Das Zeitalter der Beleidigten

(MARCUS FRANZ) Der Schlachtruf des Zeitgeistes lautet: “I feel offended!” – was soviel heißt wie: Ich fühl mich verletzt, diskriminiert, beleidigt, herabgesetzt, entwürdigt. Und natürlich erschallt dieser Ruf stets nur von links. Kreiert wurde dieses Gefühl, immer ein Opfer zu sein, aus der Grundhaltung der auf den angloamerikanischen Universitäten entstandenen politischen Korrektheit. Niemand darf zu irgendjemandem etwas Kritisches sagen, wenn es nicht im Kodex der Political Correctness definitiv als erlaubt gelistet ist. Auf dem US-Uni-Campus ist es mittlerweile schon ein Affront, jemanden zu fragen, wo er geboren ist. Diese Frage kann als rassistisch interpretiert werden(!). Allen Ernstes wird auf etlichen Universitäten verlangt, Klassiker wie Shakespeare umzuschreiben, weil dort beleidigende oder brutale Inhalte wiedergegeben werden.

Europa ist mittlerweile nicht viel anders. Bestes aktuelles Beispiel ist die in Deutschland von Regierungsmitgliedern wie Minister Maas angeführte Kampagne “Gegen Hass im Netz”, wo ein Nona-Anliegen gepusht wird, als wäre es ein neues Evangelium. Die sogenannte “Hatespeech” soll aus dem Internet verbannt werden. Das ist aber so ähnlich, als ob man schlechtes Wetter politisch für schlecht erklären würde. Kein ernst zu nehmender Mensch wird dafür sein, Hetze im Internet als gut zu befinden und Drohungen waren und sind ohnehin strafbar. Die Aktion ist daher völlig redundant und dient nur dem Denunziantentum.

Das Haarsträubende und durchaus Beklemmende dabei ist, dass In Deutschland zu Beginn der Anti-Hass-Kampagne sogar Hausdurchsuchungen anlässlich von Postings durchgeführt wurden, was dem Minister viel Kritik einbrachte (natürlich nur von Rechts). Hasspostings gibt es in der Denke der Linken übrigens auch nur von rechts. Umgekehrt dürfen linkskorrekte Moralisten natürlich immer jeden beschimpfen, der ihnen nicht in den Kram passt. Es ist kein Fall bekannt, dass irgend eine linke Verbalinjurie von Minister Maas zur Anzeige gebracht wurde.

In Österreich haben kürzlich sozialdemokratische Politiker und einzelne Medien versucht, eine ähnliche Aktion zu starten. Bisher ist das aber kaum wahrgenommen worden – trotz aller Propaganda. Vermutlich sind die Österreicher da zum Glück noch viel gelassener als die Deutschen oder sie erkennen den Unsinn der Aktion schon im Ansatz. Ich darf wiederholen: Drohungen im Netz sind ja längst strafbar, Verbreitung von gewalttätigen Inhalten ebenso. Wer sich zu Recht angegriffen fühlt, kann Anzeige erstatten. Aktionismus und Betulichkeiten zur Förderung von Haltungen wie “Bitte der hat was Böses gesagt!” enden mit einem schalen Nachgeschmack und sind kindisch, ja sogar peinlich.

Man wird überdies den Verdacht nicht los, dass hier im Namen des Guten bestimmte Zensurinstrumente eingeführt werden, um Kritiker des Mainstreams zu verunsichern. Wenn ständig moniert wird, wie böse manche Leute im Internet schreiben, dann hat das sicherlich auf etliche Kritiker einen dämpfenden Effekt. Man willl ja nicht an den Pranger gestellt werden. Umso mehr muss jeder, der den Mut hat, öffentlich Kritik an den Zuständen zu üben, in seiner Grundhaltung bestärkt werden. Und wo immer man den Ruf “I feel offended!” hört, muss man der Sache auf den Grund gehen. Denn mit diesem Schrei der Entrüstung wird genau jene tendenziöse Politik befördert, die erst recht das Ressentiment begünstigt. Uns muss klar sein: Eine redliche Intellektualität erfordert mehr denn je das offene Wort. Und nur Duckmäuser lassen sich von den Berufs-Empörten einschüchtern. (unverwandt.at)

16 comments

  1. Herbert Manninger

    Und genau deswegen hat sich in der Jugendsprache ,,Opfer” als Schimpfwort etabliert.
    Intuitiv wurde da erkannt, wie lächerlich&degeneriert diese Wehleidigen sich geben.

