Das ZDF, palästinensischer als die Palästinenser

„Zahlreiche Palästinenser haben heute mit Märschen an den Verlust ihrer Heimat nach der Staatsgründung Israels 1948 erinnert“, ist in einem gestern veröffentlichten Tweet der Redaktion von ZDF heute zu lesen. Das beigefügte Video ist reine Propaganda und einer Nachrichtenredaktion unwürdig: geschichtsfälschende Behauptungen, unterlegt mit stimmungsmachender Musik und Bildern, die palästinensische Gewalttäter ästhetisierend in Szene setzen. Gleich zu Beginn…” (weiter hier)

9 comments

  1. Thomas Holzer

    Also bitte: ZDF, Herr Maas und alle anderen “Verantwortlichen” haben beschlossen, daß das ZDF und alle anderen maßgeblichen Institutionen und Personen keine “fake news”, keine alternative Fakten, sondern nur die Wahrheit und nichts als die Wahrheit berichten 😉

  2. Hanna

    Ich finde halt, dass jede/r, der/die über das heutige Land Israel und seine Geschichte ausführlich nachlesen MUSS, ehe er/sie irgendetwas darüber sagen oder schreiben darf. Es haben mehrere Völkergruppen geschichtliche Wurzeln dort und auch alle, die jetzt um den Flecken Erde streiten. Zeiträume sollte dabei nicht maßgeblich sein. Wieso hat ein Volk, das hundert Jahre früher irgendwo gewaltsam einwanderte, mehr Rechte als ein Volk, das später einwanderte? So kann’s ja wohl nicht sein. Dann müssten ja alle romanisch-stämmigen EuropäerInnen aus dem keltisch-stämmigen Raum rausgeschmissen werden. Es geht in Israel wieder einmal nur um das eine: Religion.

  3. Hanna

    Sorry, mein Deutsch ist noch nicht wach gewesen, beim vorigen Kommentar. Zu lange gearbeitet in der Nacht.

  4. waldsee

    @Hanna Ja,der Hinweis auf Religion ist nicht falsch.Die Frage :””woher kommt die Kraft an Dinge zu glauben gegen die der Verstand sich heftig wehrt”” ist noch nicht ausreichend beantwortet worden.
    Ich fürchte der Unfug namens ” Religion” wird noch lange Zeit viel Leid über die Menschen bringen und mit Verweis auf Religionsinhalte diese Excesse dann erklären.

  5. Falke

    (Wohlwollende) Antwort auf die letzte Frage im Artikel: Es sagt aus, dass die Redakteure dieses Senders ahnungslose Dilettanten sind, die von linken Parteien mit diesem Posten versorgt wurden.

  6. Thomas Holzer

    @Waldsee
    Es ist weder die Religion, noch eine Ideologie (per se); es sind immer die Menschen, welche eine Religion, eine Ideologie fundamentalistisch! interpretieren, und mit dieser Auslegung Leid, Elend, Mord und Totschlag über jene Menschen bringen, welche anderer Ansicht sind.

    “:““woher kommt die Kraft an Dinge zu glauben gegen die der Verstand sich heftig wehrt““”
    Das trifft, wie gesagt, auch für Ideologien jeglicher Art zu; egal ob Sozialismus, Nationalismus etc.

  7. ethelred

    @ Waldsee
    Der Mensch lebt nicht von Religion allein.
    700.000 Palästinenser sind 1948 in der Hoffnung gegangen nicht das Opfer der durch ihre arabischen Brüder angekündigten Vernichtung des neugegründeten Israels zu werden (“treibt sie ins Meer!”). Darüberhinaus wollten die Teilzeitflüchtlinge alsbald zurückzukehren um ihren Besitz wieder einzunehmen und noch einiges an seit kurzem leerstehendes Eigentum der ins Meer getriebenen Neuisraelis rasch zu aquirieren. Hat nicht geklappt, dumm gelaufen, ihr Recht darauf Bürger im neuen Israel zu werden, durch die Propaganda ihrer kriegstreibenden arabischen Nachbarn, verwirkt. Daneben gab es sicher auch tatsächlich vertriebene Palästinenser, aber in der Relation eher wenige.

    850.000 Juden wurden aus dem arabischen Raum im Zuge der “judenrein ” Machung der arabischen Halbinsel mit Gewalt vertrieben. Keineswegs freiwillig sondern unter Tötungsandrohung und schon gar nicht, um alsbald zurückzukehren um sich am Eigentum Dritter gütlich zu tun. Auch sie haben kein Recht auf Rückkehr in ihre arabische Heimat, aber hier ist es gut gelaufen, sie haben überlebt und eine neue Heimat gefunden. Daneben gab es sicher auch tatsächlich freiwillig, also ohne Todesdrohung auswandernde Juden, aber in der Relation eher wenige.
    Die Frage, die sich stellt: Wenn 850.000 in einem Land von der Größe Niederösterreichs eine Heimat finden und neu aufbauen konnten, wieso konnten 700.000 in einem Teilkontinent wie der arabischen Halbinsel nicht untergebracht werden, sondern fristen noch 70 Jahre danach ein Leben in Flüchtlingslagern an den Grenzen? Wobei ihr Leben durch die jährlichen Zahlungen der EU und der USA und des besonderen Schutzes der UNO, gemessen an den anderen Flüchtlingen der Welt geradezu komfortabel erscheint. Sie müssten nur ihre korrupten milliardenschweren Führer loswerden und könnten von den Zuwendungen, die ausschließlich ihren Führern zugute kommen, wahrscheinlich leben.

    Angesichts dieser Darstellung, die zwar auch Verzerrungen enthält, aber der verzerrten Wahrheit im steuergeldgefütterten öffentlich rechtlichen ZDF zumindest gegenüber gestellt werden sollte, erhebt sich die Frage: Woher kommt das Geld und der Wille, die Dinge so darzustellen, dass der Verstand sich sträubt, bzw sich zumindest heftig wehrt? Oder wehrt er sich gar nicht? Die Religion alleine, das wäre zu viel der Ehre, für das jahrzehntelange konsequente Befeuern des Konfliktes braucht es mehr.

  8. astuga

    Ich frage mich ja, warum überhaupt jeder über die Palästinenser und Israel redet.
    Aber fast niemand über die Westsahara, Zypern, Kurdistan, Westpapua, oder ehemals East-Timor.
    Oder über die Ansprüche der aus arab. Ländern vertriebenen orientalischen Juden.

    Die Vertreibung der deutschen Volksgruppen in Europa oder der Karelier durch die Sowjetunion sind auch kein Thema – beide fanden übrigens ganz selbstverständlich bald Aufnahme als neue Staatsbürger in div. Ländern, und nicht als Flüchtlinge.
    Bei vielen Palästinensern klappt das bis heute nicht bei ihren arabischen Brüdern (darunter einige der reichsten Nationen der Welt).
    Mauern die Volksgruppen trennen gibt es übrigens bis heute auch in Nordirland (afaik liegt das sogar in Westeuropa)…

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