18 Gedanken zu „Demokratisch gegen die Wand

  1. Feldheld

    Was sind das eigentlich für Leute, die sich die Süddeutsche Zeitung kaufen und auch noch lesen?

    Ich meine, wie hohl kann man eigentlich in der Birne sein?

  2. Suwarin

    Wer nicht versteht sind die Kommissare in Brüssel und die Eurofanatiker in den Schreibstuben.

  3. Christian Peter

    Leider konnte sich das Wahlbündnis des gestandenen Unternehmers Silvio
    Berlusconi nicht gegen das Mittel-Links-Bündnis des Ex – Kommunisten
    Bersano durchsetzen. Immerhin aber wurde der farblose Berufsbeamten
    – Apparatschik und EU – Technokrat Monti endgültig abgewählt. Insofern
    keine wirklich schlechten Nachrichten aus Italien.

  4. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Silvio Berlusconi, ein “gestandener” Unternehmer?

    Der “gute” Mann war vor Beginn seiner sagenhaften Karriere als Unternehmer Liedlsänger auf einem Kreuzfahrtschiff; wie er sich mit diesem Job das Startkapital für die Gründung seines Medienkonzerns erarbeiten konnte, bleibt im Dunkeln.

    Berlusconi ist ein Clown, genauso wie Pepe Grillo, und sonst gar nichts; außer daß er mehr Geld als Grillo hat

  5. Rennziege

    @Thomas Holzer
    Aber Berlusconi ist immerhin europäischer Spitzenreiter im Unterhaltungswert. Die anderen politischen Lemuren, egal welcher Couleur, bieten nicht einmal das. Zweibeinige Schlaftabletten. 🙂

  6. Rennziege

    @Rennziege
    Aber wenn ich’s recht bedenke: Unser mildtätiger Herr Faymann strengt sich außerordentlich an, dem Bänkelsänger den Rang abzulaufen.

  7. Christian Peter

    @Thomas Holzer

    Aber bitte. Silvio Berlusconi als Sohn eines Bankangestellten erwirtschaftete
    als Unternehmer mit Immobilien und Medien ein Milliarden – Vermögen
    (lange vor seiner politischen Karriere). Sie werden hoffentlich unabhängige
    Unternehmer in der Politik Technokraten und Apparatschiks vorziehen ?

  8. Der Unternehmer

    @Feldheld
    Kann Ihnen nur beipflichten. Aus der Gruppe der “Qualitätsmedien” ist die Süddeutsche von besonderer Qualität. Früher sagte man Käseblatt.

  9. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Aber bitte!
    Herr Berlusconi hat sein Startkapital zum Erwirtschaften von Milliarden mit Immobilien und Medien von der Mafia erhalten, daß sollten Sie bei der Bezeichnung “gestandener” Unternehmer nicht außer Acht lassen!

    Das Einzige, worauf Berlusconi bedacht ist, ist auf seinen persönlichen Vorteil, und sonst gar nichts; ein Primitivling und Parvenü.

  10. Gerhard

    Ich betrachte Berlusconi auch nicht als ehrlichen und auf das Allgemeinwohl denken Politiker. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass es immer zwei Seiten gibt: den Verführer und die Verführten.
    Die (derzeit) 29,18 % der Italiener haben sich von Berlusconi “verführen” lassen, lediglich eine hauchdünne Mehrheit (29,54 %) gab dem Linken und ehem. Kommunisten Bersani das Vertrauen. Und weitere 25,6 % wurden vom Komiker Beppe Grillo “verführt”.
    Nur 10 % agierten mit der Stimmenabgabe für Monti “schmerzlich” vernünftig.
    Somit ist für mich Italien ein Land der “seduttore” (Verführer) und der “sedotto” (Verführten).
    Und wie sieht es bei uns z’haus aus?

  11. manfred

    Die italienischen Wähler haben bestens verstanden.
    Entweder die Eurozone läßt sich auf der Nase herumtanzen, oder mit Lire lebt es sich bequemer.

  12. Christian Peter

    Thomas Holzer :
    @Christian Peter
    Aber bitte!
    Herr Berlusconi hat sein Startkapital zum Erwirtschaften von Milliarden mit Immobilien und Medien von der Mafia erhalten, daß sollten Sie bei der Bezeichnung “gestandener” Unternehmer nicht außer Acht lassen!

    Sie sollten nicht alles glauben, was Sie in irgendwelchen Medien entnehmen.
    Berlusconi erhielt für seine ersten Projekte Kredit von der Bank, in welcher sein
    Vater tätig war. Außerdem verdiente er erst viel später als Medienunternehmer
    nennenswert Geld.

    Aber was spielt das für eine Rolle ? Jeder, der in der Privatwirtschaft tätig war
    und dort auch nur irgendetwas leistete, ist mehr wert, als die zahllosen Apparat-
    schiks und Technokraten, welche die Parlamente Europas belagern.

