Definition des Tages

Von | 27. September 2016

Politik, die:
– Vom verkommenen Teil unserer kriminellen Schichten bevorzugter Lebensunterhalt.
– Interessenkonflikt, maskiert als Prinzipienstreit.
– Die Leitung öffentlicher Angelegenheiten zu privatem Vorteil.   (Ambrose Bierce)

6 Gedanken zu „Definition des Tages

  1. Rennziege

    Passend dazu:

    “Democracy never lasts long. It soon wastes, exhausts, and murders itself. There never was a democracy yet that did not commit suicide.”
    (John Adams, 1735 -1826, zweiter Präsident der Vereinigten Staaten)

    Es hat gute Gründe, dass in der Verfassung der USA, die 1789 in Kraft trat, nie das Wort democracy vorkommt, sondern stets nur republic, das bei weitem nicht so diffus und dehnbar ist, wie uns das das tagtäglich in europäischen Staaten leidvoll vorgeführt wird: als Selbstbedienungsladen für Parteien, Bünde, Bonzen, Gutmenschen und Beamte aller Couleurs. (Ganz zu schweigen von großteils steuerfinanzierten NGOs, die sich ungestraft anmaßen, als moralisch, wirtschaftlich, sozial und ökologisch verbindliche Instanzen aufzutreten.)

  2. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Vor allem bedenkend, daß die Mehrheit, und sei sie auch nur knapp über 50%, dumm, primitiv, vulgär, ungebildet, naiv und -leider- sehr leicht verführbar ist.

  3. Rennziege

    27. September 2016 – 18:26 — Thomas Holzer
    Sie sagen es, Herr Holzer! Desweg’n samma ja Monarchisten, mia zwaa.
    Im Ernst: Monarchien, insbesondere konstitutionelle wie das UK, überleben Jahrhunderte. Nur eine miskropisch kleine Minderheit der Briten will das Königshaus abschaffen, und selbst in Kanada ist Queen Elizabeth II. immer noch Staatsoberhaupt, wenn auch weitgehend formell. Aber sie eint die zehn Provinzen und die drei (überwiegend unbewohnbaren) Territorien und deren bisweilen ausapernde Differenzen, ohne große Reden schwingen zu müssen.
    Und wenn ich’s recht bedenke: Es waren natürlich andere, kriegerischere Zeiten — aber zumindest in den zwei Jahrhunderten mit und nach Maria Theresia gab es nicht einmal in den entlegensten Winkeln der k.k. Monarchie nennenswerte Auflehnung gegen die Habsburger.

    (Traurige Erkenntnis: Heutzutag’, wo jeder Aufstand wider die selbstherrlich regierende Nomenklatura Österreichs — die sich so protzig gebärdet, wie kein Adeliger es je gewagt hätte — gerechtfertigt wäre, macht niemand das Maul auf oder kreuzt ein anderes Kastl auf’m Wahlzetterl an.)
    O.K., werden Sie sagen, aber die Auswahl ist so mickrig wie in einem HO-Laden der DDR.
    Ich geb’ Ihnen zähneknirschend recht. So tiaf g’sunkn samma scheon.

  4. Manuel Leitgeb

    @Rennziege, Thomas Holzer
    Verzeihen’S mir bitte, wenn ich mich da einmische, aber Sie beide sind nicht die einzigen hier, die der Meinung sind, eine konstitutionelle Monarchie unter einem Habsburger-Kaiser wäre den UHPBs vorzuziehen 🙂
    (Ich glaub’ derzeit wäre das Seine Majestät Karl II)

    Schließlich haben schon Leute wie Bismarck oder Churchill festgestellt, daß das damalige Habsburgerreich zwar ein Anachronismus und voller interner Widersprüche war, aber gleichzeitig DER Garant für Stabilität und (relativen) Frieden in dieser Region und damit einem Gutteil Europas.

  5. Rennziege

    27. September 2016 – 20:02 — Manuel Leitgeb
    Da gibt’s nix zu verzeihen. Welcome to the club, sir!
    Und danke für die Erwähnung Bismarcks und Churchills. Diese windgegerbten alten Hasen hatten recht.

  6. Thomas Holzer

    Und jetzt simma schon drei 🙂
    Weiter so! Und wir werden bald die Macht übernehmen

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