Das Wort zum Wochenstart

Libertarianism is rejected by the modern Left — which preaches individualism but practices collectivism. Capitalism is rejected by the modern Right — which preaches enterprise but practices protectionism. The libertarian faith in the mind of men is rejected by religionists who have faith only in the sins of man. The libertarian insistence that men be free to spin cables of steel, as well as dreams of smoke, is rejected by hippies who adore nature but spurn creation. The libertarian insistence that each man is a sovereign land of liberty, with his primary allegiance to himself, is rejected by patriots who sing of freedom but also shout of banners and boundaries. (Karl Hess)

2 comments

  1. Falke

    “Freiheit” und (Staats-)”Grenzen” sind meiner Meinung nach kein Widerspruch.

  2. gms

    Falke,

    > „Freiheit“ und (Staats-)“Grenzen“ sind meiner Meinung nach kein Widerspruch.

    Allein die Setzung von Hochkommas und Klammern veranschaulicht das dünne Eis, auf dem dieser Befund zwischen den Banden aus Tautologie und Oxymoron steht.

    Verkürzt nach Karl Hess: “The libertarian[s insist] that each man is a sovereign land of liberty”. Erkennt man den Staat als territoriales Gewaltmonopol und die damit einhergehende Beliebigkeit, mit der Freiheit des Individuums umzugehen, wird der Widerspruch evident.
    Gäbe es einzig und allein kohärente Interessen der Bürger, bedürfte es keines Gewaltmonopols, was die einzig relevante Aufgabe es Staates einmal mehr entlarvt, per Zwang innerhalb von Grenzen den Anschein allumfassender Solidarität zu schaffen.

    Hess nennt nicht grundlos ‘banners’, die Insignien des Patriotismus, die als Hammer und Sichel, Sterne, Streifen, bestimmte Farben oder gezeichnete Tiere diverse Werte klammerartig zusammenhalten, etwas symbolisieren und deshalb für mehr stehen, als bloß den kollektiven Willen zur Verteidigung des gemeinsam bewohnten Landstrichs.
    Jener Patriotismus, der hier auf dem Prüfstand steht, wirkt immer auch nach innen hin und zwingt damit Bürger, das gemeinsam mit anderen bewohnte Gebiet mit ganz bestimmten Mitteln zu verteidigen und andere zu unterlassen.

    Ob die Gleichschaltung nun aus dem puren Wesen des Staates erfolgt, jenem des Patriotismus oder aus beiden gemeinsam, sie endet nahezu unvermeidbar in einer Erosion individueller Freiheit.
    Der Verdienst vieler liberaler Vordenker liegt im Aufzeigen, worauf abstrakte Konzepte in der Praxis hinauslaufen, sie begnügten sich eben nicht mit dem Befund, in der theoretisch besten aller Welten wären diverse antagonistische Vorstellungen widerspruchslos vereinbar.

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