18 Gedanken zu „Demnächst auch in Österreich zu besichtigen

  1. world-citizen

    Und was soll das? In Frankreich oder Österreich mag das ja viel sein, aber im EP sind sie dann 5 Jahre lang nur ein kleines Häuflein fraktionsloser.

    Und die Bildung einer gemeinsamen Fraktion kann und wird ihnen auch in Zukunft nicht gelingen.
    Sie vertreten ausschließlich nationale Interessen.
    Nationale Interessen richten sich aber gesetzmäßig ausnahmslos immer gegen nationale Interessen anderer Staaten. Daher ist jedweder Versuch einer Kooperation wegen der, sich zwangsläufig ergebenden Interessenkollision automatisch zum Scheitern verurteilt.

    Sie vertreten das Europa des 19. Jhd. das aus gegeneinander rivalisierenden und mitunter sich gegenseitig bekämpfenden “Vaterländer” besteht.
    Ich gelobe, daß ich nie wieder in meinem Leben ein “Vaterland” haben will.

  2. Rennziege

    Rather peculiar, comrade!
    “Ich gelobe …” — In Ihren Kreisen sind doch Gelübde und Gelöbnisse ziemlich verpönt, sofern nicht mit zusammengekniffenem Auspuffrohr verkündet.

  3. Mario Gut

    @world-citizen
    sondern jeden Tag in einem anderen Land und anderem Hotel mit anderem Bett, schlafen will.
    Von der Frau an meiner Seite habe ich jetzt einmal noch nicht gesprochen……

  4. world-citizen

    @Mario Gut

    Das, wonach ich strebe ist eine Welt, auf der es kein In- oder Ausland mehr gibt und ich überall dort leben darf, wo es mir gerade beliebt.
    Wahrscheinlich wird das erst dann möglich sein, wenn dies zum universellen Menschenrecht deklariert wird. Dann wird es für alle Staaten verbindlich.

  5. gms

    WC,

    “Wahrscheinlich wird das erst dann möglich sein, wenn dies zum universellen Menschenrecht deklariert wird.”

    Hatte nicht Nordkoreas Kim-jon-un unlängst ein Menschenrecht auf Skilifte gefordert? Nun, Scherz beiseite: Wenn Ihnen das so ein Anliegen ist, weshalb deklarieren Sie nicht selbst das von Ihnen Gewünschte als “universelles Menschenrecht”?

    Meinen Segen haben Sie, ist doch das Recht auf Deklaration gewiß nicht minder ein Menschenrecht, egal nun, ob ein “universelles” oder nicht.

  6. world-citizen

    Menschenrechte sind universell – d.h. globales Recht.
    Folgerichtig gelten sie nicht nur in Europa, sondern auch in Saudi-Arabien oder Nordkorea.
    So weit mal die Theorie. Und die Praxis sieht leider so aus, dass es weder eine globale Justiz, noch eine globale Exekutive gibt, weshalb sie in zahlreichen Staaten, welche sich nicht freiwillig daran halten, nicht vollzogen werden können.
    So sieht es leider aus. Diesen unzufriedenstellenden Zustand zu ändern bleibt oberstes Gebot der Menschheit.

  7. gms

    WC,

    > Menschenrechte sind universell – d.h. globales Recht.

    Was denn nun? Sind diese Rechte nun universell, d.h. überall im Universum gültig, oder bloß auf Erden? Auch befremdet mich der in der ganzen Chose mitschwingende Spezismus, es sei denn, sie wollen auch extraterrestrische Lebensformen mit dem Recht ausstatten, sich überall im Universum (sic!) nach eigenem Ermessen aufzuhalten, was dann wohl die Erde miteinschließt.
    Wenn Sie schon die Begrenztheit einzelstaatlicher Territorien nicht anerkennen wollen, so scheitert eben diese Übung wohl auch für Sie erkennbar an der Ausdehnung der Erdoberfläche.

    Wie wollten Sie ein ausschließliches Recht der Erdenmenschen auf unseren Globus argumentieren? Jeglicher Bezug auf “Erdenmensch” scheiterte an der Analogie “Staatsbürger”, kann doch für beide zutreffend argumentiert werden, sie seien eben früher hier gewesen und hätten in der Vergangenheit die eine oder andere kulturelle Leistung hervorgebracht, deren Nutzungsrecht in erster Lesung ihnen selbst zusteht.

    Vom Größeren in die gegenteilige Richtung: Kann Ihr privates Wohnzimmer Gegenstand eines Menschenrechtes sein, aufdaß jeder sich nach eigenem Ermessen dort aufhalte?

