Das Wort zum Wochenstart

Von | 2. Mai 2016

In diesem Bestreben, eine auf einer solchen alleinigen Weltanschauung beruhende Massenbewegung ins Leben zu rufen, schufen die Sozialisten als erste die meisten Instrumente zur geistigen Abrichtung, von denen dann die Nationalsozialisten und Faschisten so wirksam Gebrauch gemacht haben. (Friedrich von Hayek)

6 Gedanken zu „Das Wort zum Wochenstart

  1. Fragolin

    Naja, da waren die Religionen aber schon lange vor den Sozialisten da…

  2. Lisa

    Der Wunsch zu etwas /jemandem zu gehören ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis, das Gemeinschaften, egal welcher Art, zusammenhält. Sehnsucht nach Homogenität ist etwas Menschliches: niemandem ist so recht wohl, wenn er sich nicht unter Seinesgleichen befindet. Innerhalb einer solchen Gemeinschaft sind zwar individuelle Abweichungen möglich, sogar erwünscht, um nicht in der “Masse” unterzugehen, seine Individualität zu verlieren. Moderne Staaten sind aber bereitsziemlich heterogen, wodurch das Bedürfnis nach Zugehörigkeit sich dann eben in irgendwelchen “Parallelgesellschaften” auslebt. Muslime oder Banker unter ihresgleichen, Teenies oder Sandler unter ihresgleichen…

  3. gms

    Lisa,

    “Der Wunsch zu etwas /jemandem zu gehören ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis”

    Beim Reiten bleibt das Pferd ohne Schenkelhilfen irgendwann stehen oder folgt anderen eigenen Zielen. Nicht anders verhält es sich mit Gesellschaften, und je widernatürlicher die Ideologie des Reiters, die er seinem Tragtier aufwingen will, desto öfter und intensiver müssen Kommandos erfolgen.

    Linke Ideologien verbindet mit ihrem religiösen Zwilling Islam die Notwendigkeit zur Adressierung der Massen, deren zyklisches Beschallen mit Parolen mit gelegentlichem Einsatz von Gerte und Sporen zum Spurhalten. Daß der Mensch als soziales Wesen irgendwo dazugehören will, ist das eine, das andere die von Hayek angesprochene geistige Abrichtung, ohne die es keine ebenfalls explizit genannte Massenbewegung gibt.

    “Moderne Staaten sind aber bereits ziemlich heterogen, wodurch das Bedürfnis nach Zugehörigkeit sich dann eben in irgendwelchen „Parallelgesellschaften“ auslebt.”

    Sind sie das tatsächlich, wenn ja, evolutionär, oder sind sie es doch vielmehr deshalb, weil man moderne Untertanen jeden Tag aufs Neue mit dem großen Löffel der Diversity füttert? Dressiert werden Bürger in Nordkorea nicht minder wie im vorgeblich aufgeklärten und freien Westen, in beiden Fällen ist die gewollte nächst kleinere wirkmächtige Soziotät unter dem Staat das einzelne Individuum. Teilen und herrschen, nichts Neues unter der Sonne.

    Ganz modern findet sich der in seiner Einzigartigkeit beschworene Büger mit seinesgleichen unter der Klammer vorgeblicher europäischer Werte; einzig der schon erfolgreich Dressierte wird die Muezzin-Rufes Merkel’s und ihrer geistigen Schwestern nach Alternativlosigkeit zum Glaubensbekenntnis auf den Souveränitätsverzicht nicht mehr wahrnehmen, wie auch das erfolgreich abgerichtete Pferd Schenkelhilfen bloß noch unbewußt erlebt.

  4. Lisa

    @gms: Vermutlich haben wir eine andere Auffassung von Regierung: weder empfinde ich die Regierung als Reiter, noch das Volk, bzw. die Wähler als Ross. Wenn wir schon beim Tier bleiben: ich sehe da eher ein Herde Wildpferde, wo mal der eine, mal der andere Hengst vorne galoppiert – immer zum Wohl der Herde. Er kann nicht etwas kommandieren, was die Herde ablehnt. Ein Volk braucht keinen Führer – es braucht mündige, handlungsfähige Bürger, die selbst wissen, was sie tun oder lassen wollen. Für machtgeile Menschen ist ein Chefposten in so einem System gar nicht erstrebenswert, n Haufn Verantwortung und wenig Geld…

  5. gms

    Lisa,

    Sind Sie einverstanden, wenn ich Ihre zwischen Phantasie und Wunsch angesiedelte Ponyhofromanze zur Einleitung auch unverblümt so bezeichne und zwecks Vermeidung eigenen Brechreizes nicht intensiver darauf einsteige?

    “Ein Volk braucht keinen Führer – es braucht mündige, handlungsfähige Bürger, die selbst wissen, was sie tun oder lassen wollen.”

    Ja, und? Wo ist der Themenbezug, wo die Zweckmäßigkeit zur Debatte darüber? Sie werden’s nicht glauben, aber ich finde sogar, wenn Menschen nur das Richtige täten, würde auch weniger Falsches geschehen. Sollen wir alternativ das vertiefen zwecks Hebung des Niveaus hier?

  6. Lisa

    Mir nicht klar, was Sie wollen, womit ich einverstanden sein soll. Eben gerade nicht Ponyhof, sondern Camargue…und den betulichen Ton können Sie sich sparen – ich werte Ihre Beiträge auch nicht ab oder erdreiste mich, das Niwooo anderer zu benoten. Also bleiben Sie doch bitte sachlich und fair. Jeder ist hier mit seiner Meinung gleichberechtigt, neoliberal eben. Nun also, in Beantwortung Ihrer Frage: Der Themenbezug ist die Zusammenrottung unter einem menschlichen Führer, der den Massen eine Ideologie/Weltanschauung aufdrängt, bei denen der Einzelne allenfalls Teilbereiche als eigene Ideen wiedererkennt. Da es Ideologen gelingt, all diese Wünsche rhetorisch zu bündeln, fressen die Leute ihnen aus der Hand. Erst, wenn die so Betörten später gewahr werden, dass sie getäuscht wurden und die Ideen gar nicht dem entsprachen, was sie zu verstehen glaubten – erst dann beissen sie zu… Die dem Duce zujubelten, waren zu grossen Teilen die selben Leute, die ihn später aufhängten. Freie vernunftgeleitete Menschen brauchen keine Ideologen und Führer, weder politisch, noch religiös, sie organisieren sich in flachen, vom jeweiligen Konsens abhängigen und daher personell sich dauernd verändernden Hierarchien selbst. Aber dass der Traum des Sklaven nicht sei, frei zu sein, sondern Sklaventreiber zu werden, wurde hier auch schon zitiert…

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