  13. Lodur

    @Thomas Holzer
    “Das Einzige, worauf Berlusconi bedacht ist, ist auf seinen persönlichen Vorteil, und sonst gar nichts; ein Primitivling und Parvenü.”

    Der idealtypische Unternehmer der kapitalistischen Marktwirtschaft. Könnte aus einem Lehrbuch von Mises oder Hayek entsprungen sein.

  14. KClemens

    manfred :
    Die italienischen Wähler haben bestens verstanden.
    Entweder die Eurozone läßt sich auf der Nase herumtanzen, oder mit Lire lebt es sich bequemer.

    Ja, aber die Finanzmärkte drehen durch:

    In einer Analyse für seine Kunden schreibt der Citi FX-Stratege Steven Englander: „Das ist die erste europäische Wahl, in der die Wähler nicht das Richtige getan haben.“ Statt für weitere Sparprogramme und Steuererhöhungen zu stimmen, hätten die Italiener überraschend die Politiker unterstützt, die Sparmaßnahmenn ablehnen und in einigen Fällen sogar den Euro. Englander: „Das kann zu einem großen Problem werden, wenn sich die Ablehung von Sparmaßnahmen als ansteckend erweist.“

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/02/26/finanzwelt-ist-entsetzt-die-italiener-haben-falsch-gewaehlt/

  15. Passant

    Alle wollen Demokratie, aber was dabei herauskommt passt ihnen nicht. So was!

  16. Mona Rieboldt

    @Feldheld
    Stand die Süddeutsche nicht schon vor der Pleite? Schade, dass sie es immer noch nicht ist.

  17. Reinhard

    Vielleicht sollten uns die “Bankstrategen” das erwünschte Wahlergebnis vorher bekannt geben, damit das tumbe Stimmvieh weiß, wie es gefälligst zu entscheiden hat?
    Berlusconi scheint der einzige zu sein, der sich im Gegensatz zu allen anderen europäischen Regierungschefs wirklich leisten kann, die Zurufe aus den Hinterzimmern der Großbanken zu ignorieren. Anders lässt sich das Trommelfeuer der Gekauften gegen seine Wahl kaum erklären. Die Angst, dass der alte Gockel seinen Misthaufen krähend verteidigt statt sich wie das uckermärkische Hühnchen laut “Alternativlos!Alternativlos!” gackernd im Staub zu suhlen, muss bei den eigentlichen Machthabern dieser Welt riesig sein.
    Putzig ist, wie die Medienorgel nur ein paar Refelexe aus dem Pöbel kitzeln muss, und schon trampeln Leute auf Berlusconi herum, die nichts über ihn wissen als das, was im Kommentarteil der SZ verschmiert wird. Als Reicher ist er ein Ausbeuter, als Italiener natürlich ein Mafioso, ein eitler Geck sowieso – und schon lästern Leute über seine früheren Jobs auf Kreuzfahrtschiffen, die es als selbstverständlich hinnehmen, dass in der Vita ihres eigenen Kanzlers jahrelange Lücken klaffen, es keinen Nachweis irgend einer Qualifikation dieser Strohpuppe gibt und sich nirgends auch nur ein Fünkchen von einem Hinweis findet, dass dieser unser Staatslenker auch nur peripher die alltäglichen Sorgen eines normalen Nicht- oder Selbstständigen in den Reihen seiner Untertanen erfahren hat.
    Putzig ist, dass besonders linke Kreise Berlusconi vorwerfen, seine Wähler nur mit Versprechungen zu “verführen”. Also das, was seit Kreisky die Sozen zum Parteiprogramm erklärt haben. Abschaffung von Studiengebühren, gratis dies und gratis das, Pensionistenbriefe und das Märchen von der segensreichen “Reichensteuer” – fertig ist das sozialistische Wahlgeschwurbel. Nach der Wahl sieht es zwar anders aus, aber solange die Halbwertzeit der Wählererinnerung unterhalb vier Jahre liegt, macht das nix.
    Putzig ist auch, dass die Watschen gegen den undemokratisch von Banken eingesetzten Monti nicht stärker thematisiert wurde. Dass ein Volk Vormunde, die es nicht wählen durfte sondern die ihm von Fremdmächten vor die Nase gesetzt werden, nicht begeistert empfängt, sorgt besonders in der EUrokratie immer noch für besorgtes Stirnrunzeln. Da reden wir lieber nicht weiter drüber, sonst könnte es wie beim Pferdefleisch in der Lasagne bald weitere Kreise ziehen, und die Frage, ob die selbsternannten Oberdemokraten überhaupt demokratisch legitimiert sind oder nicht doch nur faule Eier mit “bio”-Stempel, dürfte zu den gefährlichsten gehören, die sich das Volk stellen kann…

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