Das Wort zum Wochenstart

Von | 9. Mai 2016

Wir wollen den Frieden und glauben an seine Möglichkeit. Wir alle glauben an die Freiheit und dass nur die Freiheit das Leben lebenswert macht. Wo sich unsere Wege trennen, ist bei der Frage, ob es recht ist, der Erpressung nachzugeben und zu versuchen, den Frieden mit der Freiheit zu erkaufen. (Karl Popper)

6 Gedanken zu „Das Wort zum Wochenstart

  1. Hanna

    An dieser Stelle einmal “Danke!” für die wöchentlichen Zitate, die ich persönlich enorm bereichernd finde. Und eingehen möchte ich kurz auf die “Erpressung” im diesmaligen Zitat … denn meiner Meinung ist das, das die Extremlinken momentan mit ihren Gewaltexzessen, momentan versuchte Erpressung, a la “Wagt es nicht, euch nach rechts zu wenden, denn sonst werdet ihr keine ruhige Minute mehr haben”. Und als ich so darüber nachdachte, was zu tun sei (Party-Kracher kaufen, nur für den Fall?), fiel mir auf, dass in all dem Politwirrwarr ein Wort, ein einziges Wort den Wahlkampf und sämtliche Parteikatastrophen sofort in den Schatten stellen würden – und auf eine gaaaaanz neue Stufe! Welches Wort? Na – der Name unseres Landes. Österreich, Leute. Da steckt “Reich” drinnen. Nicht “reich” wie “nicht arm”, nein “Reich” wie “R-e-i-c-h”. Der Gott-sei-bei-uns haut sich ab vor Lachen, denn wenn da wer drauf kommt … wird noch glatt unsere Staatsname abgeschafft werden. Und ALLE, die ihn jemals liebevoll aussprechen, sind … Neonazis. Na, Herr Ortner, möchten Sie das Thema nicht ev. für eine Presse-Kolumne aufgreifen? Meinen Segen haben Sie. Allerdings … ob dann noch ein Stein auf dem Anderen bleibt … (und nein, ist nicht dasselbe mit “Frankreich”, denn das “Reich der Franken” lässt sich da schön ableiten, aber nicht das “Reich der Öster”.) Ojegerl!

  2. Fragolin

    Passt irgendwie dazu: Die Freiheit, eine Mahnwache für eine Tote abzuhalten, die Opfer eines brutalen Mordes wurde, führt zur Kriegserklärung der radikalen Linken.
    Die marxistische SA zeigt jeden Tag deutlicher ihre hässliche Fratze und radikalisiert die Gesellschaft durch Terrorangriffe im öffentlichen Raum:
    http://diepresse.com/home/panorama/wien/4984328/Brunnenmarkt_Angriff-auf-Mahnwache-der-Identitaeren?from=rss&google_editors_picks=true
    Wenn die Identitären (zu denen man stehen kann wie man will) ein Plakat entrollen, wird der Staatsschutz aktiv. Die Linken toben von “Terrorsimus”.
    Aha. Aber zertrümmerte Autos, wie in Spielfeld (wo die Grünen des Herrn VdB die SA-Jugend in Bussen hinkarrte, damit sie Identitäre in die Weinberge jagen und dann deren Autos zertrümmern

    konnten) oder wiederholte gewalttätige Angriffe mit Baseballschlägern (warum nicht gleich Eisenstangen?) oder Brandsätzen gehören einfach zur Folklore, oder was?
    Muss vielleicht die Beerdigung dieser armen Frau auch noch unter Polizeieskorte stattfinden? Greift die SA vielleicht auch noch einen Trauerzug an?
    Man kann gar nicht so viel fressen, wie man über diesen linksextremen Abschaum kotzen möchte.
    Sie versuchen durch Terror und Gewalt, die Freiheit zu zerstören. Frieden mit denen sollen wir durch die Aufgabe der Freiheit erkaufen.
    Linke eben.

