Das Wort zum Feiertag

Von | 14. Mai 2015

In den meisten Epochen der Vergangenheit hatte der Staat auch die Religion fest im Griff. Dabei festigte er gewöhnlich ein komfortables, auf beiderseitigen Nutzen angelegtes Bündnis mit einer vorherrschenden Kirche: Der Staat gab den Priestern Macht und Reichtum, und die Kirche ihrerseits lehrte der unterworfenen Bevölkerung ihre göttlich verordnete Pflicht, Caesar zu gehorchen. Nun jedoch, da die Religion viel von ihrer gesellschaftlichen Überzeugungskraft verloren hat, ist der Staat häufig willens, von der Religion abzulassen und sich auf ähnliche, wenn auch losere Bündnisse mit eher weltlichen Intellektuellen zu konzentrieren. In jedem Fall stützt sich der Staat auf die Herrschaft über die Druckmittel der Propaganda, um seine Unter-
tanen davon zu überzeugen, dass sie ihren Herrschern gehorchen oder diese sogar lobpreisen sollen. (Murray Rothbard)

2 Gedanken zu „Das Wort zum Feiertag

  1. cppacer

    Lobpreisen? Diese Herrscher? Geht´snoch?

  2. Wolf

    Wer immer das übersetzt hat: der gute Murray Rothbard hat sich dieses miese Deutsch sicher nicht verdient (“…lehrte der unterworfenen Bevölkerung…”)

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