenn sie es in die Warenproduktion investieren wollen, bestimmen sie auch, wer, wann, wozu, und wie viel für sie zu arbeiten hat. Oder, wenn sie es verleihen, welcher Zinssatz zu zahlen ist. Oder, wenn sie damit Grund und Boden oder Immobilien kaufen, welche Pacht bzw. Miete dafür zu zahlen ist.
    So stellt sich der Liberale die ideale Demokratie vor.

  16. Lodur

    @Mercutio
    “Auch in der Marktwirtschaft mit angeschlossenem Demokratie-Kasperltheater haben nur einige wenige das Sagen, nämlich jene, die das “Gold” haben. Und voilá, da haben Sie das ganze Geheimnis hinter dem “Liberalismus” a la Schellhorn, Forumshausherrn und Co. Aber das ist natürlich gerecht, denn nur wer nichts geleistet hat, hat auch kein Geld, net woahr?”

    Sie werden doch jetzt nicht zum Sozialisten mutieren, oder? 😉
    Achtung! Rennziege und S. M. stehen schon mit ihren Heerscharen an wutentbrannten, vom Zorn Gottes und den “Marktkräften” geführten antimarxistischen Schutztruppen bereit. 😉
    Ab ins Besserungslager! Dort gibt es dann Fließbandarbeit im Dienste der Leistungsträger zum Mindestlohn und die Verpflichtung, morgens und abends zum Dank dafür drei Vater Unser und Ave Maria zu beten.

  17. Behaimb

    @S.M.
    Kann man leicht nachprüfen, dazu muss man nicht Bolöanzen lesen könne. Das wurde alles schön in leicht fasslichen Zahlen aufbereitet.:-)

  18. Mercutio

    @Lodur
    Ich habe nichts gegen Liberalismus, aber Leute wie Rennziege sind schlicht beknackte Ultra-Konservative, die alle Weltproblem auf Französische Revolution, Umwelzaktivisten und “Kommunisten” zurückführen. Schlimmer als Wirtschaftsgläubige ist die Rennziege in einer Mischung aus Opus Dei und PR-Sprecherin der Energielobby, für die ewiges Wachstum ohen Rücksicht auf Kosten das einzige Credo ist. Disgusting.
    Ich persönlich sehe die Gefahr vor allem in der ünerwältigenden Macht der Konzerne und zugleich in einer neuen Überbürokratisierung, die alle lokalen und regionalen Ansätze des Wirtschaftens zerstört. Liberalismus heißt eben nicht Quasi-Monopol und Großkapital, sondern Freihjeit im Kleinen. Insofern entspricht jede Landkommune und jeder Kibbuz eher dem Ideal von freier Wirtschaft als der Moloch der Finanzindustrie und der Gier, dem heute alles geopfert wird. Insofern bin ich “Sozialist”, ja, aber eben auch Liberaler, im Sinne von Freiheit für das Individuum und Selbstbestimmung.

  19. Behaimb

    @S.M.
    Privatisierung hat in UK das Wasser für den Konsumenten von 1990 bis heute effektiv massiv teurer gemacht, als es ohne Privatiserung je gewesen wäre. That’s a fact. Was können Sie darauf in einem Satz antworten, sodass ich es auch verstehe??

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