6 Gedanken zu „Das Wort zum Wochenstart

  1. gms

    Gutes Zitat, meinen doch manche, Redefreiheit habe sich an der Hausordnung zu messen, und wem diese nicht gefalle, der könne ja umziehen.

  2. Wanderer

    Für die Situation der EU geht das Zitat aber nicht weit genug, da nicht die Freiheit der Nation, sondern diese selbst abgeschafft werden soll.

  3. mariuslupus

    Und dann sagt jemand Merkel ist nicht lernfähig. Hat halt etwas beim Kollegen nachgelesen.

  4. Falke

    Da sind ja die meisten EU-Regierungen auf “gutem” Weg. Das merkt man auch an deren Entsetzen über Trump, der sich tatsächlich das Recht herausnimmt, das lautstark zu sagen, was er sich denkt, ohne sich an die ungeschriebenen p.c-Regeln zu halten. Und damit sogar noch Erfolg hat.

  5. gms

    Wanderer,

    “Für die Situation der EU geht das Zitat aber nicht weit genug, da nicht die Freiheit der Nation, sondern diese selbst abgeschafft werden soll.”

    Es stimmt schon, wonach die angepeilte Abschaffung eine Stufe über die Freiheitsbeschränkung hinausgeht, doch ohne den ersten Schritt ist der zweite schwerlich zu realisieren, hat doch das Freie zumindest noch das Potential zum Widerstand.
    Im EU-Kontext fügt sich als bekannte Fußnote hinzu, daß die Redefreiheit zunehmend gegen eine Willkür der Begrifflichkeit getauscht und dabei etwa als orwell’sche Krönung die Abschaffung der Nationen als ‘Föderalismus’ vermarktet wird. Neben der Einschränkung dessen, was gesagt werden darf, erleben wir zugleich eine erschreckende Neufassung dessen, was Worte bedeuten sollen.

    Wem das alsIndikator für totalitäre Tendenzen nicht genügt, der möge sich vergegenwärtigen, was anno dazumals als Zweck der EU ausgelobt wurde, nämlich die vielzitierten vier Freiheiten. Während klassische Diktatoren offen gegen die eigenen Untertanen vorgehen können, muß das Totalitäre auf Samtpfoten daherkommen, es muß zuerst die Köpfe vereinnahmen und das Denkbare einhegen, bevor reale Grenzen verschoben werden. Im Rückblick hat’s niemand kommen gesehen, niemand kann erklären, weshalb der offene und erfolgreiche Widerstand ausblieb, obwohl doch jedem klar sein mußte, worauf das Machtkartell abzielte.

    Im dritten Reich waren antideutsche Umtriebe ein sicherer Freifahrtschein an jene Wand, vor die man Gefesselte mit Augenbinden stellte und Offiziere mit Pistolen vollendeten, was untergeordnete Chargen gelegentlich vergeigten. In der Vorstufe zum vierten Reich ist man noch moderater, heute sitzt der Offizier im Fernsehstudio und finalisiert, was der empörungsgeile Mob eine Ebene drunter an gesellschaftlicher Verfleischwolfung des Deliquenten noch unerledigt ließ, falls die Anklage auf Euroskepsis lautet.

    Sag, liebes Gretchen, wie hältst du es mit der EU? Nachdem eindeutig Kollektivisten mit der viel breiteren Lawine in der Hinterhand jene ausstechen, die nichtmal einen Bruchteil davon ins Rutschen bringen könnten, wirkt einzig und allein das Bekenntnis zum mächtigeren Gesinnungsdiktat schuldbefreiend. Der große Bruder findet seinen noch größeren, doch weil das einmal mehr so verdammt banal ist, geht das Stück bislang noch ohne große Wellen über die Bühne.

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