Das Wort zum Montag

Von | 4. April 2016

Für mich ist es in höchstem Masse moralisch vertretbar, Vermögenswerte von fiskalisch Verfolgten vor dem Zugriff der Behörden zu schützen. Wer mehr als fünfzig Prozent seiner rechtmässig erworbenen Einkünfte für Steuern und Abgaben bezahlen muss, ist faktisch ein Staatssklave und bedarf besonderer Anteilnahme und Hilfe. (Hans-Dieter Vontobel, Schweizer Ex-Bankier)

10 Gedanken zu „Das Wort zum Montag

  1. Thomas Holzer

    Alles, was über den Zehent hinausgeht, ist pure Anmaßung, durch nichts gerechtfertigt

  2. Goetz

    Je höher die Steuern, desto grösser der Widerstand !!!

  3. waldsee

    wenn die steuer bezahlt ist ,bleibt noch was über.
    man braucht ja was für die mehrwertsteuer.

  4. Falke

    Daher habe ich durchaus ein gewisses Verständnis dafür, wenn halbwegs gut Verdienende (es müssen ja bei weitem keine Großverdiener sein, die 50% Steuer werden bei uns ja bereits ab 80.000 Euro pro Jahr schlagend – vor kurzem sogar schon ab 60.000) ihr – rechtmäßig! – erworbenes Einkommen irgendwie vor der Steuer retten wollen. Ich sehe überhaupt nicht ein, warum jemand, der sich durch Fleiß, Innovation, Ideenreichtum, Risiko usw. ein höheres Einkommen erwirbt, durch eine absurde Steuerprogression dafür bestraft werden soll.

  5. Christian Peter

    Dieser Umstand beruht auf einem verrückten Steuersystem : Großunternehmen und multinationale Unternehmen zahlen keine Steuern und erhalten auch noch Milliardensubventionen, während heimische mittelständische Unternehmen und natürliche Personen geschröpft werden wie eine Weihnachtsgans. Deutscher (und österreichischer) Fiskus schröpft Mittelstand :

    https://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwj34_KR3PTLAhUL3SwKHUOoBJ4QFggbMAA&url=http%3A%2F%2Fwww.manager-magazin.de%2Fpolitik%2Fdeutschland%2Ftotal-tax-rate-mittelstand-2013-mehr-steuern-fiskus-steuerlast-a-934386.html&usg=AFQjCNGB2pSWc_iCAl2TLzqrs9HgCEP97w

  6. MM

    Das betrifft nicht nur Großverdiener: Für Deutschland kann man ausrechnen, dass ein Durchschnittseinkommen von 41000 Euro Brutto mit etwa 50% belastet wird:
    Brutto+Arbeitgeberanteil Sozialversicherungen = ca. 50000 Euro
    Netto = ca. 25000 Euro

    Von diesen 25000 Euro werden dann noch 19% Mehwertsteuer, Mineralölsteuer, GEZ, …. bezahlt.
    Jede Leistung des Staates wie z.B. ein Pass oder eine Geburtsurkunde kostet aber extra.

    Dann bleiben vielleicht noch 20000 Euro übrig, was 40% des Erwirtschafteten entspricht.

  7. Reini

    @MM,… und davon muss man noch eine Familie ernähren! … wenn es da nicht Arbeitslosen Flüchtlingsfamilien, welche keine Ausgaben haben, GIS befreit, Gratiseintritte, usw… , finanziell besser geht?!

  8. MM

    @Reini: Ja, wobei ehrlicherweise mit zwei Kindern und 41000 Euro Familienbrutto ein Netto von 29000 bleibt, oder etwa 2400 pro Monat. Nach Abzug der Mehwertsteuer darf man da also fast die Hälfte für die Familie behalten 😉

  9. mariuslupus

    Die Politikerkaste hat die gleiche Attitüde wie die Aristokratie. Über dass abgepresste Geld ist die Obrigkeit keine Rechenschaft schuldig. Es können ohne Probleme Steuern erhöht werden, Schulden gemacht werden und das gestohlene Geld wird nur für die Sicherung der Wiederwahl, und nur dafür eingesetzt.
    Die Feudalisten verlangten 10 % und es gab wie bekannt Bauernaufstände. Aber 51 % sind offensichtlich in Ordnung, weit und breit kein Aufstand

  10. FDominicus

    @Holzer. Ich kann Ihnen in gewisser Weise folgen. Nur eben ist es immer noch eine Zwangsabgabe. Wenn denn alles so toll wäre, sollte man doch auch bereit sein freiwillig etwas für die erbrachten Leistungen zu übernehmen. Wie wäre es wenn es eine Aufstellung der “geplanten” Ausgaben gäbe und man sich dann überlegen könnte wie viel einem für was wert wäre?

    Muß ich tatsächlich jede Ausgabe des Staates – egal ob ich es will oder nicht will – tragen?

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