Das Wiunder von Monheim

” In Deutschland hat der Steuerwettbewerb – wie in Österreich – wenig Freunde. Der junge Bürgermeister der Stadt Monheim hat den Spielraum genutzt. Der Mut wurde belohnt: Monheim ist schuldenfrei und kann Familien entlasten.” (hier)

10 comments

  1. Fragolin

    Das eigentliche Wunder ist, dass dieser Bürgermeister noch im Amt ist und diese Stadt noch nicht sturmreif geschossen. Immerhin hat der Steinbeißer ja auch anderen schon mit der Kavallerie gedroht, und hier geht es um Abweichler vor der eigenen Haustür, im eigenen Wahlkreis!

    Durch Steuersenkung zu mehr Ertrag, durch Entlastung der Unternehmen zu weniger Arbeitslosen – wenn das Schule macht!?!
    Einen eindrucksvolleren Beweis, dass die Politik ihr Volk ausplündert und es mit Lügen sediert, gibt es nicht. Mal sehen, wie lange die Mächtigen den kleinen Bürgermeister noch unbehelligt spielen lassen und wann es zur Anlassgesetzgebung kommt, um Wettbewerb unter den Gemeinden zu unterbinden.
    In der Steiermark haben’s ja schon ein tolles Rezept gefunden, um unter dem Vorwand einer Verwaltungsreform die Erfolgreichen zu plündern: dort hätten’s die Stadt einfach per Dekret mit den hochverschuldeten Nachbarn zwangsfusioniert. Hat in mehreren Fällen schon super funktioniert.

  2. Christian Peter

    Na ja, Steuergeschenke zu verteilen, ist keine große Leistung, denn diese kommen nur einem kleinen Kreis von Begünstigten zugute und erfolgen stets auf Kosten anderer Körperschaften (Gemeinden, Bundesländer, Staaten) : Deren Steuerzahler haben dann eine umso größere Steuerlast zu tragen. Weit sinnvoller als das heutige System mit Steueroasen und Steuerprivilegien wäre ein Steuersystem, von dem alle Steuerzahler profitieren, etwa eine Einheitssteuer auf alle Arten von Einkommen (Flat-Tax).

  3. Fragolin

    @Christian Peter
    “Steuergeschenke” ist putzig: Wenn man einem “Begünstigten” also statt der ortsüblichen sagen wir mal 10.000 Euro nur 7.000 Euro ohne erkennbare aktive Gegenleistung abknöpft, ist das ein “Geschenk”? Das muss ich mir merken! Wenn ich einem Menschen, den ich am liebsten 100 Meter die Straße hinunterprügeln möchte nur 70 Meter weit prügele, kann er sich über das Geschenk von 30 Metern freuen! Und ich müsste nicht nur ihn sondern generell auch alle anderen Leute 100 Meter weit prügeln, um keinen zu begünstigen oder zu diskriminieren.
    Die größere Steuerlast zahlen wir nicht, weil einige wenige “begünstigt” werden, sondern weil diejenigen, die es uns abpressen, mit vollen Händen zum Fenster hinauswerfen, verprassen und verludern!
    Und “einzelne Begünstigte” klingt auch super; haben halt wieder nur irgendwelche bösen Unternehmer ein “Geschenk” bekommen, die 1700 geschaffenen Arbeitsplätze können wir getrost ausblenden. Na, Freundschaft.

  4. Christian Peter

    @Fragolin

    Sie sind ein Witzbold. Selbstverständlich gibt es Gegenleistungen für Steuern, irgendwer muss schließlich die öffentlichen Aufgaben finanzieren. Besonders abschreckendes Beispiel : Die Schweiz, welche Ausländer und Konzerne mit Steuergeschenken überhäuft, die Schweizer Bürger jedoch einer Steuerhölle unterliegen.

  5. Fragolin

    @Christian Peter
    Die “öffentlichen Aufgaben”?
    Meinen Sie das Aufstellen künstlerisch verzierter Kreisverkehrbeleuchtungen, das Durchgendern der Gemeindehymne oder die Überwachung der Stammdicke frisch gepflanzter Parkplatzbäumchen? Würde der Staat das Geld für Polizei, Justiz und Armee ausgeben, vielleicht noch Bildung fördern und sich ansonsten vornehm aus dem Leben seiner Bürger heraushalten, würden alle nur mehr einen Bruchteil der heutigen Steuern zahlen.
    Der Witzbold sind Sie; die “Steuerhölle” der Schweizer ist ein Paradies gegen das was wir hier haben! (Staatsquote Schweiz: 33%, Österreich: 52%!)
    Und wie ich jemanden durch weniger Wegnehmen mit etwas “überhäufen” kann müssen Sie auch erstmal verbildlichen. Sie gehören wirklich zu denen, die erklären, ein kleineres Loch wäre im Vergleich zum größeren eigentlich ein Berg. Das muss man erstmal packen! 🙂

  6. Christian Peter

    @Fragolin

    Steuerprivilegien sind Subventionen, nicht umsonst sind die Begriffe ‘Steuerprivileg’ und ‘Steuersubvention’ ident.

  7. Michael Schmid

    @Fragolin:
    Bemühen Sie sich nicht, nach Meinung von Hrn. Peter steht prinzipiell alles dem Staat zu, und alles, was er Ihnen nicht weg nimmt, ist ein Privileg.

  8. Rennziege

    16. Februar 2015 – 15:18 Michael Schmid
    16. Februar 2015 – 12:36 Fragolin

    Das passt wie die Faust aufs Aug’. Doch die Verfassungen westlicher Länder, soweit noch nicht unverfroren mit Füßen getreten, gewähren ja auch ein Recht auf den sozialistischen Abbau der Geisteskraft — auf dass alle gleichermaßen verblöden. Christian Peter, der hiesige Hilfswitzbold, macht von diesem Recht ausgiebig Gebrauch.
    Es sei ihm vergönnt. Ein alter Pudel lernt keine neuen Tricks.

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