    Sie könnten es sich nun leicht machen und einwerfen, die Welt stünde diesbezüglich mangels relevanter Mengen einwanderungswilliger Exterrestrischer ebensowenig auf der Agenda, wie Ihr Wohnzimmer für sonstige Herbergssuchende. Dem sei entgegnet, das mit der Universalität sei eben ein Hund, dem so mancher erkennbar nicht gewachsen ist.

  8. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>> Was denn nun? Sind diese Rechte nun universell, d.h. überall im Universum gültig, oder bloß auf Erden? <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    So lange die menschliche Spezies ausschließlich auf der Erde beheimatet ist, sind sie globales Recht.

    Wenn sich die Menschheit irgendwann im Universum neue Lebensräume erschließt, werden sie universell.

  9. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>> Kann Ihr privates Wohnzimmer Gegenstand eines Menschenrechtes sein, aufdaß jeder sich nach eigenem Ermessen dort aufhalte? <<<<<<<<<<<<<<<<

    Meine Wohnung ist Privatbereich, den ich auch bezahlt habe. In meiner Wohnung bin ich der Souverän. So bald ich aber den Fuß vor die Türe setze bin ich im öffentlichen Raum, der von allen Menschen benutzt werden darf.
    Wenn ich hinsichtlich des öffentlichen Raumes etwa die Forderung stelle, dass ich dort nur Menschen begegnen will, die die gleiche Sprache sprechen oder die gleiche Religion oder die gleichte Hautfarbe haben oder was sonst auch immer, würde ich damit nicht nur die Mobilität anderer Menschen, sondern auch meine Eigene massiv einschränken. Schließlich lerne ich ja auch nicht Swahili, wenn ich nach Ostafrika reise. Ich werde auch nicht Buddhist, wenn ich nach Thailand reise.
    Wo immer ich auch bin bleibe ich ein Homo sapiens.

  10. Rennziege

    10. Oktober 2013 – 18:30 –> world-citizen
    “Wo immer ich auch bin, bleibe ich ein Homo sapiens.”
    Ja, schön! Wo ist das Problem? Niemand auf Gottes Erdboden hindert Sie daran, sich auf dem Nordpol, in Timbuktu, in Workuta, in Tripolis, Ulan Bator oder auf der Teufelsinsel (vulgo Cayenne) anzusiedeln, wo auch immer. Alles, was Sie dazu brauchen, ist a wengerl sapientia und pecunia. Als homo sapiens, der Sie sind, werden Sie das Geld für die Reise wohl flüssig haben.
    Dazu braucht’s keine EU, keine Weltregierung und kein Weltgericht, keine globale Justiz oder gar Exekutive.
    Die würden Ihnen auch gar nix helfen, wenn Sie Rauschgift nach Singapur einführen oder sich in Saudiarabien homosexuellen Leibesübungen hingeben; dann heißt’s halt ins Gras beißen.
    Ein homo sapiens weiß das und verhält sich entsprechend, was keine große Einbuße an Lebensqualität bedeutet. Abermals: Wo ist Ihr Problem?
    Für Sie als Lateiner: Si fueris Romae, Romano vivito more; si fueris alibi, vivito sicut ibi. Diese einfache Regel hat sich über Jahrtausende bewährt (und sollte unseren Immigranten innig ans Herz gelegt werden). Warum sich darüber beschweren? Soll Ihnen Ihre ersehnte Weltregierung etwa das Recht bescheren, eine Moschee in der Badehose zu besuchen? Oder nackten Weibern im Altarraum einer russisch-orthodoxen Kirche für obszöne Gesten zu applaudieren? Oder ganz einfach: Beim Billa mit einem vollen Einkaufswagerl rauszuschleichen, ohne zu bezahlen?

  11. world-citizen

    @ Rennziege

    Wenn ich in der Schule einen derartigen Aufsatz geschrieben hätte, dann hätte es wohl geheißen: THEMA VERFEHLT!!!!

  12. gms

    WC,

    > Wenn sich die Menschheit irgendwann im Universum neue Lebensräume erschließt, werden sie universell.

    Verstehe. Und wenn die Koreaner morgen den Jupiter besiedeln, dann gibt es in Ihrem Universum (pardon the pun) ab sofort ein Menschenrecht, sich auf dem Jupiter aufzuhalten. Ob also, um wieder etwas bodenständiger zu bleiben, pars pro toto die Niederländer Dämme bauen zur Landgewinnung, die Japaner oder Emiratis Milliarden an Tonnen Sand ins Meer kippen oder die Brasilianer Wald schlägern zur Schaffung von Lebensraum — all dieser neu geschaffene Platz ist für Sie quasi allmenschliches Gemeingut.

