Das Wort zum Sonntag

“Doch beim Raub duldet der Staat nicht die geringste Konkurrenz, denn die Bereicherung von Menschen abseits der institutionalisierten Strukturen gefährdet das Machtgefüge und damit die Raubgrundlage.” (Rahim Taghizadegan “Komplextität”)

4 comments

  1. Roms

    Stimmt (leider) nicht. Wer die Strafrechtspflege gerade bei Delikten wie Raub verfolgt, wird feststellen, dass der Kernbereich des Strafrechts seit Jahren permanent zurückgefahren wird. Andererseits werden aber im bereich der opferlose Verbrechen oder ungehorsamsdelikte ständig neue tatbestände geschaffen oder Strafen deutlich erhöht. Letztes Beispiel ist ja das Telefonierverbot auf dem Fahrrad.
    Dem Räuber, Dieb oder Einbrecher kann sich in diesem land wirklich wohlfühlen außer einer Anzeige auf feiem Fuss pasiert ihm nicht viel, er muss sich nur seine “Bedingte” beim Gericht abholen. Wenn er Jugendlicher ist, wird ihm vielleicht sogar ein Erlebnisurlaub geschenkt.

  2. Thomas Holzer

    “ungehorsamsdelikte ständig neue tatbestände geschaffen oder Strafen deutlich erhöht”

    Der Staat braucht halt Geld, und ist daher dementsprechend erfinderisch.
    Mit “Strafmandaten” für diese sog. Ungehorsamsdelikten geht das halt sehr schnell und unbürokratisch; detto z.B. mit dem Lotto-Spielen 🙂

  3. Roms

    @Thomas Holzer
    Es geht hierbei nicht ums Geld, diese Annahme ist mE völlig falsch!
    Es geht darum, die Bürger daran zu gewöhnen, sinnlose Bevormundungen zu gehorchen und den großen Erziehungsberechtigten für sich zu akteptieren.
    Ebenso verfolgt das Zurückdrängen des Kernstrafrechtes einem bestimmten Zweck. Dem Bürger als Opfer sollen bestimmte Dinge ausgeprügelt oder auch eingeprügelt werden. Fragt sich nur, was?

  4. Till

    Das Instrument der Diversion trägt dazu bei, daß der Staat via Justiz immer gieriger wird: Die Wahl ist entweder gleich schuldlos zahlen oder über Anwalts- und Gerichtskosten später noch mehr zahlen, auch wenn man unschuldig ist.

    Je mehr Straftatbestände es gibt, desto besser funktioniert die staatliche Bereicherung auf Kosten der Bürger.

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