Das Wort zum Wochenstart

Die Weimarer Republik stürzte auch deshalb, weil es nicht genug Deutsche gab, die liberale Prinzipien vertraten.Und auch heute noch wird Deutschland hin und wieder von einem anti-liberalen Hauch durchweht. (Fritz Stern)

4 comments

  1. Falke

    Deutschland (und auch Österreich) wird von einem richtiggehend anti-liberalen und tugendterroristischen Sturm durchweht.

  2. gms

    Die Verfassung der Weimarer Republik unterscheidet sich vom dt. Grundgesetz in drei gravierenden Punkten: Sie ist eine echte Verfassung, sprich ausreichend durch das Volk legitmiert, sie verankert keine politischen Parteien, und sie sieht in bestimmten Konstellationen explizit Volksentscheide zu Gesetzen vor. Petitionen konnen sogar von einzelnen Bürgern eingebracht werden.
    Abgeordnete zum Reichstag wurden damals ermittelt durch Direktwahl auf Gemeindeebene, wobei zu große Gemeinden in Wahlbezirke zerlegt wurden. §25 sieht sogar explizit vor: “Die Angabe einer Partei auf dem Stimmzettel wird nicht beachtet”. Zur Kandidatur einer Person im Bezirk als potentielles Ticket in den Reichstag genügten 20 (in Worten: zwanzig) Unterstützungserklärungen.

    Eingedenk solch evidenter Bürgernähe war es fraglos leichter, liberale Prinzipien zu wahren, während das aktuelle Grundgesetz mit dessen flankierendem Listenwahlrecht den Geist eines “failed by design” regelrecht atmet. Soviel zum Thema “anti-liberaler Hauch”.

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