  3. Reini

    Der Mensch sucht im Selbsterhaltungstrieb den Krieg um in Frieden und Freiheit zu leben!
    Lebt er in Frieden und Freiheit, er vernichtet er das System sich mit Habgier und Egoismus!

  4. Lisa

    Da beisst sich die Schlange aber in den eigenen Schwanz: Wer so engagiert für die Freiheit spricht, muss logischerweise auch demjenigen, der die Freiheit anderer verunmöglicht, seine Freiheit lassen… “mit Worten lässt sich trefflich streiten, mit Worten ein System bereiten” – und Aporien sind dabei besonders ergiebige “Sprechanlässe”… Freiheit hat, wie Toleranz, ihre Grenzen – nämlich dort, wo sie sich selbst aufhebt. Freiheit muss ausgehandelt werden, wenn nicht einfach das physische oder intellektuelle Faustrecht gelten soll. “la raison du plus fort est toujours la meilleure” meint der Wolf zum Lamm. (Und dem Faustrecht Recht zu geben, fällt manchen gar nicht so schwer…)

  5. Fragolin

    @Lisa
    Kommt darauf an, womit man den Begriff der Freiheit füllt.
    Freiheit bedeutet, dass jeder zur Erfüllung seiner persönlichen Wünsche die gleichen Rahmenbedingungen vorfindet und nicht, dass jeder tun und lassen kann was er will.
    Eine der Rahmenbedingungen ist zum Beispiel, dass niemand anderem Schaden zugefügt werden darf, weder psychsich noch physisch noch materiell. Wer diese Rahmenbedingungen nicht einhalten kann oder will, der hat sein Recht verwirkt. Denn jedes Ding hat seinen Preis, auch Freiheit. Wer den zu zahlen nicht bereit ist, hat sie auch nicht verdient. Deshalb stecken wir Mörder auch hinter Gitter statt ihnen zu ihrer Selbstverwirklichung zu gratulieren.
    Was unsere “Kein Mensch ist illegal!”-Plärrer permanent ausblenden, ist die Tatsache, dass es nicht darum geht, die Niederlassungsfreiheit zu beschränken, sondern darum, dass es diese Freiheit in jenem Moment nicht mehr gibt, wo ihr Ausnutzen andere Menschen schädigt. Finanziell ebenso wie psychisch oder physisch im Falle der inzwischen unzähligen “Einzelfälle” freien Auslebens persönlicher Vorlieben.

  6. gms

    Fragolin,

    “Kommt darauf an, womit man den Begriff der Freiheit füllt”

    Nachdem Karl Popper’s gebrachtes Zitat den Begriff ‘Erpressung’ beinhaltet, scheint nachfolgende Definition zweckdienlich: Frei ist derjenige, der das von einem anderen gelegte Angebot ausschlagen kann, ohne dadurch Nachteile zu erleiden. (Danke bei der Gelegenheit an Rahim Taghizadegan für’s Kommunizieren dieser Definition.)

    Auf die Realität unseres Staates übertragen: Selbiger bietet an, einen Bürger nicht für einen bestimmten Zeitraum in Haft zu nehmen. Der potentielle Nachteil fürs Ausschlagen dieses Angebots steckt in der beigefügten Nebenbedingung des Gehorsams, in der Regel manifestiert durch formelhaft berechnete Tributzahlungen an den Kerkermeister.

    ‘Geld oder Freiheit!’ — Es kann schon sein, daß Popper auf etwas anderes abzielte, etwa Terroristen oder andere maligne Gestalten, unterm Strich läuft’s aber auf dasselbe hinaus: Erpressung.
    Die Tatsache, bestimmte Formen des Zwangs seien juristisch legal, hätten damit zugleich eine Reduktion der Gewalt herbeigeführt und dies wiederum sei ein Indikator für gesteigerte Freiheit, kann man also nüchtern auch vollkommen anders einschätzen.

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