    > Meine Wohnung ist Privatbereich, den ich auch bezahlt habe. In meiner Wohnung bin ich der Souverän.
    > So bald ich aber den Fuß vor die Türe setze bin ich im öffentlichen Raum, der von allen Menschen
    > benutzt werden darf.

    Ich fürchte, Sie haben in Geographie nicht aufgepaßt. Was Sie meinen, ist jener Teil der Meere, der sich ausserhalb der sog. “Drei-Meilen-Zone” befindet. Alles andere haben Generationen von Souveränen erst zu dem gemacht, was es heute ist. Was meinen Sie, wieviel die Deutschen über die Zeit gezahlt haben, um aus verdammt viel urigem Wald ihr heutiges Land zu machen? Raten Sie mal, wieviele Leute in die Schweiz einwandern wollten, hätte sich in den letzten hundert Jahren dort nicht einiges gravierend verändert?

    Mein Teuerster! – Jene “bezahlt habende Souveränität”, die sie für Ihr eigenes Wohnzimmer in die Waagschale werfen, greift beim Staatsgebiet um keinen Deut weniger.

  13. Rennziege

    10. Oktober 2013 – 19:35 — world-citizen
    “Wenn ich in der Schule einen derartigen Aufsatz geschrieben hätte, dann hätte es wohl geheißen: THEMA VERFEHLT!!!!”
    An Ihrer Schule vermutlich ja, wie Ihre Postings nahelegen. An meiner gewiss nicht. (Da gab’s auch keinen, der idiotische Großbuchstaben verwendete schrieb und ein Rufzeichen setzte, schon gar nicht deren vier. Wo Sie das wohl herhaben?)

  14. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>Und wenn die Koreaner morgen den Jupiter besiedeln, dann gibt es in Ihrem Universum (pardon the pun) ab sofort ein Menschenrecht, sich auf dem Jupiter aufzuhalten. Ob also, um wieder etwas bodenständiger zu bleiben, pars pro toto die Niederländer Dämme bauen zur Landgewinnung, die Japaner oder Emiratis Milliarden an Tonnen Sand ins Meer kippen oder die Brasilianer Wald schlägern zur Schaffung von Lebensraum <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Bitte was sind denn Koreaner? Menschen, die die koreanische Halbinsel bewohnen – aber nur so lange sie dort sind. Es gibt nur eine menschliche Spezies. Oder wollen wir etwa wieder diskutieren, ob das heliozentrische oder das geozentrische Weltbild das richtige ist?

    Und all die ökonomischen und ökologischen Unsinnigkeiten wie Landaufschüttung in Dubai, Rodungen in Brasilien, ein unnötiger Brückenbau in Kroatien als Folge einer idiotischen Grenzziehung, würden endlich ein Ende haben, wenn man begreift, daß die Erde trotz Überbevölkerung immer noch genügend Platz für alle Menschen bietet, daß es in z.B. Sibirien, der Mongolei und Kanada noch gewaltige kultivierbare unbewohnte Landreserven gibt, daß auch das wasserarme Australien noch Platz für mindestens 100 Millionen Menschen böte (immerhin leben in der EU auf der halben Landfläche 500 Millionen).
    Landaufschüttungen kann man lediglich bei kleinen Inseln akzeptieren, wenn sie den Zweck haben, Wohngebiete dorthin zu verlagern um die Natur der Inseln zu schützen, wie dies auf den Seychellen der Fall ist.

  15. gms

    WC,

    > .. wenn man begreift, daß die Erde trotz Überbevölkerung immer noch genügend Platz für alle
    > Menschen bietet [Sibirien, Mongolei, Kanada, Australien]

    Was folgt nun daraus für Japaner, Schweizer, Niederländer, Emiratis oder Brasilianer? Was bedeutet dies speziell für Ihr privates Wohnzimmer, wenn doch in Detroit tausende Häuser leer stehen?
    Neben den helio- und geozentrischen Weltbildern geistert in der Debatte noch ein WC-zentrisches, welches paradoxer Weise konsequent den von Ihnen selbst eingebrachten Aspekt des Souveräns negiert, der in der Vergangenheit eine Leistung erbrachte, dessen Früchte in erster Lesung ihm selbst zugute kommen mögen.

  16. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Was folgt nun daraus für Japaner, Schweizer, Niederländer, Emiratis oder Brasilianer? Was bedeutet dies speziell für Ihr privates Wohnzimmer, wenn doch in Detroit tausende Häuser leer stehen? <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Dass man nicht neues Land zu gewinnen braucht, so lange es genug davor gibt. Man bräuchte nur für die Eliminierung aller Mobilitätsbeschränkungen sorgen, dann gehen die Menschen selbst dorthin, wo sie das finden, was sie brauchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.