Das Wort zum Sonntag

“Wer sich wundert, dass die AfD mit knapp 13% in den Deutschen Bundestag gewählt wurde, hat offensichtlich den Kontakt zur Lebenswirklichkeit verloren” (Wolfgang Bosbach, CDU, hier)

11 comments

  1. Thomas Holzer

    “Maß und Mitte”; seit Frau Merkel Kanzlerin ist, hat die deutsche Politik diese endgültig verloren

  2. Falke

    Mit Merkel als Kanzlerin wird sich in der deutschen Politik nichts ändern. Sie ist ja bekanntlich gleich nach der Wahlniederlage mit treuherzigem Blick vor die Presse getreten und hat mit weinerlicher Stimme beteuert, sie “wüsste nicht, was ich hätte anders machen sollen”. Auf Grün und FDP darf man nicht hoffen, die werden für Ministerposten schön brav alles tun, was Merkel verlangt. Aufmüpfig wird höchstens (vielleicht) die CSU sein.

  3. elfenzauberin

    Ich schätze W. Bosbach sehr, allerdings liegt er mit der Einschätzung der AFD meiner Meinung nach daneben. Der AFD mangelnde Diskussionskultur vorzuwerfen ist meiner Meinung nach daneben. Wahr ist hingegen, dass jedes Wort von einem AFD-Politiker in die Waagschale geworfen wird. Spricht Gauland in Zusammenhang mit Özoguz über “entsorgen”, ist der mediale Teufel los, wenn andere SPD- oder CDU-Politiker irgendjemanden “entsorgen” wollen, wird das nicht einmal kommentiert. Manchmal werden Aussagen von AFD-Politikern geradezu ins Gegenteil verkehrt, wie der medial aufgebauschte Eklat um den Boateng-Sager von Gauland belegt.

    Wahr ist eher das Gegenteil. Mit dem Wahlerfolg der AFD ziehen jetzt eine ganze Reihe von Abgeordneten in den Bundestag ein, die praktisch allesamt ehrenwerte bürgerliche Berufe erlernt und ausgeübt haben, worauf Michael Klonovsky hingewiesen hat. Ich zitiere:

    “Es sind: neun Anwälte; sieben Unternehmer; jeweils fünf Unternehmensberater und Juristen; jeweils vier Ingenieure, Informatiker und Betriebs- bzw. Volkswirte; jeweils drei Kaufleute und Berufssoldaten; jeweils zwei Ärzte, Lehrer, Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte, Leitende Angestellte, Journalisten, Berater und Studenten. Jeweils einmal tauchen folgende Berufe auf: Immobilienverwalter, Polizeiausbilder, Pilot, Ökonom, Immobilienentwickler, Wirtschaftsmathematiker, Mechatroniker, Wirtschaftsprofessor, Social Media Managerin, Philosoph, Schuldirektorin, Studiendirektor, Geologe, Versicherungsmanager, Versicherungsmakler, Angestellter, Kauffrau, Verwaltungswirtin, Bestatter, Stadtkämmerer, Informationskaufmann, Physiker, Steuerberater, Prof. für Glastechnik, Politikwissenschaftler, Kommunikationswirtin, Verwaltungsbeamter, Finanzbuchhalter, Medizintechniker, Vermögensberater und Chemiker (eine Chemikerin wäre auch noch dabei gewesen, aber die hat sich anders entschieden).”

    Von dieser Riege darf man sich wohl eher eine bürgerliche Politik erwarten als von diversen Roten und Grünen, die oft nicht einmal einen Beruf erlernt haben, sondern in Parteisekretariaten groß geworden sind.

  4. elfenzauberin

    @Falke

    Mit Verlaub, ich glaube, man darf sehr wohl auf die FDP hoffen. Nicht nur, dass die FDP unter Lindner den Irrtum der Welcome-Politik erkannt hat und somit kaum die Merkelsche Willkommenskultur weiter zu unterstützen bereit sein wird, ist sich die FDP wohl bewusst, dass sie genauso schnell aus dem Bundestag wieder draußen sein, wenn sie sich als Steigbügelhalter und Mehrheitsbeschaffer der CDU positioniert. Das kann sich die FDP schlicht nicht leisten.

    Eine Jamaika-Koalition erscheint mir unter den jetzigen Gegebenheiten eher unwahrscheinlich. Eher gibt es Neuwahlen, ohne Merkel wohlgemerkt!

  5. Christian Peter

    @elfenzauberin

    Was glauben Sie, was Lindner & Co es interessiert, nach vier fetten Regierungsjahren wieder aus dem Bundestag zu fliegen ? Das einzige Hindernis ist die Regierungsbeteiligung der Grünen, daher ist für Christian Lindner das (fette) Amt des Finanzministers im Gespräch.

  6. Falke

    @Christian Peter
    So ähnlich sehe ich das auch. Bereits am Wahlabend hat Wolfgang Kubicki es abgelehnt, zusammen mit der AfD einen Untersuchungsausschuss wegen Merkels Gesetzesbrüchen einzurichten, den die FDP ja im Wahlkampf nachdrücklich gefordert hat. Und mit den Grünen spricht sich die FDP jezt schon ab, bevor noch irgendeine Einladung zur Regierungsbildung erfolgt ist.

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