Das Wort zum Wochenstart

Kriminelle sind zu jeder Zeit in jedem Land eine Minderheit. Der Schaden, den sie der Menschheit zufügen, ist klein verglichen mit dem blutigen Schrecken der Kriege, Verfolgungen, Enteignungen, Hungersnöte, Versklavungen und Zerstörungen, die auf die Tätigkeit der Regierungen zurückzuführen sind. (Ayn Rand)

11 comments

  1. Fragolin

    Die mächtigste kriminelle Bande strickt sich eben Gesetze, die ihr das Monopol auf Rauben, Stehlen, Verletzen und Morden einräumen. So sind sie die einzig legalen Räuber, Diebe, Gewalttäter und Mörder auf der Welt.
    Das ganze verpacken wir dann noch in eine sogenannte “Demokratie”, das heißt wir lassen alle paar Jahre das Volk abstimmen spielen, damit die “Wähler” glauben, von denen regiert zu werden, die nur andere ausrauben, bestehlen, verprügeln und ermorden lassen, aber nicht sie selbst…
    Kann mir bitte mal einer den Unterschied zwischen Steuereintreibung und Schutzgelderpressung erklären?

  2. G.K.

    Sorry, wer Opfer gegen Opfer so aufrechnet, der ist menschenverachtend. Nicht das Kollektiv ‘Menschheit’ ist in einer humanen und liberalen Gesellschaftsordunung im Zentrum sondern das Individuum, und über das erst das Kollektiv, hochgerechnet sozusagen.

    Erzählt mal diesen Unsinn Opfern von Verbrechen (falls sie überlebt haben) und deren Angehörigen.

    Nach dieser Logik muss man nur das grösste Übel der Menschheit identifizieren und ausschliesslich an dessen Lösung arbeiten, den Rest kann man ganz ruhig bis zur vollständigen Lösung vernachlässigen. Dann kommt das nächte Übel an die Reihe, usw. Also schön sequentiell, nicht parallel. Und auch Subsidiarität soll man somit getrost vergessen.

    Man kann und muss Regierungen gleichzeitig kritisieren ohne die Kriminalität als nicht vorrangig gewähren zu lassen. Erst recht, seit dem Regierungen Kriminalität tolerieren – Stichwort Kuscheljustiz. Der Spruch klingt eigentlich verdächtig nach Befürwortung von Kuscheljustiz. Was Rand wohl kaum gemeint haben konnte, da sie 1982 starb. Und damit keine Ahnung haben konnte, wie HEUTE Kriminalität aussieht – und vor allem Kuscheljustiz.

  3. gms

    G.K.,

    “Der Spruch klingt eigentlich verdächtig nach Befürwortung von Kuscheljustiz.”

    Ach?! Daher wohl auch das exlizite Aufzählen Rands von “Kriege, Verfolgungen, Enteignungen, Hungersnöte, Versklavungen und Zerstörungen”.

  4. Fragolin

    @G.K.
    Menschenverachtend sind Gesetze, die einen Handtaschenraub härter bestrafen als Massenmord, wenn ersterer von einem kleinen Dorfdieb verübt wird und zweiterer auf Befehl eines Präsidenten. Das einzige, was täglich relativiert wird, sind die Verbrechen der Obertanen-Mafia.
    Benehmen Sie sich als z.B. Kleinunternehmer oder Privatangestellter so wie unsere Politiker. Da kommen Sie den rest Ihres Lebens nicht mehr aus den Fängen der Justiz.
    “Kuscheljustiz” gibt es nur gegenüber unserer Oberverbrechern, dort wird auf Anweisung gleich mal auf Ermittlungen verzichtet.

  5. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Und wer erlaubt in der “geheiligten” Demokratie, daß derlei Gesetze verabschiedet und! vor allem auch exekutiert werden?!
    Daß der böse Monarch “seine” Untertanen ins Verderben schickt, für Gott, Kaiser, Vaterland, diese auch noch nachlaufen und “glücklich” verrecken, lasse ich mir schwerlich einreden, daß die Mehrheit des Volkes, nur weil angeblicher Weise, demokratisch legitimiert, noch blöder und dümmer den (fast) identen Phrasen nachläuft, und sich für diese willentlich und wissentlich opfert, nimmt mich Wunder

  6. G.K.

    @Fragolin: vielen Dank für Ihre Wortmeldung aus Saudi-Arabien, stimmt Sie haben recht. Wohin werden dort eigentlich die gesetzeskonform abgehackten Hände hingetan? Verunfallten Scheichs angenäht? Oder schreiben Sie aus der Gegend und meinen die USA? Ach ja, Frau Rand passte die Sowjetunion nicht, so wanderte sie 1925 in die USA aus, wäre sie nur bis Österreich oder Deutschland gegangen, tja, dann hätte sie nicht über die Massenmorde schreiben können, sie wäre denen gleich zum Opfer gefallen. Auch ohne Ladendiebstahl. Da ich nicht weiss, ob Sie ein rechter oder linker USA-Kritiker sind, höre ich hier auf, da den beiden Kategorien mit unterschiedlichen Argumenten begegnen muss. Die einen verzeihen denen 1945 nie, die anderen 1989.

    PS: Ich bezog mich auf die Situation hier (D/A/CH).

  7. Fragolin

    @G.K.
    Ich auch.
    Aber ich bewundere Ihre Gabe, Dinge aus Texten herauszuinterpretieren, die dort gar nicht drin stehen.
    Passt schon.

  8. G.K.

    @Fragolin: Sie auch was? Wer das Kollektiv vor dem Individuum stellt, hat nichts gutes im Sinn, denn das Kollektiv besteht aus Individuen, und gegen diese geht es. Wo wurde und wird das Kollektiv in den Vordergrund gestellt? Im Kommunismus, Faschismus und in religiös dominierten Staaten. Sozusagen in Diktaturen. Alles ein Hort von Glück, Wohlstand, Menschenrechte und Freiheit, nicht wahr? Und dass Diktatoren seltener “Kriege, Verfolgungen, Enteignungen, Hungersnöte, Versklavungen und Zerstörungen” lostreten, als demokratisch legitimierte Regierungen, wage ich zu bezweifeln. Ich nehme an, dass die meisten europäischen Verfassungen die Rechte des Individuums festschreiben und nicht des Kollektivs. Das alles steht ja auch nicht im Text, nur für jene die interpretieren (können und wollen). Analyse kann man es auch nennen. Und Wertung. Es ist Ihr gutes Recht natürlich, meine Schlüsse aus dem Text nicht herausinterpretieren zu können. Nehmen Sie mal eine Zeitung in die Hand und streichen Sie rot an, was der Journalist alles hinein- und herausinterpretiert aus Politikerstatements.

  9. G.K.

    @gms: Ich habe keine Ahnung was Sie sagen wollten, aber wenn Sie am politisch hoch inkorrekten Wort ‘Kuscheljustiz’ hängengeblieben sind, dann nehmen Sie bitte das heute noch zulässige Wort ‘Intensivtäter’ für das Resultat. Intensivtäter gibt es nur in einem gebietsweise schon ‘gescheiterten Staat’ (Begriff ebenfalls noch nicht auf Index gesetzt, aber es kommt noch, sobald wir ihn flächendeckend haben*). Literaturempfehlung: Heinz Buschkowsky, Kerstin Heisig (die schon tot ist, offiziell Selbstmord).

    *Haha, da schliesst sich der Kreis! Merke erst gerade jetzt! Den gescheiterten Staat, in dem Kriminalität zur Normalität wird, verursacht die REGIERUNG! Rand hatte doch Recht, ich sehe es ein!

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