  2. Fragolin

    Ein kleines Pralinchen zum Tage, Normalität am linken Rand, dessen Kriminalität es bekanntlich nicht gibt. Gewalt geht immer von rechts aus, eine Farbschmiererei von Rechten ist ein Verbrechen, Brandstiftung durch Linke ein folkloristischer Beitrag zu einem bunteren, interessanteren Leben…
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/187399
    Aber das ist weder Hetze noch strafbar, weil es ja die neue SA ist, die nützlichen Idioten vom linken Rand, die der Regierung den Gefallen tun, jeden Oppositionellen anzugreifen. Genau jene Regierung, die von dieser “Antifa” achso verachtet wird, muss nur mit dem Finger auf eine unbequeme Partei zeigen und “Nazi!” plärren, und schon kriechen die nützlichen Idioten aus ihren besetzten Hinterhöfen, Wohnwagensiedlungen und anderen Sammelstellen der leistungsunfähigen und -unwilligen Loser, die sich von genau dem bösen kapitalistischen neoliberalen Drecksstaat, den sie angeblich so hassen, aushalten und ausnutzen lassen.
    Solange keiner auf die Idee kommt, wie in Berlin genau diese verlauste Bande aus widerrechtlich besetzten Häusern zu jagen, um dort die von ihnen sonst so geliebten “Geflüchteten” unterzubringen, da ist dann Schluss mit Antirassismus!

  3. Thomas Holzer

    Und “unsere” Politikerdarsteller leisten durch ihre idiotische Gesetzgebung diesem Schwachsinn auch noch wissentlich und willentlich Vorschub.
    Wenn es so weiter geht wie bisher, wird in Bälde ein Index der “verbotenen Wörter” von “unseren” Politikerdarstellern im Gesetzesform verabschiedet werden.

  4. sokrates

    Thomas Holzer@Nachdem es schon wieder Buecherverbrennungen gibt -speziell Kinderbuecher werden alle gesaubert und umgeschrieben, werden verbotene Woerter die naechste Stufe sein!

  5. Der Realist

    heutzutage wird von den linken Staatsanwälten bald einmal etwas als “gefährliche Drohung” eingestuft, ist halt ein typischer Gummiparagraph, gerade jene, die im Austeilen stark sind, haben meist eine sehr dünne Haut, wenn es um ihre Person geht, da fühlen sie sich schon bedroht, wenn eine etwas deftigere Ausdrucksweise gewählt wird, Linkspolitiker und miese politisch “korrekte” Schreiberlinge sind da sehr empfindlich.

  6. Fragolin

    @sokrates
    Gibt es schon, so wie “Neger” oder “Zigeuner”, sie muss nur permanent verlängert werden. 😉

  7. Dr.Fischer

    Sehe heute auf Journalistenwatch.de, daß beim Nachbarn ein Jurist aufgestanden ist und eine “Wand der Schande” errichtet hat, eine Gegenbewegung zu der unsäglichen Maas-Kahanischen Amadeo-Antonio-Stiftung, über die sich der deutsche Steuerzahler selber großzügig seine eigene Anprangerung und Bestrafung finanziert.

    Ein wenig Hoffnung? Zumal unsere Grünen eifrig an einer künftigen Verschärfung der Meinungskontrolle werken,wie ich höre.
    Hier der Link, und einige Ausschnitte.

    http://journalistenwatch.com/cms/stoppt-die-maaslose-gesinnungsgaengelei-freie-buerger-fuer-freie-gedanken-der-neue-maasometer/

    Umso erfreulicher ist es, dass sich jetzt einer der bekanntesten Juristen Deutschlands, Joachim Steinhöfel, dieser desolaten Situation angenommen hat. Mit einer eigenen Seite will er das sinistere Verhalten von Facebook dokumentieren.
    Wenn Du von willkürlichen Sperrungen oder Löschungen erfährst oder selber von diesen betroffen bist, kannst Du diese mit kompletten Screenshots der beanstandeten Aussage und der Mitteilung über Löschung oder Sperrung von Facebook an uns schicken.

    Wir prüfen diese und veröffentlichen sie hier, wenn wir nach kurzer rechtlicher Prüfung meinen, Dein Verhalten sei in Deutschland rechtmäßig. Es ist uns dabei völlig egal, welche politische oder sonstige Auffassung mit dem Kommentar oder dem Post vertreten wird, solange sie nicht gegen deutsches Recht verstoßen hat.

    Dies ist eine ‚Wand der Schande‘ die dokumentieren soll, wenn jemand, der sich rechtstreu verhalten hat, bestraft wird. Das verfassungsmäßige Grundrecht auf freie Meinungsäußerung aus Art. 5 GG kann nicht durch einen Monopolisten wie Facebook nach eigenem Gutdünken und nur auf der Basis von ebenso schwammigen wie beliebig auszulegenden „Gemeinschaftsstandards“ ausgehebelt werden.

  8. Christian Peter

    Man sollte sich an den USA orientieren : Dort fällt sogar der Aufruf zu Gewalt gegen Gruppen unter den Schutz des 1. Zusatzes der Verfassung (Einzige Ausnahme : Aufruf zu unmittelbaren Gewalthandlungen) :

    ”Congress shall make no law respecting an establishment of religion, or prohibiting the free exercise thereof; or abridging the freedom of speech, or of the press; or the right of the people peaceably to assemble, and to petition the government for a redress of grievances.”

  9. Hanna

    Und in diesem Sinne habe ich festzustellen, dass hierzulande nicht wir, die autochthonen ÖsterreicherInnen ein Problem mit Respektzeigen und -leben haben, denn wir habe über die Jahrzehnte hunderttausende Schutzsuchende aufgenommen, und wir erhalten und ernähren sie. Es sind die AusländerInnen, die uns meist keinen Respekt entgegen bringen und ihre VertreterInnen. Und ja, ich fühle mich “offenden in so many ways” wenn ich eine Muslima mit Kopftuch oder noch mehr verhüllt sehe, denn dadurch grenzt sie sich von Frauen wie mir ab, denn die “unwürdigen, unreinen Huren” (a la Koran) tragen ihr Haar und ihren Hals (usw.) unverhüllt. Das wird und muss eine Muslima auch jederzeit zugeben. Ergo? Wir werden täglich zigtausende Male beleidigt. Wir sollten die obersten Gerichtshöfe bemühen. Kein Scherz, denn mir ist nicht mehr zum Witze machen in dieser Gesellschaft, in “meinem” Land, wo Leute, die eine mittelalterlich brutale und vielfach menschenverachtende, diskriminierende und bedrohliche Religion-Gesetzes-Form heiligen, gehegt, gepflegt und den Nicht-Moslems quasi vorgezogen werden. Das hat mit Religionsfreiheit nichts zu tun. Absolut nichts. Sondern mit Fanatismus von allen Seiten, die den Islam fördern. Arabische und ander exotische Kulturen sind und waren hochgeistig, sensibel, bunt und kulturell immens wertvoll … bis der Islam sie zerstörte. Wir haben uns gar nichts zuschulden kommen lassen. Und wir – die Schutzgebenden – werden unaufhörlich beleidigt, attackiert und unfair behandelt. Wir sollten alle aufbegehren, sobald sich die kleinste Verfehlung seitens der Aggressoren zeigt (denn Leute, welche nur die Scharia als Gesetz akzeptieren wollen und unserem Land, sind AggressorInnen).

  10. Fragolin

    In Deutschland brauchen die Ganzkörperverhüllten sich nur beleidigt fühlen, und schon ermittelt der Staatsschutz!
    https://mopo24.de/nachrichten/burkini-traegerin-fuehlt-sich-beleidigt-und-stellt-strafanzeige-152045
    Präpotent, großmäulig, verächtlich – eben der schariakonforme “Dank” von Moslems für den Empfang der Schutzsteuer der ekligen Ungläubigen Affen und Schweine. Da kann man sich lebhaft vorstellen, dass das Einschalten der Bademeister und auch das angebliche Beschimpfen eine wohlweislich verschwiegene Vorgeschichte haben, denn nach meiner Erfahrung sehen die Menschen solche Gestalten durchaus scheel an, halten sich aber mit Aussagen zurück bis sie provoziert werden, während das präpotente Verhalten von Teilen unserer Bereicherer, gerade aus dem radikalmuslimischen Umfeld, inzwischen zur Genüge zu beobachten ist.
    Und dann wollen diese “Opfer” auch noch darüber jammern, dass sie keiner leiden kann und immer mehr Menschen sich wünschen, die würden aus unserem alltäglichen Umfeld wieder dahin verschwinden, wo sie hingehören. Es gibt hier Regeln und Verhaltensweisen, Bekleidungs- und Nahrungskulturen, die ebenso hier zu akzeptieren sind wie in Riad – und wem das nicht passt, der hat hier nichts verloren.

  11. Dr.Fischer

    Schon richtig,Fragolin. Nur: genau da setzen die Politiker mit ihren Möglichkeiten, Gesetze zu formen, an. Unsere Regeln brauchen von den Zugewanderten nicht akzeptiert zu werden. WIR müssen uns zurücknehmen und dürfen kein “angespeistes” Gesicht machen. Wie wir alle längst wissen, besteht keinesfalls die Absicht, die Rechte und Gesetze in unserem Land von den Zuwanderern einzufordern.Nein, WIR haben ihre Gebräuche zu akzeptieren, Integration anders interpretiert eben. Wußten wir zu Beginn noch nicht – aber die überzeugenden Messer-, zunehenden Axt- und nun auch LebendverbrennungsAttentate belehren uns ja laufend eindringlich eines Besseren…corr.Schlechteren.

  12. Fragolin

    @Dr.Fischer
    Wenn die deutschen und österreichischen Beamten in der Mehrheit nicht opportune Feiglinge wären, würde es anders aussehen. Aber sie tragen jede Politik gegen das eigene Volk mit, lassen sich Maulkörbe umhängen und werden, da verwette ich den morgigen Sonnenaufgang, im Anlassfall auch auf ihr eigenes Volk schießen, wenn ihre Parteiobersten dies befehlen. Hatten wir in der Geschichte immer und immer wieder.
    Die Gesetze sind nicht das Problem, hektische Gesetzesänderungen sind immer nur Alibi-Aktionen die Aktivität vortäuschen sollen – Gesetze sind heute das Papier nicht mehr wert, auf dem sie gedruckt werden. Der Unrechtsstaat erblüht. Und di Beamten ziehen wie immer mit.

  13. mariuslupus

    Warum diese Aufregung ? Es geht nicht um Beleidigungen. Es geht um die Meinungsfreiheit. Aber, die Aushebelung der Meinungsfreiheit, ist nicht das Ziel. Die Beseitigung der Meinungfreiheit ist die Voraussetzung für die Erreichung des Ziels. Das Ziel ist ein totalitärer Staat im stalinschen Sinne.
    Merkel und ihre Anhänger, in einen totalitären Staat aufgewachsen, haben epigenetisch die Herrschaftsstrukturen des Totalitarimus als Introjekt verinnerlicht. Diese Leute, die an der Macht sind, können nicht anders. Alle Überlegungen, Merkel könnte, doch ihren Kurs ändern, sind reines, surreales Wunschdenken.
    Merkel&Co, ihre Freunde in Brüssel mitgerechnet, haben bis jetzt alle Gesetze der EU und Deutschlands gebrochen. Aufzählung erübrigt sich. Merkel&Co braucht frische noch unverbrauchte Verbündete, die ihr die Erhaltung der Macht sichern. Noch ein Irrtum. Esgeht schon lange nicht um die unkontrollierte Migration, es geht um Macht, und nur um Macht.
    Das gleiche ist auch in der DDR der Fall gewesen. Die Verfassung, oder das Grungesetz der DDR liesst sich wie ein Handbuch der Demokratie. Aber aus ideologischen Gründen wurden alle diese Postulate die Demokratie in der DDR, betreffend, reihenweise beseitigt. Die DDR ist zu einen Staat geworden der seine Bürger, sprich Genossen, bespitzelt hat, eingesperrt, gefoltert, und ermordet hat.
    Welche Strategien sollen Leuten einfallen, die mit dieser Unkultur der Denunziazion und Unterdrückung aufgewachsen sind ?
    Das Gegenargument könnte doch sein, Orban, Kaczynski, Vaclav Klaus, Szydlo sind doch auch unter eine kommunistischen Regime aufgewachsen. Der Unterschied ist die Mentalität. Die Kommunisten in den anderen sozialistischen Bruderstaaten, waren zwar Kommunisten, aber auch etwas schlampig, zwar überzeugt, aber in der Durchführung, nicht ganz konsequent.
    Die Machthaber in der DDR waren Musterschüler des Marxismus-Leninismus. Die Partei hatte immer Recht, der Klassenfeind wurde identifiziert, eingekreist und wenn nötig, eliminiert.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .