Dazu brauchen wir die EU-Kommission ganz dringend….

“…Der italienische EU-Kommissar Antonio Tajani will Europas Modebranche mit einer Vermittlungsagentur zu mehr Kreativität verhelfen. „Wie eine Datingagentur“ soll eine geplante Initiative „Partnerschaften zwischen Designern und kleinen Modeherstellern identifizieren und fördern“, wie die Kommission heute in Brüssel mitteilte…” (ORF)

7 comments

  1. Gerhard

    Scheinbar ist signore e e padrone Antonio Tajani so langweilig, dass er als zuständiger EU-Kommissar für Industrie und Unternehmertum nun der Modebranche unter die Arme greifen will.
    Haben diese Bonzen in Brüssel nichts Wichtigeres zu tun? Eigentlich gehört die EU-Kommission verkleinert, denn das Prinzip “Je Mitgliedsland ein Kommissar” ist doch sinnlos,

  2. Thomas Holzer

    Bitte auch eine Vermittlungsagentur um den Klopapier-Verkauf in der EU grenzüberschreitend zu fördern; und bitte um Einrichtung eines “think-tanks”, welcher über neue Vermittlungsagenturen und deren Betätigungsfelder nachdenkt.

  3. rubens

    Tajani ist laut WK-Zeitung “Europas neuer Revolutionär”. Er sagt, Europa braucht eine NEUE industrielle Revoltution. Was er darunter versteht, sieht man an seinem Vorschlag zu neuer Bürokratie. Was anderes ist das nicht? Wer soll das bezahlen?, danach fragt der Italiener nicht.

    Tolle Kommissare haben wir da sitzen in Brüssel.

  4. PeterT

    Bei aller Skepsis gegenüber EU Vorschlägen – die Kritik an diesem Vorschlag scheint mir eher ein Pawlow-scher Reflex zu sein.
    Europa hat eine durchaus lebendige Textil- und Mode-Industrie – gerade in den Ländern die derzeit in Schwierigkeiten stecken (Italien, Spanien, Portugal).
    Hier das Networking zwischen kleineren Herstellern und Designern zu fördern, scheint mir eine recht gute Idee zu sein.

  5. gms

    PeterT :
    Hier das Networking zwischen kleineren Herstellern und Designern zu fördern, scheint mir eine recht gute Idee zu sein.

    Es gibt seit Menschengedenken Vereinigungen und Einrichtungen mit freiwilliger oder erzwungener Mitgliedschaft, deren Aufgabe das Wohlergehen ihrer Schützlinge ist — in Italien etwa die Camera di Commercio, auf Deutsch: Die dortige Wirtschaftskammer.
    Bestätigten Gerüchten zufolge soll es auch schon zu grenzüberschreitender Zusammenarbeit zwischen Berufsverbänden gekommen sein. Der EU-Aktionismus ist so notwendig wie ein EU-Schneebeautragter für Tirol.

  6. rubens

    @PeterT
    Wissen Sie, eine wichtigere Aufgabe für Tajani wäre die Mafia aus den Institutionen zu vertreiben, anstatt immer nur von neuer Bürokratie zu schwärmen.
    Lesen Sie einfach mal nach bei Saviano, damit Sie erkennen können, welcher Saustall zwischen Designern und Mafia herrscht. Die wollen die Käufer von Luxustaschen am Strand hoch bestrafen, während Designer und Luxusindustrie für billige Ware der Mafia das Verkaufsrecht von Kopien an Stränden und Städten zugesteht.

  7. Reinhard

    Wie von oben verordnete “Interessenvertretung” aussieht, kann man in Österreich täglich erleben. Kammern und Vereine kassieren ihre Zwangsmitglieder ab, dann gehen die Bonzen mit ihren politischen “Gegnern” fein speisen und pinkeln sich bei Spargel und Kaviar vor Lachen über das blöde Zahlvieh auf die Designerschuhe.
    Abgesehen davon, dass das Networking in einem Wirtschaftszweig ebenso wie jeder andere innerwirtschaftliche Vorgang jenseits illegaler Kartellabsprachen die politische Organisation EU einen Dreck zu interessieren hat stinkt der Vorschlag nach Schaffung einer Behörde, deren Besetzung bereits in den Startlöchern scharrt – eine Dankbarkeitsgeste oder eine Versorgungsaufgabe?
    Sicher denkt man als gelernter Österreicher besonders schelmisch.
    Aber nicht so schelmisch wie ein gelernter Italiener…

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