7 Gedanken zu „Das wird noch ganz spannend…..

  1. Johannes

    Um ehrlich zu sein Navalny enttäuscht mich, ich hatte bis jetzt keine näheres Wissen über den Mann, hielt ihn für einen seriösen Oppositionspolitiker der Putin wegen seiner besseren Ideen für Russland gefährlich werden könnte.
    Dieses Video könnte genauso von Michael Moor gedreht worden sein. Glaube jetzt ehrlich gesagt nicht mehr das Navalny das Zeug hätte Russland zu führen. Verstehe auch nicht warum er von Putin verfolgt wird, wahrscheinlich weil Russland in dieser Hnsicht immer geheimnisvoll sein wird.
    Schade es gäbe so viele Fragen wie Navalny Russland gestalten würde, wie er die Wirtschaft ankurbeln, die Außenpolitik gestalten, die Freiheit sichern würde. Von alldem ist nichts zu hören, nur Polemik und zugegeben ein mutiger Angriff nach allem was bisher passierte. Ob das aber reicht das Land zu führen?

  2. Allahut

    Irgendwann wird halt keiner wissen wo sich Navalny aufhält, zumindest dann nicht, wenn er glaubt weiterhin “Opposition” spielen zu müssen.

  3. GeBa

    … und es wird nicht einmal jemand interessieren.
    Für seriös habe ich den nie gehalten.

  4. sokrates9

    Mit Drohnen wurde da völlig professionell Putins Schloss präsentiert, so was macht der Nawalny mit links…Oder sind da westliche Geheimdienste beteiligt, die so ein Video herstellen??Glaube nicht dass es leicht ist da Drohnenaufnahmen zu machen.
    Dass Putin nicht fähig ist einen oppositionellen eines natürlichen Todes sterben zu lassen sondern das tödlichste Nervengift der Welt dazu benötigt, welches der tapfere und heilige Navalny nur mit westlicher Hilfe überlebt, wem fallen eigentlich solche Märchen ein??
    Agententhriller auf diesem Level würden von der Bevölkerung nicht geglaubt werden. Aber Journalisten kann man offensichtlich alles einreden..

  5. Klaus Kastner

    Ich empfehle das Buch “Putin’s People” von Catherine Belton. Angeblich das beste Buch, das im Detail beschreibt, wie Putin sein Macht- und Vermögenssystem aufgebaut hat.

  6. Thomas F.

    Das Geniale an Navalnys Videos ist, dass sie nicht nur gründlich recherchiert und informativ sind, sondern auch noch hohen Unterhaltungswert besitzen – solange man sich erfolgreich einredet, dass man selbst nicht betroffen ist von dem, was da abgeht.

  7. Thomas Brandtner

    In dieser Affäre sieht keiner der Beteiligten gut aus: Alexey Navalny kommt aus dem Eck der “außerparlamentarischen Opposition” nicht heraus und ist jetzt auch noch dabei, sich selbst in der Rolle des “verfolgten Dissidenten” einzuzementieren, aus der heraus es für ihn kein Entkommen in eine politische Zukunft mehr gibt. Navalny war wegen Veruntreuung von Spendengeldern rechtskräftig zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt, und zu den Bedingungen eines solchen Strafnachlasses gehört es in jedem Staat, sich regelmäßig bei der zuständigen Strafverfolgungsbehörde zu melden. Navalny konnte das natürlich nicht, solange er als Patient mit Vergiftungserscheinungen in der Berliner Charité lag, aber dort wurde er bereits Ende September entlassen. Seitdem hat er sechs Vorladungen nicht Folge geleistet und damit gegen sich selbst eine juristische Zeitbombe aktiviert. Die russischen Behörden wiederum legen einen gefährlichen juristischen Nihilismus an den Tag, indem sie die Haftprüfungsverhandlung so überstürzt ansetzten, daß der Rechtsanwältin von Navalny die Anklageschrift erst eine Minute vor der Verhandlung übergeben wurde. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg wird ein solches Vorgehen wohl kaum als faires Verfahren betrachten. Die westlichen Demokratien haben einen festen, aber besonnenen Ton angeschlagen und keinen Zweifel daran gelassen, daß sie nicht gesonnen sind, eine Abschiebung Navalnys in ein Straflager reaktionslos hinzunehmen. Sie wären aber gut beraten, nicht sofort nach der Sanktionskeule zu greifen: Alexey Navalny wurde wegen eines ganz banalen Veruntreuungsdeliktes rechtskräftig verurteilt, und zwar schon zum zweiten Mal. Wenn etwas an diesem Urteil schon auf den ersten Blick merkwürdig anmutet, dann ist es die extreme Milde der Strafe für einen Rückfalltäter. Gerade diese scheinbare Milde nährt allerdings den Verdacht, daß der russische Justizapparat seine Anklagen gegen Alexey Navalny selbst nicht so wirklich ernst genommen hat, und es mehr darum ging, einen Oppositionellen durch Vorstrafen von der weiteren Kandidatur für politische Ämter abzuhalten. Das Urteil ist aber, wie gesagt, rechtskräftig. Wenn jetzt Russland die Nichteinhaltung der Auflagen bei einer bedingten Freiheitsstrafe sanktioniert, so ist dies sein gutes Recht, und Protest dagegen ist nicht am Platz. Allerdings muß Russland Alexey Navalny ein faires Verfahren garantieren. Und dazu gehört natürlich die Berücksichtigung der besonderen Umstände angesichts seiner lebensbedrohlichen Erkrankung, die aller Wahrscheinlichkeit nach auf eine Vergiftung mit einer Substanz aus der “Novitchok”-Gruppe zurückzuführen ist (man wird seit dem Fall Skripal wohl davon ausgehen müssen, das dieses Gift wegen seines Mangels an Letalität als Einschüchterungsmittel oder zu Propagandazwecken, aber nicht als Mordwaffe verwendet wird). Bei einer vernünftigen Gesamtbeurteilung aller Umstände würde ein russisches Gericht also gut daran tun, Navalny seine sechs versäumten Polizeitermine nachzusehen. Und sollte es dazu nicht kommen, könnte Präsident Putin immer noch die Notbremse ziehen und Navalny begnadigen. Das wäre angesichts der persönlichen Diffamierungen, die Navalny gerade wieder gegen den russischen Präsidenten schleudert, ein Akt menschlicher Größe, der im russischen Volk sicher gut ankäme und seine internationalen Kritiker auf elegante Weise entwaffnete. Wie wir an den Fällen Chodorkovsky und “Pussy Riots” gesehen haben, ist Präsident Putin zu solchen Gnadenakten unter bestimmten Umständen durchaus bereit. Außerdem sollte Russland selbst jedes Interesse daran haben, aufzuklären, unter welchen Umständen und von wem Alexey Navalny vergiftet wurde, und dabei überzeugend zu beweisen, daß die Täter nicht russische Geheimagenten waren, sondern irgendwelche Finsterlinge. Mögliche Täter mit handfesten Motiven gibt es ja genug, und auch die Erzählungen zum Tathergang sind so widersprüchlich, daß sie eine Aufhellung dringend benötigen. War das Gift jetzt im Tee, im Mineralwasser oder doch in Navalnys Unterhose, stimmen mehrere oder stimmt keine dieser Versionen ?

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