Das Wort zum Wochenstart

Der Wohlfahrtsstaat von heute ist nicht ein bloßer Ausbau der alten Einrichtungen des Sozialversicherung und Sozialfürsorge, wie sie z.B. in Deutschland durch Bismarck geschaffen worden waren. Er ist inzwischen in immer mehr Ländern zu einem Instrument der sozialen Revolution geworden, deren Ziel die möglichst vollkommene Gleichheit der Einkommen und Vermögen ist, und damit [ist] an die Stelle des Mitgefühls der Neid als das beherrschende Motiv getreten. (Wilhelm Röpke)

4 comments

  1. waldsee

    jetzt verstehe ich den satz : ” sozialismus ist neid als politik” besser.

  2. Karl Pfeifer

    Mit Respekt für den liberalen Wirtschaftsfachmann Röpke, seine Behauptung hatte nichts mit der Realität in
    Westeuropa zu tun, das bemüht war, dem “realen Sozialismus” in Osteuropa eine “soziale Marktwirtschaft”
    entgegenzustellen. In Österreich ist der Wohlfahrtsstaat sicher nicht Instrument der sozialen Revolution geworden. Denn die Einkommensunterschiede wurden seit dem die SPÖ allein regierte immer größer. Der gegenwärtige Abbau des Wohlfahrtsstaates ist zwar nicht der einzige Grund, aber doch mit ein Grund dafür, dass Parteien wie die FPÖ erstarken.

  3. gms

    Karl Pfeifer,

    “In Österreich ist der Wohlfahrtsstaat sicher nicht Instrument der sozialen Revolution geworden.”

    s/Revolution/Evolution.

    “Denn die Einkommensunterschiede wurden seit dem die SPÖ allein regierte immer größer”

    Ja — vor der wohlfahrtsstaatlichen Umverteilung, nicht aber danach, siehe Gini-Index. Für’s frei verfügbare Einkommen wird es also zunehmend belanglos, wieviel man aus eigener Kraft verdient.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .